Befragung von Beschäftigten
Hallo @all unser GF will nicht, dass wir auf einer Betriebsversammlung eine Wandzeitungsbefragung mit den Beschäftigten durchführen und ihn dafür aus dem Saal schicken. Er meint, wir müssen diese Befragung vorher mit ihm abstimmen - den Inhalt der Fragen, die Auswertung der Antworten usw.... Er sagte uns, dass er sich gegen diese Befragung wehren wird. Auch meinte er, dass das Thema um das es geht - psychische Gefährdung und Stress am Arbeitsplatz in Verbindung mit der Gefährdungsbeurteilung - nur das Thema des ASA ist und deshalb nicht auf eine Betriebsversammlung gehört..... Was meint ihr dazu? Darf er dass überhaupt? Wie sieht es bei euch aus? Werden Befragungen als regelmäßiges Instrument der BR-Arbeit bei euch eingesetzt?
Community-Antworten (9)
24.02.2009 um 23:15 Uhr
Die Ruckkopplung mit den Kollegen ist sehr wichtig. Bei Befragung der Kollegen hat der AG nicht mitzureden.
Problematisch ist der Ansatz dass man das auf einer Betriebsversammlung ohne den AG macht. Den AG kann man nicht so einfach aus den Saal werfen. Er hat ein Anwesenheitsrecht..
Mich würde ja mal interessieren was Ihr die Kollegen für die Gefährdungsbeurteilung da fragen wollt. Als AG würde ich mich auch wehren dass eine solche Befragung in die Gefährdungsbeurteilung miteingeht. Ich würde eine Gefährdungsbeurteilung nur zusammen mit einem Arbeitswissenschaftler machen der dann mittels einer zwischen AG und BR abgestimmten Methode die MA befragt. Da nützen Alleingänge einer Seite gar nichts....
24.02.2009 um 23:51 Uhr
@glori schau mal hier rein, ist 'ne gute Sache, haben wir gerade gemacht. Ist nur die Frage, ob der AG dabei mitmacht, weil, kostet Geld, und was aus den Ergebnissen für Konsequenzen gezogen werden, kostet meistens auch Geld. ;-( Oder gib einfach dgb gute arbeit bei Google ein, da machen sich ganz viele interessante Seiten auf.
25.02.2009 um 00:29 Uhr
@paula gut, vielen Dank. Also die Gefährdungsbeurteilung machen wir natürlich nur mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Es geht im Prinzip darum, dass wir die Befragung allgemein halten, das heißt, wo sehen die Beschäftigten Probleme, wo benötigen sie Hilfe von uns als Betriebsrat, wie schätzen sie ihre derzeitige Arbeitssituation ein, in Bezug auf psychische Gefährdung. Dann soll erklärt werden, dass es das Instrument Gefährdungsbeurteilung gibt und dass es zum Beispiel auch die Überlastungsanzeige gibt, die ein Werkzeug für die Beschäftigten sein kann.
@nadine ja, genau darauf zielt diese Befragung hin - auf den DGB-Index Gute Arbeit. Wir haben dazu sehr gutes Material von Ver.di bekommen, was wir dann nutzen werden.
25.02.2009 um 00:31 Uhr
achso und nochmal @paula.... wir "werfen" ihn nicht aus dem Saal, wir haben ihn höflich gebeten für die Zeit der Befragung den Raum zu verlassen, um die Befragung möglichst für alle zwangfrei und anonym zu gestalten. Er ist ja vorher bereits lange auf der Versammlung anwesend.
25.02.2009 um 00:39 Uhr
ich würde aber das nicht nur mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit. machen. Holt Euch einen echten Profi! Es gibt wirklich gute Arbeitswissenschaftler. Aufgrund einiger Schwierigkeiten haben wir nun den 2. Sachverständigen dabei. Gerade bei dem Thema psychische Belastung ist ein systematische und wissenschaftlich abgesicherte Methode wichtig
25.02.2009 um 10:39 Uhr
Wir arbeiten sehr gut und intensiv mit der für uns zuständigen Verwaltungsberufsgenossenschaft zusammen. Ein Mensch von der Berufsgenossenschaft könnte z.B. bei eurer nächsten Betriebsversammlung einen Vortrag zu diesem Thema halten. Jedenfalls sind sie fachlich gut drauf und werden darüberhinaus auch noch von den Arbeitgebern bezahlt, ohne dass sie arbeitgeberlastig sind. Zumindest ist das meine Erfahrung.
25.02.2009 um 12:03 Uhr
Warum muss diese Befragung auf der Betriebsversammlung sein, warum nicht einfach vorher, dann bis zur Versammlung auswerten, dann kann der AG ja dabei sein. Die Anonymität bleibt auch so gewahrt. Der AG hat ein Teilnahmerecht an der BV.
25.02.2009 um 15:01 Uhr
@ glori, habe dir grade etwas wegen Hausrecht gesendet hoffe es kommt an. WICHTIG ist immer die einladung und die Absprache wann wer wie lange redet.SICHER kann der BR den AG auffordern den Saal zu Verlassen n, ABER DAS würde ich vorher im Rahmen der Zusammenarbeit VERNÜFTIG klären. Umfragen sind bei uns gang und gebe, wir machen immer eine "Gerüchteküche.." das heisst wir stellen einen Topf mit Grilldreibein auf und dort könnte jeder "ohne nam,en und rang" was rein werfen, das wiederum wird in der pauseausgewertet und dann vorgetragen. Oft muss GF dazu Stellung Beziehen. Aber das stört sie nicht meine Goldi maus Redte gerne und hört sich auch gerne mal die Belange der Firma an, leider neigt sie dazu mit ihren Spitzen die Mas den BR in die Arme zu treiben, finde ich von der seite echt nett von ihr besonders beim Streik , half sie so unsere reihen zu erweitern. Ich hätte ihr dafür damals gerne ein Bussi gegeben, aber ich weis ja nicht ob sie nicht hinterher mehr will und das geht ja nicht wegen meiner Midi ..... So ich schreibe wieder mal nur bla bla ... Ist ja auch egal Hauptsache wir haben uns alle lieb und ich habe die Bleckberry gefressen (im warsten sinne)
25.02.2009 um 15:36 Uhr
@waschbär, tausend Dank für deine Mail und auch für die Nachricht hier. Ja, bisher hatten wir es mit Absprache versucht, was die Redezeit betrifft. Da er sich nie daran gehalten hat, habe ich ihm nun mitsamt der Einladung auch noch eine extra mail geschickt, in der es deutlich wird, wie lange seine Redezeit ist und auch, dass wir möchten, dass er dann zu der Umfrage möglichst geht. Alles ganz höflich und nett, so dass es eigentlich auch hätte ganz gut ankommen müssen.... das war nicht so ... ;-) Den Vorschlag mit eurer Gerüchteküche finde ich auch nicht schlecht und werde ihn sicherlich bei der nächsten Betriebsversammlung mit aufgreifen ... dieses Mal wollen wir auch noch einen "Baum der Erkenntnis" machen: jeder MA bekommt Kärtchen in Blattform und darf dort drauf schreiben, was ihm an seiner Arbeit das Wichtigste ist. Dann wird es aufgehängt und ich bin mal gespannt, was dabei heraus kommt. Aber ganz klar find ich auch, dass Umfragen ein wichtiges Instrument sind, mit dem der BR sehr gut arbeiten kann und auch sollte. Das das eben manchem AG nicht so gut finden, ist halt deren Problem.
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