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Mobbing, Abmahnungen, Versetzung

Y
ynnoc1959
Jan 2018 bearbeitet

Ich brauche dringend Eure Hilfe. Habe mich vor 1,5 Jahren schon mal an Euche gewandt. Seit ich im BR bin werde ich gemobbt. Zuerst wurde ein Leiharneitnehmer auf mich angesetzt. Ich bekam eine Abmahnung, dass ich ihn nur hätte Hilfsarbeiten machen lassen, was nicht stimmt und ich beweisen kann. Nachdem er die versprochene Stelle nicht erhalten hat, hat er mir erzählt, dass der GL ihn auf mich angesetzt hat. Dann bekam ich eine Abmahnung, weil ich angeblich die Auszubildende ständig angeschrieen und sie Bestellungenhätte 10 mal schreiben lassen. Komischerweise wurden ihr danach 60 Minusstunden erlassen und mein Abteilungsleiter fragte mich, ob ich eifersüchtig auf sie wäre, weil sie so jung und hübsch ist; sie hätte halt andere Dinge im Kopf als ihre Arbeit (sie war damals 17, ich 49). Dann bekam ich eine Abmahnung wegen Kompetenzüberschreitung (am Nachmittag vor Weihnachten). Jetzt bekam ich eine Abmahnung, weil ich angeblich bei einer Kollegin Dinge über andere erzählt habe. Diese Kollegin, die das gesagt haben soll, wurde aus dem Schreibzimmer auf eine wesentlich höher dotierte Stelle versetzt, die sie aufgrund ihrer Ausbildung nur auf Anweisungen ausführen kann. Ständig wurde ich vom Abteilungsleiter gemobbt mit Dingen, die angeblich irgendjemand über mich erzählt hat. Ich arbeite selbständig im Einkauf und bearbeite neben anderen Projekten auch Projekte, die die MIllionen übersteigen. Ich bekam immer mehr Arbeit. Ihr habt mir damals geraten, nicht aufzugeben und um meinen Arbeitsplatz zu kämpfen. Ich bekam angeboten, ein halbes Jahr volles Gehalt zu bekommen, um mich in Ruhe bewerben zu können, danach wäre das Arbeitsverhältnis beendet. Als ich das abgelehnt hatte, bekam ich den Vorschlag, 2-3 Tage/Woche zu Hause zu bleiben, um mich in Ruhe um eine neue Stelle kümmern zu können. Dann war in unserer Tageszeitung eine Einkaufsstelle eines unserer Lieferanten ausgeschrieben und mein Abteilungsleiter hat mich darauf angesprochen, warum ich mich dort nicht beworben habe. Das kam mir spanisch vor und ich vermutete, dass unsere Firma dem Lieferanten die Stellenanounce bezahlt und ihm geraten hat mich einzustellen, wenn ich mich bewerbe und sie zahlen noch ein paar Monate das Gehalt und er kann mich dann während der Probezeit wieder entlassen. Obwohl ich mich vorher schon ein paarmal beworben hatte, habe ich das dann eingestellt, da ich mir nicht mehr sicher war, wo wer die Hände drin hat. Mit meinen Kollegen, Bauleitern, Projektleitern, mit denen ich zusammenarbeite verstehe ich mich sehr gut. Jetzt gingen sie noch einen Schritt weiter und haben mich in unserer Außenlager versetzt. In eine Bruchbude. Dort gibt es noch einen anderen Kollegen, der die LKW's be- und entlädt. Ich habe kein Telefon, kann nur innerhalb der Firma mailen. Es gibt keine separaten Toilettenräume für Mann/Frau. Sie haben nur im Toilettenraum mit zwei Toiletten auf eine Tür ein Bild einer Frau und auf eine Tür ein Bild von einem Mann gehängt. Und das Schlimmste - ich habe keine Arbeit. Es wurde geschrieben, dass ich für 3-4 Wochen versetzt werde. Die Zustimmung des BR wurde nicht eingeholt. Unser BR hat einen Brief geschrieben, dass die Versetzung sofort rückgängig gemacht werden soll und auf §95BetrVG hingewiesen. Unsere GL weiß alles, was wer in welchen BR-Sitzungen sagt. Der BR ist sehr schwach. Auf den Brief hin wurde mir mitgeteilt, dass die Versetzung auch nach den 4 Wochen noch bestehen bleibt. Mein Rechtsanwalt hat gesagt, dass ich da eigentlich nicht hin muss unter diesen Arbeitsumständen, aber wenn ich nicht gehe, werden sie mir erstmal umgehend mein Gehalt sperren. Da ich alleinerziehend bin und meine Söhne noch im Studium bzw. Schule sind, kann ich mir das nicht leisten. Was ratet ihr mir??????

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Community-Antworten (3)

A
azrael_k

12.04.2009 um 12:44 Uhr

hallo ynnoc.. ich glaube nicht, dass du dich mitten in der nacht hinsetzt und diesen traurigen bericht schreibst, um irgendwelche paragaphen von uns zu hören. was du da schreibst ist anscheinend trauriger alltag. es klingt so, als ob du sehr an deinem job hängst und wie du schreibst, hast du existensangst wenn du ihn verlierst. daher kannst du es entweder hinnehmen und dich fragen, ob es dir wert ist, dein geld einfach so mit nach hause zu nehmen -aber ich glaube, dann wärst du kein br-mitglied geworden- oder du begibst dich auf ihre stufe und kämpfst mit ihren mitteln. eine klage wegen mobbing wär ein guter anfang. am besten du besuchst erst mal ein seminar auf kosten deiner arbeitgeber zu diesem thema (was den vorteil hat, dass du aus diesem loch ne weile raus kommst). eine frage nach dem gleichstellungsbeauftragten in eurer firma solltest du auch stellen, da mir die bemerkung über die eifersucht sehr nach sexueller diskrinimierung riecht.. kurz, nutze einfach die legalen möglichkeiten um druck auszuüben. was hast du zu verlieren? einen arbeitgeber, der dich nicht will? eine arbeit, die du nicht mehr ausüben kannst? ruhe vor stress, den du eh schon hast? ich glaube, du weisst eh schon, dass du weiterhin kämpfen wirst. sonst hättest du deinen hilferuf nicht hier gepostet :) ..ich drück dir jedenfalls fest die daumen. liebe grüße und trotz allem ein schönes osterfest ;)

Y
ynnoc1959

12.04.2009 um 17:57 Uhr

Hallo Azareal, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich hänge sehr an meinem Job und habe natürlich Existenzängste. Ja, ich habe mir vorgenommen zu kämpfen. Was habe ich zu verlieren? Mein Anwalt hatt mir schon vor einem Jahr von einer Klage gegen Mobbing abgeraten, denn wenn ich klage, muss ich auch beweisen und Du weißt ja wie das mit den Kollegen ist. Die haben selbst Angst um ihren Job und wollen verständlicherweise nicht gegen die Firma aussagen. Mein Anwalt hat gesagt, wenn ich versetzt werde (da hatte ich nämlich schon länger mit gerechnet) oder gekündigt bekomme, dann können wir dagegen klagen und dann muss die Firma beweisen. Gleichstellungsbeauftra ist leider der Sohn des Firmeninhabers. Der Inhaber hat sich vor vier Jahren zurückgezogen und einen Geschäftsführer eingestellt. Sein Sohn ist allerdings Mitglied der GL und Prokurist und ebenfalls Mobbing- und Gleichstellungsbeauftragter. Danke für den Tipp mit dem Seminar. Das muss ich in Angriff nehmen. Dein Zuspruch hat mir geholfen. Vielen Dank und schöne Ostern.

DN
Der Neue

15.04.2009 um 18:21 Uhr

Hallo ynnoc! Mehrfach habe ich Deinen Beitrag gelesen und konnte nicht glauben was ich da gelesen habe. Das sich Mitarbeiter dafür bereit erklärt haben um gegen Dich zu arbeiten, ist unglaublich und verachtenswert. Eine Klage wegen Mobbing wäre angebracht, wenn Du das Unternehmen verlassen würdest. Aber mit dem Beweis vor Gericht wird es schwer werden, es wird wieder niemand aussagen. Denn einmal Luser immer Luser. Eine weitere Verlängerung der Versetzung wäre nur mit Deinem Einverständnis möglich. Wenn nicht muss diese Versetzung beim Betriebsrat angezeigt werden. Auf die Begründung wäre ich schon jetzt mal gespannt, wie Dein Arbeitgeber diese Versetzung begründen will. Auf jeden Fall würde ich mir bei der Gewerkschaft Rat holen. Ich kann Dir leider im Moment nichts anderes raten, habe Selbsvertrauen, halte durch und zeige Stärke auch wenn es schwer fällt. Schreibe jede Attacke mit Datum und Uhrzeit auf und wer es war. Vielleicht brauchst du es noch vor Gericht Der Neue

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