Muss eine Beförderung intern ausgeschrieben werden?
Bei uns sollen demnächst einige Mitarbeiter befördert werden. Das heißt, sie bleiben in ihrer Position tätig erhalten jedoch mehr Verantwortung und rutschen von der Positionsbezeichnung nur um eine Ebene nach oben.
Dabei handelt es sich lt. Aussage des Arbeitgebers nicht um eine neu geschaffene Stelle sondern nur um eine "Beförderung", die seiner Aussage nach nicht intern ausgeschrieben werden muss.
Ist das richtig? Wir verlangen für jede neu geschaffene Stelle eine interne Ausschreibung. Hier jedoch ist es aus unserer Sicht eine neue Stelle die von einer bestehenden Stelle besetzt werden soll.
Aber wir finden keine eindeutigen Informationen ob wir bei einer Beförderung eine Ausschreibung verlangen können. Wo können wir uns verbindlich informieren bzw. gibt es hierzu Gesetze, Kommentare etc. die wir leider nicht gefunden haben?
Vielen Dank.
Community-Antworten (8)
16.09.2019 um 14:04 Uhr
Das hört sich etwas seltsam an. Wenn jemand befördert wird, eine Hierarchiestufe nach oben rückt und zudem noch mehr Verantwortung bekommt, dann sieht das nach einer Versetzung aus. Ihr solltet mal die Stellenbeschreibung vorher und nachher vergleichen, wo die konkreten Unterschiede liegen. Manchmal machen Arbeitgeber so was um den Mitarbeitern, die sie unbedingt halten wollen, das Gefühl zu geben, wichtig zu sein. Da wird schon mal etwas Kosmetik mit Positionsbezeichnungen gemacht, obwohl sich eigentlich nichts ändert, wodurch diese sich aber etwas von den anderen Kollegen abheben. Ihr müsst halt und notfalls über einen Anwalt klären um welchen Sachverhalt es sich konkret handeln dürfte.
16.09.2019 um 14:11 Uhr
Hallo Cyber99,
dass es sich um eine Versetzung handelt, ist unstrittig, da ist unser Arbeitgeber ja ausnahmsweise mit uns einer Meinung.
Uns geht es eigentlich darum, ob die Stelle gem. § 93 intern auszuschreiben ist. Der AG sagt nö, da es ja eigentlich keine neue Stelle ist. Und einige aus unserem 11er Gremium meinen, es müsse ausgeschrieben werden.
Daher die Frage, ob eine Ausschreibungspflicht besteht, da die betroffenen Mitarbeiter ja in ihrer Abteilung bleiben und nur eine Stufe hochgeschubst werden da sie ja so unentbehrlich sind.
16.09.2019 um 14:19 Uhr
Ich würde mich nicht um den 93er streiten. Die Frage ist, haben die übrigen AN "sonstige" Nachteile bei der Versetzung. Wenn ihr diese "durch Tatsachen begründet" befürchtet, könnt ihr die Zustimmung zur Versetzung verweigern. Ist vielleicht effektiver, als den Vorgang nur zwei bis drei Wochen zu verzögern.
16.09.2019 um 15:11 Uhr
@ Kratzbürste - Soweit ist uns das schon klar, nur wird es schwierig hier "durch Tatsachen begründete" Nachteile zu konstruieren. Daher hängen wir momentan an der "fehlenden" internen Stellenausschreibung bei Beförderungen. Und wir finden auch im Fitting nichts weiterführendes zu diesem Thema, daher ja unser Anliegen.
16.09.2019 um 15:39 Uhr
klingt als wolltet Ihr UNBEDINGT rein grätschen. Wieso eigentlich?
16.09.2019 um 22:04 Uhr
BR 2018 überlegt das Ganze doch mal richtig zu Ende: Ihr besteht auf interner Ausschreibung, es bewerben sich auch MA, die nicht primär für die Beförderung vorgesehen waren, der AG schaut sich alle Bewerber an ihr bekommt alle Bewewrbungsunterlagen und schaut sie euch auch an, der AG wählt (ziemlich sicher) die MA aus, die sowieso vogesehen waren. Und dann? wird es auch schwierig hier "durch Tatsachen begründete" Nachteile zu konstruieren. Alles hat sich verzögert und die abgelehnten MA sind frustriert. Macht das Sinn?
19.09.2019 um 11:23 Uhr
Guten Morgen zusammen,
ob wir "reingrätschen" wollen, ist ja nicht die Fragen (@ celestro). Uns geht es nur um die rechtliche Seite. Muss eine Beförderung intern ausgeschrieben werden oder nicht?
Uns ist klar, dass wir das nicht verlangen müssen, aber dürfen wir in Anlehnung an § 99 mit Hinweis auf § 93 aufgrund einer fehlenden Stellenausschreibung der Beförderung (= Versetzung) widersprechen?
Wie besagt, es betriff mehrere Kollegen bei uns und bei einigen fragt man sich schon, warum die befördert werden und andere, die z.T. schon länger dabei sein, halt nicht.
19.09.2019 um 11:34 Uhr
Wenn es eine Versetzung ist (weil z.B. die Personen dann Personalverantwortung bekommen) würde ich sagen: JA!
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