Als Zeuge fungiert, der die Übergabe einer Kündigung quittiert
Ich bin in der Funktion der Sekretärin der Betriebsleitung zur Übergabe einer Kündigung in der Probezeit gebeten worden, um ausschließlich die Übergabe zu bestätigen. Nun bin ich ebenfalls BR Mitglied. Ich habe den Mitarbeitenden daher im Anschluss unter vier Augen über seine Rechte aufgeklärt und ihm Ansprechpersonen aus dem BR genannt. Ihm ebenfalls geraten sofort die BR Vorsitzende aufzusuchen. Die Betriebsleitung hat umgehend nach der Übergabe des Kündigungsschreiben die BR Vorsitzende über den Vorgang informiert. Die BR Vorsitzende war in die Planung der Kündigung bereits involviert (was ich nun erfahren habe), wirft mir aber nun öffentlich im Rundschreiben an alle BR Mitglieder vor, die Rechte des MA und meine Pflichten als BR Mitglied verletzt zu haben. Zwar ohne Nennung meines Namens, welcher aber klar durch den Ort/ Betriebsteil der ausgesprochenen Kündigung hervorgeht. Es ist nicht der erste Vorfall des Mobbings meinerseits durch die BR-Vorsitzende. Wie soll ich weiter vorgehen?
Hier der Text aus der Mail der BR Vorsitzenden "Darüber hinaus noch eine dringende Anmerkung: Wenn einer Betriebsrätin/einem Betriebsrat eine solche (zumal illegale) Kündigung bekannt wird (im Besonderen, wenn sie/er als Zeugin beim Kündigungsgespräch anwesend war!), gehört es zu ihren/seinen gesetzlichen Pflichten, den BR resp. seine Vorsitzende darüber unverzüglich zu informieren - Telefon 02...........! Dies ist hier nicht der Fall gewesen und ich möchte Euch dringend bitten, derartige schwerwiegende Verstöße gegen Eure Amtspflichten künftig zu unterlassen.
Community-Antworten (3)
18.02.2020 um 14:02 Uhr
Sehr seltsames Gebaren, und unsinnig noch dazu. Denn erst einmal ist es für den Kollegen/die Kollegin von Vorteil, wenn der BR nicht ordnungsgemäß angehört wurde, da die Kündigung deshalb zunächst unwirksam ist. Das Gesetz, aus dem die Vorsitzende die von ihr erwähnte Pflicht herleitet, soll sie doch bitte mal benennen. Sprich sie doch bei der nächsten BR-Sitzung darauf an. Frage auch nach, welche Rechte des Mitarbeiters genau Du verletzt haben sollst. Das Ganze hört sich für mich ein bisschen nach Theaterdonner eines Person an, die alle Fäden in der Hand halten möchte. Die Vorsitzende ist NICHT die Chefin des Betriebsrates.
Gruß Enigmathika
18.02.2020 um 14:07 Uhr
Ich werde aus dem Sachverhalt und der Mail nicht schlau.
Ist der BR vor der Kündigung anghört worden?
Eine Amtspflicht des einzelnen BRM den BRV über solch eine Kündigung zu informieren kenne ich nicht. Es ist Aufgabe des Arbeitgebers den BR (in persona BRV) zu informieren und anzuhören. Wichtig ist, den Gekündigten über seine Rechte zu informieren, bzw, wo er entsprechende Informationen herbekommt.
18.02.2020 um 15:01 Uhr
Ich würde die Mail in der nächsten Sitzung ansprechen. Deutlich machen, das dies völliger Müll ist (ggf. etwas netter ausdrücken) und den BRV (vielleicht auch nett) fragen, für was er sich hält.
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