Hallo liebe auch-Betriebsratsvorsitzende,

wir haben zur Zeit das Problem, daß unsere Geschäftsleitung mit uns eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit abschließen will (eigentlich - laut Arbeitsagentur - MUSS, sonst kann dort kein Antrag gstellt werden).
Nun hätten wir gern (unter anderem) einen Paragraphen drin, der betriebsbedingte Kündigungen für die Dauer der Kurzarbeit ausschließt. Das will die Geschäftsleitung unter keinen Umständen.
Ich habe in den letzten Tagen viele Muster und auch woanders abgeschlossene BVs gelesen, in denen ausnahmslos diese Klausel enthalten war. Also denken wir, wir verlangen nichts ungewöhnliches.

Wir können nun verweigern, diese BV zu schließen, was allerdings für das Unternehmen Kosten in nicht vorhersehbarer Höhe (noch eine Weile volle Gehälter, Einigungsstelle etc.) bedeuten würde. Mit dem Hinweis auf die Personalkosten hat uns die Geschäftsleitung auch schon zu bedrängen versucht.

Was würdet ihr raten? Hart bleiben?

Wir wissen uns noch nicht zu helfen, zumal es bei uns erst seit 17 Monaten einen Betriebsrat gibt und wir die dessen erste Besetzung sind.

Weitere Erläuterungen:
Unsere Firma besteht aus zwei Betriebsteilen und für jeden wird jeweils eine BV geschlossen (was wir gut finden). Der BR der Hauptbetriebsstelle sieht in dem Vorschlag der Geschäftsleitung keine Probleme, für uns sieht es aber eher so aus, als wolle man unseren Betriebsteil auf diese Art und Weise (zugunsten des anderen natürlich) abwickeln. Darauf läßt auch schließen, daß ein von uns hinzugefügter Absatz der BV, daß Arbeiten, die wir selber ausführen können, nicht nach außerhalb gegeben werden sollen, ebenfalls von der Geschäftsleitung gestrichen wurde.