ERA-Kostenneutralität
Wir sind ein Betrieb mit 420 MA, Tarifgebiet Südbaden in der Metall u. Elektroindustrie. 2007 wurde ERA-eingeführt. Wir befinden uns jetzt in der Reklamationsabarbeitungsphase. Damals hat es nur so Reklamationen gehagelt. Wir haben in der paritätischen Kommission schon einige Reklamationen zu gunsten der AN durchsetzen können. Jetzt kommt aber seitens des AG immer wieder das Argument, die Kosten würden aus dem Ruder laufen und die betriebliche Kostenneutralität könne nicht eingehalten werden. Nun rechnet der AG mit einem Prognoseprogramm von Südwestmetall, wir als BR mit einem der IGM! Wir haben komplett verschiedene Ergebnisse. Nun aber der Oberhammer! Wir als BR haben verschiedene Programmversionen. Und jede bringt ein anderes Ergebnis. Oder auch Ergebnisse, die niemals stimmen. Fragen bei der Verwaltungsstelle sind komplett sinnlos, da die "Experten" m.E. auch keinen blassen Schimmer haben. Nun ist die Frage der Kostenneutralität meines Erachtens aber die Wichtigste überhaupt, weil immer wieder mit Verrechnung von Weihnachtsgeld usw. gedroht wird. Und wenn ich hier kein gescheites Ergebnis habe, bin ich hilflos. Wie habt ihr das so gemacht??? Die meisten unserer Betriebe in der Nachbarschaft haben einfach die Ergebnisse der Arbeitgeber so angenommen, ohne Überprüfung! Das ist aber nicht in meinem Sinne!!
Community-Antworten (1)
21.08.2008 um 21:45 Uhr
Hallo ERAlinchen,
wie kann es sein,dass ihr euch heute noch in der Reklamationsphase befindet, wenn ihr ERA schon 2007 eingeführt habt? Mit Einfühung ERA müssen doch alle Widersprüche abgearbeitet sein.
Wir befinden uns auch gerade in der Widerspruchsphase. Tarifgebieit OS-EL und da muss bis Einführung ERA ( bei uns der 01.01.2009) alles erledigt sein. Das Kostenprognoseprogramm haben wir aus dem Tarifgebiet NRW übernommen und auf unsere Bedingungen angepasst. Das klappt hervorragend. Durch Aufstocken des ERA Anpassungsfond mit den Strukturkomponenten aus 2006, 2007 und 2008 ist genug Masse vorhanden um auch die Kosten über den 2,79%igen Anpasungsfond zu kompensieren.
Die Erfahrung, dass die Gewerkschaft leider keine große Hilfe war, haben wir auch gemacht. Die Betriebsparteien bei euch sollten sich m. M. nach erst mal auf ein Kostenprognoseprogramm einigen damit beide Seiten von gleichen Ausgangsvoraussetzugen ausgehen können.
Gruß
Sonni
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