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Beratungsbedarf Kollegen / Reaktion Bereichsleiter

F
Fury82
Okt 2020 bearbeitet

Hallo liebe Kollegen,

ich würde euch gerne mal eine aktuelle Situation bei uns auf der Arbeit schildern und dann gerne eure Meinung dazu hören...

Folgendes:

Kürzlich haben mehrere Arbeitnehmerkollegen aus einem Bereich Beratungsbedarf zu ein und demselben Thema angemeldet. Daraufhin haben ein paar Kollegen ein Treffen terminiert, zu dem alle interessierten Kollegen aus dem Bereich eingeladen wurden. Zudem wurde noch ein Kollege des BR und ich, als BR-Mitglied und auch betroffener Kollege aus dem Bereich eingeladen.

Ein paar Tage später hat der Bereichsleiter (und gleichzeitig stellvertretender Einrichtungsleiter) eine Sitzung zu einem anderen Thema, aber an dem gleichen Termin wie o.g. Treffen, mit einem "Terminvorschlag" angesetzt. Der erste Gedanke einiger Kollegen aus dem Bereich war nun gleich "der weiß davon und hat den Termin extra so gelegt". Da der Bereichsleiter ja nur einen "Terminvorschlag" geschickt hatte, habe ich ihm nun eine Mail geschrieben, ob man diesen Termin nicht noch verlegen könne, da mehre Kollegen ja nun um einen Beratungstermin mit dem BR gebeten hätten. Das Thema habe ich ihm allerdings natürlich nicht genannt. Kurz darauf kam auch seine Antwort: Alles kein Problem, er macht einen neuen Terminvorschlag für zwei Tage später. Wunderbar dacht ich mir, alles easy.

Das Treffen mit den Kollegen ist dann auch wie geplant von statten gegangen. Dann kam der vom Bereichsleiter angesetzte Termin zwei Tage später. Leider war ich an dem Tag nicht im Dienst und konnte an der Sitzung nicht teilnehmen. Aber die Rückmeldung der teilnehmenden Kollegen war spannend. Zuerst wurde das Thema besprochen, um das es eigentlich ging. Dann kam der Bereichsleiter aber wohl auf das Treffen der Kollegen mit dem BR zu sprechen, was die Kollegen etwas irritiert hinterließ... Er gab den Kollegen weiter, dass diese sich nicht korrekt verhalten und abgemeldet, bzw. (und das sagten mir zwei Kollegen unabhängig voneinander) sie sich sogar aus der elektr. Zeiterfassung hätten ausloggen müssen. Zudem ließ er sich vor den Kollegen über meine Mail (in der ich um eine Verlegung seines Termins gebeten hatte) aus.

Am folgenden Tag hatte ich auch eine Mail von ihm, in der er um ein kurzes Rückmeldegespräch bat. Wohlgemerkt wollte er sich anscheinend nicht schriftlich gegenüber mir äußern. Leider war ich terminlich aber an dem Tag so eingebunden, dass ich mich nicht bei ihm melden konnte. Als ich wieder Zeit hatte, war er schon im Feierabend. Auf meine Antwort hin mit der Bitte um ein Gespräch (mit zusätzlichem BR Kollegen) in den kommenden Tagen, kam dann nun doch noch eine schriftliche Rückmeldung... Diese Hinterlässt mich nun irritiert. Ich hab beim Schreiben des Textes hin und her überlegt, ob ich diese nun zusammenfassen oder ganz hier posten soll. Habe mich für letzteres entschieden... Natürlich ohne Rückschlüsse auf Personen oder Firmen machen zu können. Hier nun seine Rückmeldung bzgl. meiner Bitte um Terminverschiebung:

"Ich habe mich doch sehr über Ihre Nachricht gewundert, dass am Montag ein von mir mit einer gewissen Dringlichkeit anberaumten Termin verschoben werden musste, da, wie Sie mir mitteilen, zum diesem Zeitpunkt zahlreiche Kolleginnen und Kollegen einen Termin mit dem BR haben. Ich habe daraufhin einer Verschiebung zugestimmt, jedoch in der Hoffnung, die vorrangige Dringlichkeit des BR- Termin zu erfahren. Dies blieb jedoch aus. Und nun? Ich wusste also, der BR hat einen Termin mit zahlreichen Mitarbeitenden. Thema: unbekannt. Das geht mich natürlich auch nichts an, aber, was mache ich dann mit der Info? Und: Wollten alle Kollegen und Kolleginnen, dass diese Info an Leitung weitergegeben wird? Ich habe dies deutlich in Frage gestellt, denn nicht jeder bei uns im Haus fühlt sich " so sicher". Und nochmals: Was mache ich mit der Info? Ich verweise auf das Arbeitsrecht und bitte darum, dann eine ordentliche Abmeldung und Anmeldung vorzunehmen. Diese blieb - wir zu erwarten - aus. Als ich dann am Mittwoch in Meeting mit den Kolleginnen und Kollegen saß, blieb ebenso eine kurze Rückmeldung aus. Und das finde ich, ist einfach ein schlechter Stil. Bitte nehmen Sie dies als persönliches Feedback. Die [Mitarbeiter] erleben gerade eine Zeit der Belastung und Verunsicherung, diese sollte nicht durch solche Kleinigkeiten noch verstärkt werden."

Ich finde es faszinierend, wie er für sich die Tatsachen so drehen kann, dass es in sein Narrativ passt ("verschoben werden musste" etc.). So, um das ganze etwas abzukürzen... Wir vom BR werden das natürlich nicht so stehen lassen, das ist klar. Aber ich bin mal auf eure Eingaben gespannt. Vielleicht sehe ich ja was falsch... Und sorry für den langen Text. :-)

Gruß Fury82

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Community-Antworten (4)

K
Kjarrigan

05.10.2020 um 13:46 Uhr

Letztlich mal wieder eher ein Kommunikation Problem. Der Vorgesetzte fühlt sich übergangen und nicht richtig informiert. Die Kollegen - die selbstverständlich den BR aufsuchen dürfen, haben ihren Arbeitsplatz verlassen ohne sich abzumelden.

Vielleicht in der Zukunft.

  • entweder BR Sprechstunden einrichten oder
  • (wenn viele Kollegen betroffen sind - eine Teilbetriebsversammlung oder Abteilungsversammlung einberufen. Die Einladung kann der BRV dann den betroffenen Vorgesetzten zusenden und gut ist.
R
rtjum

05.10.2020 um 14:30 Uhr

Wer hat den Termin koordiniert, Kollegen aus dem betroffenen Bereich oder der BR? Wie melden sich die Kollegen bei Euch üblicherweise für Gespräche mit dem BR ab?

Davon abgesehen würde ich unserem Gremium in etwa folgende Antwort vorschlagen:

"Sehr geehrter Herr SichaufdieFüßegetretenfühler,

vielen Danke für Ihr wertvolles Feedback, wir werden Ihre Anmerkungen in einer unserer nächsten BR-Sitzungen aufnehmen und die, für uns, positiven Punkte gerne umsetzen."

ein bisschen Schmeicheln, ihm aber eigentlich sagen: "leg dich gehackt"

D
DummerHund

05.10.2020 um 17:12 Uhr

Ich würde der betreffenden Person auch mitteilen das es dem BR leid tut das es zu den Terminüberschneidungen gekommen ist. Hier aber müssten beide Seiten effizienter arbeiten. 1.Der BR schlägt deshalb vor, das wenn ein Termin geplant ist, dies umgehend als Rundmail und einem Aushang bekannt zu machen. Dies müsse dann unverzüglich geschehen. Nur so sieht der BR die Möglichkeit das alles koordiniert von statten geht. Jede Seite müsste hier wenigstens xy Tage zeit gegeben werden um auf das Vorhaben des anderen reagieren zu können. 2.Das es zu keiner ordnungsgemäßen An- und Abmeldung der einzelnen Mitarbeiter gekommen ist bedauert der BR auch. Hier ist aber der BR der Falsche Adressat, da es eigentlich nicht in seiner Zuständigkeit liegt. 3.Weiter bitten wir darum in Zukunft abstand davon zu nehmen. BR Termine und Inhalte daraus Gegenstand zu ihren Sitzungsterminen zu machen. Hier könnte der BR eine Behinderung seiner BR Arbeit sehen. Der BR würde sich freuen wenn diese 3 Punkte auf den kurzen Wege aus der Welt geschaffen werden könnte. Gerne landen wir sie dazu auch ein mit uns mündlich in unseren Räumen dazu eine Möglichkeit zu finden.

G
ganther

06.10.2020 um 01:29 Uhr

als AG würde ich über deine Nachricht müde lächeln lieber Dummer Hund....

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