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Bossing einer Betriebsratsvorsitzenden?

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Xinora
Nov 2016 bearbeitet

Hallo, ich bin Betriebsratsvorsitzende und mir werden sämtliche Arbeiten bis auf ein bis zwei Kleinigkeiten weg genommen.

Bis auf BR-Arbeit hab ich kaum noch etwas zu tun.

Ich höre mindestens einmal im Monat das man nicht mehr möchte das ich in der Firma arbeite, jedoch eine Auszahlung zu teuer sei. Eine Vorgesetzte spricht kein Wort mehr mit mir oder reagiert auf meine Anfragen, Sie antwortet nur noch meinen nächst höheren Vorgesetzten.

Ist das Bossing? Kann ich mich irgendwie wehren?

lg Xinora

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Community-Antworten (4)

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DonJohnson

09.03.2009 um 16:25 Uhr

Klar könnte man so nennen. Aber was doch prima ist, ist, dass du dann ja quasi eine Menge zeit hast für die BR Arbeit und wenn du diese richtig gut machst, wirst du bestimmt wieder gewählt - also es könnte in der Tat schlimmeres geben ;-)

Vielleicht solltet ihr den AG mal eine offizielle Freistellung beantragen. Wie das geht, weißt du doch bestimmt...

M
Magenta

10.03.2009 um 00:12 Uhr

Hallo Xinora,

wir hatten bei uns im Betrieb ähnliches. Nutze doch die Zeit eine schöne Betriebsvereinbarung zum Thema Mobbing/Bossing auszuarbeiten, Mobbing-Seminare besuchen, oder in eurer BR-Zeitung/BR-Rundschreiben/ BR-Versamlung Mobbing allgemin thematisieren. Allein die Tatsache das unser BR eine Mobbing-BV in Angriff genommen hat hat geholfen das Mobbing zu unterbinden, den Mobber sind feige und zudem darauf bedacht, dass sie mit weißer Weste dastehen.

Ansonsten solltest du natürlich ein Mobbingtagebuch führen, falls das nicht helfen sollte.

Auf keinen Fall unterkriegen lassen!

DAH
Der alte Heini

10.03.2009 um 02:19 Uhr

Xinora Du bist BR Vors. aber auch eine Arbeitnehmerin. Du könntest dich beim Betriebsrat gem. § 85 BetrVG beschweren und abwarten was passiert. Hier kommt es aber darauf an, wie der BR zusammen hält bzw. hinter dir steht.

Du hast ein Recht auf Arbeit/Beschäftigung. Du könntest mit der Hilfe des Arbeitsgerichts diesen Anspruch einklagen, dann könnte der Arbeitgeber dem Arbeitsgericht sein Verhalten erklären und mit einem guten RA wirst du schon einiges bewegen können.

Auch könnte der BR beginnen seine Mitbestimmungsrechte abzuarbeiten. Da öffnet sich ein weites Feld was man da beackern kann. Aber dazu benötigst du die Mehrheit im BR.

Wer Veranstaltet den die Benachteiligung, der Arbeitgeber/Geschäftsführer selbst oder Vorgesetzte?

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Xinora

10.03.2009 um 08:24 Uhr

Danke Euch. Die Geschäftsführung veranstaltet das Mobbing. Mein Rechtsanwalt wird diese Woche meinen Arbeitsbereich versuchen einzuklagen, ich selber gehe gleich erstmal zum Doc da ich im Moment wie erschlagen bin. (Kurzatmig, städig müde, Kopfweh, keine Ahnung ob das davon kommt). Eine BV zu vereinbaren geht im Moment leider nicht, da wir am 16.04.09 Neuwahlen haben und unsere verschiedenen ausgegliederten Firmen einen BR Wählen also anstatt 51 dürfen nun 162 wählen. Es gibt Listenwahl, das heisst 2 Listen (eine davon sehr GF freundlich) und auf meiner stehe ich ganz oben, so dass ich auf jeden Fall wieder in den BR gewählt werde.

Man hat mir gesagt man möchte das ich sofort gehe, die GF möchte nicht einen so gewerkschaftsorentierten und Mitarbeiterorentierten Betriebsratsvorsitzenden, sondern einen der mehr ans Unternehmen denkt, und das sieht die GF nicht in mir. Sie sagen ich bin zu meinungsbildend im BR und die anderen wären nur Trittbrettfahrer im Gremium.

Vielen Dank für all die lieben Antworten.

Xin

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