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Befristeter Vertrag Schwangerschaftsvertretung

B
Biggy
Nov 2016 bearbeitet

Hallo Kolleginnen und Kollegen Könnt ihr mir weiter helfen . Wir haben eine Mitarbeiterin die mit Sachgrund (Schwangerschaftsvertretung) befristet eingestellt wurde. Nun ist die Mitarbeiterin die in Elternzeit ist wieder schwanger, gilt dann der Vertrag weiter in der erneuten Schangerschaft oder endet er wenn die Elternzeit der ersten Schangerschaft abläuft.Die Mitarbeiterin soll nach ablaufen ihrer Befristung nicht übernommen werden.

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Community-Antworten (5)

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Angi1

22.08.2008 um 12:25 Uhr

Hallo Biggy,

der Vertrag endet mit der ersten Schwangerschaft. Im Vertrag muß der Name der Person stehen, sowie das Ende der Elternzeit. Aber ein neuer mit Sachgrund befristeter Vertrag kann mit der neuen Schwangerschaft der Mitarbeiterin wieder abgeschlossen werden, auch wenn dieser nicht gleich im Anschluss erfolgen kann.

MfG Angi1

H
HF

22.08.2008 um 12:29 Uhr

Warum soll sie übernommen werden?? Die Befgristung ging von.. bis.... Schön wäre es ja wenn man sie übernehmen könnte, ein Arbeitsloser dann weniger, aber die Gesetze sagen nun mal was anders. Ich würde mit Eurem AG versuchen zu reden ob sie, entweder als Vollkraft eingestellt werden kann oder zumindest die Befristung verlängert wird, denn es ist ja laut LAG Nürnberg, Urteil vom 19.03.2008, Az.: 4 Sa 673/07 ja jetzt möglich, Befristung mit Sachgrund dürfen jetzt auch ohne Sachgrund verlängert werden. Das ist halt jetzt Verhandlungssache, setzt Euch stark für Sie ein, ich drück Euch die Daumen.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Urteile_Versetzungsklausel_LAG-Nuernberg_4Sa673-07.html

B
Biggy

22.08.2008 um 12:43 Uhr

Ach schön..... habe gerade erfahren in dem Vertrag steht: Befristung bis zur Wiederaufnahme der Arbeit von Frau XY. die in Elternzeit ist. Somit dürfte doch der Vertrag nicht enden da die besagte Mitarbeiterin ihre Arbeit nicht aufnimmt. Oder sehe ich das falsch.

H
HF

22.08.2008 um 13:03 Uhr

Hab da was interessantes gefunden:

Schwangerschaftsvertretung "Sofern der Arbeitsvertrag nicht genau auf einen festgelegten Tag bestimmt ist, kann daraus ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung entstehen. Formulierungen wie "Bis Ende der Schwangerschaft" oder "Ende des Erziehungsurlaubes" sind nicht zulässig; es muss ein konkretes Datum genannt werden. Wird das Datum nicht genannt, wird der Zeitvertrag in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt. (BAG, 7 AZR 243/94)"

Schwangerschaftsvertretung: Muss zeitlich genau befristet sein

Bei befristeten Verträgen, die zur Vertretung von Arbeitnehmerinnen im Erziehungsurlaub geschlossen werden, muss das Ende des Arbeitsverhältnisses auf den Kalendertag genau festgelegt werden. Anderenfalls besteht für die Aushilfskraft Anspruch auf Weiterbeschäftigung.

Bei befristeten Verträgen, die zur Vertretung von Arbeitnehmerinnen im Erziehungsurlaub (Schwangerschaftsvertretung) geschlossen werden, muss das Ende des Arbeitsverhältnisses auf den Kalendertag genau festgelegt werden.

Wer als Schwangerschaftsvertretung einen Job annimmt, sollte unbedingt das Kleingedruckte lesen. Der Vertrag muss immer eindeutig befristet sein. In der Regel ist das das Ende der Elternzeit. Wer vor Ablauf dieser Frist kündigen will, braucht oft die Einverständniserklärung des Arbeitgebers und einen Aufhebungsvertrag.

Die Befristung ist zulässig, wenn es dafür einen "sachlichen Grund" gibt. so z.B., wenn der betriebliche Bedarf für den Arbeitnehmer nur vorübergehend ist oder der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers eingestellt wird (z.B. Schwangerschaftsvertretung).

Arbeitnehmer (AN) wurde lt. Arbeitsvertrag befristet als Schwangerschaftsvertretung eingestellt. Nun ist die ehemals Schwangere seit 3 Jahren wieder berufstätig und AN ist immer noch beschäftigt, allerdings ohne neuen Vertrag.

http://www.datentransfer24.de/Arbeitsrecht24.html

B
Biggy

22.08.2008 um 13:09 Uhr

Danke für die schnelle Hilfe, wieder einen Arbeitsplatz gerettet :-)

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