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BR Vorsitzender - Motivator oder Bremser?

H
hgc.micha
Jan 2018 bearbeitet

Hallo, Aus unserem bisher langweiligen Gremium versuchen wir seit einiger Zeit eine "schlagkräftige Truppe" zu formen. Mittlerweile beteiligen sich 8 von 11 BR Mitgliedern an unserer Arbeit, einige haben sogar eigenverantwortlich Fachbereiche (Sucht, Schwerbehinderung, usw.) übernommen. Betriebsversammlungen werden vernünftig geplant und es finden sich auch dort genügend BR Mitglieder die einen Redebeiträge übernehmen. Urlaubsvertretungen, Gespräche mit der GL, Seminarbesuche, BR Sprechstunden in unseren Niederlassungen und sonstige Dinge werden ohne Probleme gemeistert. Auch gemeinsame Unternehmungen (Fahrradtour, Teilnahme an einem Volkslauf, gemeinsames Grillen) in der Freizeit wurden schon zusammen durch geführt. Alles in allem eigentlich alles auf einem gutem Weg - Jetzt kommt das große ABER: Unser BR Vorsitzender spielt sich immer mehr ins Abseits, er jammerte bisher immer über die Zustände im "altem Gremium", er müsse alles alleine machen. Jetzt merkt er das durch die Neuerungen aber auch unter Zugzwang steht und versucht bei jeder Gelegenheit uns zu bremsen. Egal um was es geht, er sieht nur unlösbare Probleme und sucht nach dem Haar in der Suppe. Anstatt die BR Mitglieder zufördern und zu unterstützen, versucht er nur weiterhin seine bekannte langsame und zu Nichts führende Art durch zusetzen. Mittlerweile hat er extreme Existenzängste um seine freigestellte BR Tätigkeit, da er auf keinen Fall mehr „Normal“ arbeiten möchte. Er hat enorme Probleme mit dem Reden vor der Belegschaft und versucht deshalb jeder Betriebsversammlung aus dem Wege zugehen, schlimmer noch – er versucht diese Versammlungen sogar zu verhindern. Alle Versuche mit Ihm über unsere Probleme zu reden führen zu nichts, Angebote über Schulungsmaßnahem schlägt er aus. Mittlerweile hat er seine Glaubwürdigkeit, seinen Respekt und alles was dazu gehört verloren.

Meine Frage: Was sollte nach eurer Meinung nach ein guter BR Vorsitzender für diesen Job mitbringen? Wie sieht es in euren Gremien aus? Wie lange sollte Mann dem „alten“ Vorsitz Zeit geben um mit der Zeit zugehen?

4.37603

Community-Antworten (3)

K
klinik

15.09.2008 um 12:41 Uhr

Hallo Micha,

jede Erneuerung kostet Kraft und Verständnis. Wir pflegen bei uns immer das offene Wort miteinander. Fragt euren BRV ob er zukünftig diesen Weg mit Euch gemeinsam geht. Den entscheidend ist ja dass er als BRV eure Beschlüsse beim AG vertritt. Wenn er es nicht will kann er ja als BRV zurücktreten und trotzdem im BR bleiben.

F
Fuxx

15.09.2008 um 12:44 Uhr

Hallo Da habt ihr ja eine vorbildliche Truppe zusammen. Ich wünschte mir, das wäre bei uns auch so. Genau so sollte es sein! Das ist gelebte Demokratie. Zu eurem BRV: Entweder er lernt ganz schnell, oder seine Zeit ist gezählt. Wenn er Redeangst hat, sollte er ganz schnell eine entsprechende Schulung besuchen. Nur das kann ihn dann vor einer Abwahl bewahren. Macht ihm das mal klar.

B
BR-Hexe

15.09.2008 um 14:01 Uhr

Hallo Micha, in gewisser Weise ist die Reaktion Eures BRV verständlich, er hat Angst vor Veränderung und sieht seine Freistellung in Gefahr. Zum einen sollte man ihm klarmachen, das ein jetztiges Verhalten nicht gut ist für das Gremium und ihm aufgeben, entweder mitzuziehen oder das BRV-Amt niederzulegen Wenn die Mehrheit von Euch für Betriebsversammlungen ist, dann muß er sich unterordnen und den Beschluss umsetzen, Weierung zur Schulung zu fahren ist auch nicht drin. Bei uns ist eher so, das der ein oder andere motiviert werden muss, mehr im BR mitzuarbeiten, Hauptlast liegt bei BRV, da bei dieser Finktion auch alles zusammenläufdt, und Stelli, aber die Ausschüsse haben z.B. einmal in Monat dem Gremium zu berichten und die zugeteilten Aufgaben zu erfüllen. Deine Frage wie lange ihr ihm noch Zeit geben sollt, müßt ihr Euch letztendlich selbst beantworten. Ein guter BRV reißt nicht alles an sich, motiviert und koordiniert die BR-Arbeit mit.

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