Interen Stellenausschreibung
Hallo Betriebsräte
Muß der Betriebsrat schrieftlich die Geschäftsführung auffordern das wenn Arbeitsplätze die neu bestzt werden sollen erst intern auszuschreiben sind ?
Wo finde ich das? Wo steht das? Hat jemand ein solches Schreiben wenn ja sende es bitte zu .
Danke für eure Mühen
Community-Antworten (8)
23.03.2008 um 12:14 Uhr
Betr.V.G.§93
23.03.2008 um 16:34 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren. Hiermit machen wir von unserem Recht nach §93 BetrVG gebrauch und fordern Sie auf, zukünftig zu besetzende Stellen zukünftig intern auszuschreiben. Weiterhin machen wir Sie auf §92 BetrVG aufmerksam, welcher besagt, dass Sie als Arbeitgeber die Personalplanung mit uns, dem Betriebsrat, zu besprechen haben. Um unser Anliegen genauer zu difinieren, empfehlen wir diesbezüglich eine Betriebsvereinbarung mit uns abzuschließen.
MfG Big Boss Betriebsrat
hihi - so oder so ähnlich - hihi
Frohe Ostern
23.03.2008 um 17:32 Uhr
Antwort der GL:
Sehr geehrter BBB,
selbstverständlich werden wir Ihrem nach einer internen Ausschreibung nachkommen. Unsere schon bisher vorbildliche Einstellungspolitik werden wir deshalb aber nicht ändern. Ein Gespräch über die Personalplanung können wir leider für Sie nicht vorsehen, da es bei uns eine solche Planung nicht gibt. Ob Stellen geschaffen werden oder nicht oder ob Arbeitsplätze in Zukunft wegfallen entscheidet unser größer Anteilseigner aus den USA auf Grund seiner überragenden Erfahrung völlig spontan. Er läßt sich dabei nur von seinem untrüglichen Geschäftssinn und seiner untrügliche Eingebungen leiten.
Für Ihren Wunsch nach einer Betriebsvereinbarung sehen wir keinen Ansatzpunkt. Wir sollten an unserem schwarzen Brett lieber sinnvolle Betriebsvereinbarungen veröffentlichen.
Hochachtungsvoll
Dr. Machtvoll
23.03.2008 um 18:56 Uhr
Sehr geehrter Dr. Machtvoll.
Leider können wir ihrer Argumentation bezüglich der "bisher vorbildlichen Einstellungspolitik" nicht folgen. Heirzu möchten wir folgendes erklären: Wir machten Sie lediglich auf die fehlende interne Ausschreibung der Stellen aufmerksam. Wir werden weiterhin den Einstellungen, Umgruppierungen, Versetzungen usw. zustimmen, oder wenn wir meinen es wäre nötig, die Zustimmung verweigern. Das wir diesbezüglich wieder einige male gegensätzlicher Meinungen sind, liegt vermutlich an ihrer Meinung, uns nicht über die Personalplanung wie von uns gewünscht und vom Gesetzgeber beabsichtigt, in Kenntnis zu setzen. Hierzu gibt es klare Gesetze, die auch für Firmen mit Hauptanteilseigner in den USA gelten. Außerdem möchten wir sie darauf hinweisen, dass der Betriebsrat keinen weiteren Überstunden mehr zustimmen kann. Zur Begründung: Die Mitarbeiter unseres Unternehmens sind dur permanenten Personalmangel erstens am Rande ihrer Kräfte und zweitens bewegen wir uns schon jetzt am Limit der vom Gesetzgeber zulässigen Stunden. Immer wieder forderten wir Sie auf, sich mit uns über Neueinstellungen zu unterhalten, leider ohne Erfolg. Wie Sie sicherlich wissen, müssen die Überstunden nun ausgeglichen werden. Dieses hat zur Folge, dass weite Bereiche des Unternehmens nicht mehr produktionsfähig sein werden. Wir fordern Sie aus diesem Grund auf, unmittelbar einen Gesprächstermin mit uns über die weitere Personalplanung zu vereinbaren. Wir möchten Sie weiterhin darauf hinweisen, dass eine Zuwiederhandlung gegen unser Verbot von Überstunden, rechtliche Schritte nach sich ziehen wird. Bezüglich der BV interne Stellenausschreibung und Personalplanung wird Ihnen in der nächsten Woche ein Vorschlag von uns übergeben.
MfG BBB
23.03.2008 um 19:27 Uhr
lieber hauy,
hier ein sehr guter link für dich:
einfach kopieren und in einem neuen fenster aufrufen.
23.03.2008 um 20:29 Uhr
Sehr geehrter BBB,
da wir vorausgesehen haben, dass Sie entsprechend reagieren werden hat unser amerikanischer Anteilseigner entschieden die in unserem Betrieb auf Grund der neuen Rahmenbedigungen unrentable Fertigung zunächst von der Müller KG übernehmen zu lassen. Diese wird die Produktionsausfälle durch verweigerte Überstunden ausgleichen bis unser Anteilseigner eine neue geeignte Fertgungsstätte in Fernost aufgebaut hat. Diese Fertigungsstätte wird eine neu gegründete Gesellschaft betreiben die nicht zu unserem Konzern gehört. Die notwendigen Patente werden in Kürze auf dieses Unternehmen übertragen. Wir gehen davon aus, dass die Produktion in Deutschland in 3 Monaten beendet wird.
Für Gespräche über einen Sozialplan stehen wir gerne zur Verfügung. Nachdem aber schon vor 3 Jahren sämtliche Immobilien an die Machtvoll Immobilien OHG überrtragen wurden sind kaum noch Vermögenswerte vorhanden. Dieses wird sich leider negativ auf das Sozialplanvolumen auswirken. Wie Sie wissen gehört die Machtvoll Immobilien OHG nicht zu unserem Konzern. Sie steht bekanntlicherweise im Eigentum meiner Söhne. Wir weisen daher schon jetzt darauf hin, dass es hier keine Durchgriffshaftung gibt.
Wir bedauern diesen Schritt sehr. Aber wie die Beispiele AEG, BMW und Nokia zeigen, ist eine Produktion in Deutschland leider zu teuer und unflexibel. Die ungerechte negative Presse, die diese Unternehmen erleiden mußten wird in unserem Fall sicher nicht für eine Verunsicherung der Kunden sorgen. Als kleiner Zulieferer wird dies kaum für Aufsehen sorgen. Am neuen Standort in Asien ist eine kostengünstige Produktion für die aufstrebenden Staaten wie China ein sicheres Invest. Unser Anteilseigner freut sich schon, dass die Schließung des Standortes in Deutschland eine positive Auswirkung auf sein Aktionportfolio haben wird.
Hochachtungsvoll
Dr. Machtvoll
Sicherlich überspitzt aber leider heute schon die Realität für viele BR´s. Dieses Spiel kann man sehr weit treiben von beiden Seiten
23.03.2008 um 20:51 Uhr
Ja Paula, sehr überspitzt und zum Glück nicht für jedes BRM in Deutschland Realität. Wenn eine solche Konstellation da ist, ist es sicherlich schwierig zu reagieren, allerdings müßten dann im Vorfeld Anzeichen dafür dagewesen sein. Mit solchen Äußerungen (ja stimmt es gibt diese Methoden), schaffst du es vielleicht sogar, andere BRM zu entmutigen - nun ja, mich nicht. Wenn der AG auf so eine kleine Forderung schon mit Verkauf droht, oder ihn gar durch zieht, hätte der BR eh nichts machen können, da das Ding dann sowieso schon "im Sack" ist. Der AG sitzt immer am längeren Hebel, darum gibt es uns mit der Möglichkeit das BetrVG anzuwenden. Dieses soll helfen, die Waage einigermaßen im Gleichgewicht zu halten. Ich gebe dir aber Recht, dass diese Gefahren wie du sie beschrieben hast, da sind. Aber wollen wir deshalb zum Sklavenhandel zurück? Zur Fronarbeit? Wollen wir uns ausbeuten lassen weil der Herr Unternehmer alles machen kann was er will und wann er es will? Nein sage ich - ganz im Gegenteil! Wir müssen solidarisch zueinanderstehen, als großer Gegenpol zu dem Unternehmer. Wir müssen ihm zeigen, dass es nciht wichtig ist, dass er Mitarbeiter hat, die Werkzeuge und Material beschaffen um ein Schiff zu bauen - nein, wir müssen ihm zeigen, dass er in uns die Sehnsucht nach dem weiten Meer erweckt. Und diesen Spruch kennst du auch (ist von einer dir bekannten Person) "wer kämpft kann verlieren, wer nciht kämpft hat schon verloren". Und noch mal zu dem Thema Standortschließung: Viele Firmen kehren wieder nach Deutschland mit der Produktion zurück, gerade weil die Billiglohnländer mehr Kosten verursachen als sie Lohneinsparungen bringen (da gibt es viele Beispiele vom Staplerbau über Mähdrescher oder anderen Landmaschienen). Ich denke, der Markt wird zeigen welche Firmen sich durchsetzen - die die soziale Verantwortung zeigen oder die die wie die Heuschrecken sind und nur ausbeuten. Der Markt, also auch wir, und die Zeit wird es zeigen. Jeder muß wissen was er macht, dass alle die günstigen Produkte kaufen, weil kein Geld da ist, ist normal, aber manchmal ist etwas teurer günstiger - und ich rede nciht nur von dem Gedanken der Solidarität, sondern denke eher an Qualität. Du weißt auch, dass in deinem Beispiel schon im Vorfeld der BR reagiert hätte - wir haben viele Möglichkeiten, aber ja, leider sitzen andere an den längeren Hebeln.
Dennoch: Gemeinsam sind wir stark - ohne uns ist das Berufsleben ein vielfaches schwerer und die Arbeitsbedingungen wie zur Zeiten von Sklaverei.
Ich kann hier wirklich nur sagen: Leute schließt euch zusammen - tretet in Gewerkschaften ein und helft uns allen Deutschland als Produktionsstandort zu halten!
"Wer kämpft kann verlieren! Wer nciht kämpft, hat schon verloren!"
In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes und gesundes Osterfest!
24.03.2008 um 17:32 Uhr
@ Don Johnson, alle Achtung, hört sich ja überhaupt nicht blond an! ;-)) Richtig so, gemeinsam sind wir unausstehlich! In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes und gesundes, winterliches Osterfest gehabt zu haben.
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