Vertrauensbruch - können wir als BR gegen den "Kollegen " der alle angeschwärzt hat vorgehen?
Liebe kollegen , Ich arbeite in einem dienstleistungsunternehmen und wir machen regelmäßig objektbesuche bei unseren mitarbeitern . Die besuche laufen folgendermaßen ab : Wir stellen uns vor , bitten die führungskräfte hinaus um ein ehrliches feedback zu bekommen und sprechen dann kritik bzw. verbesserungsvorschläge mit den führungskräften und/oder deren vorgesetzten durch . Selbstverständlich notieren wir zum schutz unserer MA keine namen oder wer was gesagt hat . Wir haben den Ma garantiert das egal was angesprochen oder kritisiert wird nicht weitergetragen wird denn 90% der kollegen haben keinen festvertrag . Leider hatte wohl einer der anwesenden kollegen im anschluss an das gespräch nichts besseres zu tun als gleich zum chef zu rennen und ihm haarklein zu berichten wer was gesagt hat . Das hatte zur kosequenz das bereits ein ma gekündigt wurde und das vertrauensverhältnis zum BR verständlicherweise empfindlich gestört ist . Nun zu meiner frage : können wir als br gegen den "kollegen " der alle angeschwärzt hat vorgehen ? Meiner meinung nach ist das ein ganz krasser vertrauensbruch .
Community-Antworten (3)
28.11.2008 um 16:21 Uhr
Vertrauesbruch JA ob er aber nicht sanktionsfähig ist???
Es wäre zu prüfen ob er unter die Regelungen nach § 79 IV i.V. mit §§ 82, 83 fällt und damit ggf. sanktionsfähig wird.
Ist es überhaupt belegbar, dass ein BR-Mitglie hier zum AG ging? Wenn ja, hat er gepetzt oder "nur" Sachverhalte mit dem Ziel der Abhilfe vorgetragen? Wollte er dem AN schaden?
Es war hier ja nur eine personenbedingte Kündigung möglich. Hatte der BR der Kündigung zugestimmt? Wurde die Kündigung gerichtlich geprüft also Kündigungsschutzklage erhoben? Dann hätte in dem Kündigungsschutzprozess es ja auch zu Aussagen kommen müssen, ob dem BR hier ggf. ein schuldhaftes Mitverschulden an der Kündigung zuzurechen ist.
28.11.2008 um 18:49 Uhr
danke für die schnelle antwort leider habe ich die frage nicht eindeutig genug formuliert . Es ist kein kollege aus dem Br zum Chef gegangen sondern ein Mitarbeiter der an dem gespräch teilgenommen hat .
28.11.2008 um 18:59 Uhr
Da kann man denn nur mit dem Koll. reden und ihn vielleicht einmal darauf hinweisen, dass er sich damit "keine Freunde" schafft auf die er vielleicht auch einmal angewisen ist.
Weiter auch das hierzu angebotene Seminar besuchen um weitere Kenntnisse und Anregungen zu erfahren. ;-)
Verwandte Themen
Vertrauensbruch
Wir haben eine Kollegen der eine Krankheit vorgetäuscht hat, der Arbeitgeber hat sich gewundert wieso er nach 3 Tagen schon wieder auf Arbeit ist. Der angebliche kranke Kollege hat erzählt das er rean
Vertrauensbruch gegenüber Mitarbeiter
Hallo, ich habe folgenden Fall. Ein Betriebsratsmitglied (Position: Assistent der Bereichsleitung) hat von einem Mitarbeiter (Position: Leitung Projektmanagement), welche ihm für kürzere Zeit übe
BR-Vorsitzende schwärzt mich bei HR an
Hallo zusammen, ich bräuchte mal eure Hilfestellung bzw. euren Rat. Ich bin in der Abteilung „Debitorenmanagement“ (mit ca. 50 Kollegen/innen) in einer Teilgesellschaft für ein großes Unternehmen t
Inhalt eines BR-Herzens (nur für Hartgesottene aus der Psycho-Ecke...)
Liebe Mitstreiter! Darf ich euch mein Betriebsratsherz ausschütten? Bin gerade mal wieder ziemlich Ende. Aber mehr wegen meiner BR-Kollegen... Ist ne ziemlich verzwickte Angelegenheit. Deshalb: wer ke
Alleingang BR-Vorsitz gegen Beschluss des Gremiums - welche Konsequenz?
Hallo, ich habe folgende Frage, folgendes Problem: Der Vorsitz eines BRs unterscheidet sich in der "Bevollmächtigung" gegenüber des Gremiums lediglich in der Aufgabe des Sprachorgans und "Postempfän