Anhörung eines MA durch BR bei Kündigung - muss oder kann?
Guten Morgen, habe eine Frage zu Kündigung eines AN. Muss der Betriebsrat einen von Kündigung betroffenen MA innerhalb der Anhörungsfrist anhören, oder kann er ihn anhören.
Community-Antworten (6)
09.02.2009 um 11:38 Uhr
@ pauli
§ 102 BetrVG spricht von " soll anhören", etwas weniger als "muß", etwas mehr als "kann"
sinn macht es allemal..........
09.02.2009 um 13:57 Uhr
@pauli Muss nicht, aber es wäre schön.
09.02.2009 um 16:32 Uhr
soll, muß, kann... wie auch immer; jeder BR wäre gut beraten, wenn er sich immer die Version des AN vor der Beschlussfassung anhört;
09.02.2009 um 16:49 Uhr
@all um es mal wieder ganz einfach auszudrücken, soll heißt muß, wenn man kann! ;-)
09.02.2009 um 19:51 Uhr
@pauli
ich denke doch, daß jeder BR sich die Mühe machen sollte , - wenn es eine Mühe ist -, und sich doch wenigstens den/die Mitarbeiter/in anhören sollte, weil für die Mitarbeiter sind wir ja schließlich in erster Linie als Betriebsräte da. Denn nur wenn wir alle Seiten gehört haben, können wir auch objektiv entscheiden. Schon allein deshalb ist es für mich ein "muß". Wie oft fällt der Spruch: wenn ich das gewusst hätte,dann hätte ich doch ganz anders entschieden.
Friedr
10.02.2009 um 10:31 Uhr
Friedr, gegen dieses von Dir postulierte, absolute "Muss" möchte ich widersprechen. Der Passus im 102 (2) bezieht sich auf ordentliche und auf außerordentliche Kündigungen. Der Nachsatz "... soweit dies erforderlich scheint...." ist in höchstem Maße interpretierbar.
Ich habe gerade so einen Fall (fristlos) gehabt, in dem der Sachverhalt an sich und die Einlassungen des Betroffenen ggü. der GL so eindeutig sind, dass ich mir als BR die Konfrontation mit einem guten (aber leider entgleisten) Kollegen ersparen möchte, insbesondere wenn ich nur Bedenken äußern will. Da komme ich dann gerne zu dem Schluss, dass ein Gespräch nicht " ... erforderlich scheint...."!
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