Schwerbehinderung nicht gesagt! Rückwirkend Probleme zu erwarten? Bin verzweifelt!
Hallo Ihr Lieben,
ich hab hier schon sehr lange nachgelesen. Doch hab ich auf meine Frage leider keine passende Antwort gefunden. Vielleicht kann mir ja jemand sagen, was Sache ist. Danke!!!
Also, ich bin Schwerbehindert mit 60%. Diese sieht man nicht, da es leider Rheuma ist. Hab einen Ausweis. Mein neuer AG hat mich danach nicht gefragt! Auch im Personalbogen hab ich nichts angeben müssen. Also habe ich auch nichts darüber gesagt, da mich diese Behinderung ja nicht im Job behindert. Arbeite im Büro!
Nun aber das Problem.
Ich bin noch 2 Monate in Probezeit, war aber schon 2x wegen Schüben je 3 Wochen krankgeschrieben. Die Firma hält noch zu mir. Jedoch wird sie langsam mißtrauisch, ob ich diese von mir angegebene Krankheit (hab gesagt, ich hätte Rückenprobleme und Probleme mit meinem Immunsystem. Ursache kennt man nicht).
Ich selbst habe von mir aus dem Chef auch schon gesagt, dass wenn ich wieder krank werden sollte, er mir die Chance zur Eigenkündigung geben sollte. Ich möchte "sauber" aussteigen. Damit auch das Zeugnis besser ausfällt. Das Verhältnis ist also sehr offen.
Doch nun steht mir eine Reha bevor, von dem mein Chef noch nichts weiß. Ich versuche, diese bis nach der Probezeit zu schieben!
Aber jetzt meine Frage! Sollte ich die Probezeit überstehen, und gleich danach auf Reha gehen, zieht doch der erhöhte Kündigungsschutz! Wir haben keinen Betriebsrat, keinen Tarifvertrag, keine Vertrauensperson etc.! Ich würde dann sofort vor Rehabeginn dem Chef sagen, ich hab einen Schwerbehindertenstatus! Dadurch erhöhe ich meinen Kündigungsschutz. Mein Chef wird sicher total sauer sein, warum ich das die ganze Zeit verschwiegen habe! Er hat mich ja praktisch die Probezeit überstehen lassen! In diesem Falle, wird er mich bestimmt sofort kündigen, und evtl. sogar Schadensersatz fordern (weil ich ja so oft krankheitsbedingt ausgefallen bin).
Was kommt dann auf mich zu? Ich bekomme bestimmt nicht die Chance selbst zu kündigen! Ich bekomme bestimmt kein gutes Zeugnis! Das Sozialamt wird der Kündigung wohl zustimmen, da ich ja für die Fa. praktisch "unzumutbar" bin/war! Abfindung wirds auch keine geben, da ich ja dann erst 7 Monate beschäftigt war!
Also, was soll ich tun??? Von selbst noch vor der Probezeit kündigen (also vor Rehabeginn)??? Gleich nach der Probezeit kündigen (Frist wäre dann 4 Wochen statt 2 Wochen zum Monatsende) Würde mir einen Monat "mehr bringen"??? Den Schwerb.ausweis überhaupt nicht vorzeigen? Oder das ganze krass durchziehen? Probezeit überstehen, Ausweis zeigen, Reha machen, Kündigung gerichtlich angehen, Abfindung fordern und ein schlechtes Zeugnis in Kauf nehmen???
Bitte bitte helft mir. Die Zeit läuft mir davon!
Danke Danke Danke sandra
Community-Antworten (6)
18.01.2008 um 23:40 Uhr
anjab, erstmal hast Du ja nichts getan, aus dem der AG irgendwelche Schadensersatzansprüche ableiten könnte. Erhöhten Kündigungsschutz erhälst Du durch den Schwerbehindertenstatus nach 6 Monaten. Warum sollte das Integrationsamt der Kündigung zustimmen (das Sozialamt hat damit überhaupt nichts zu tun)? Würde mit dem AG nach Ende der Probezeit reden und ihm die Reha als Chance darlegen, ihm in Zukunft mit weniger Ausfällen zur Verfügung zu stehen. Von einer Kündigung würde ich erstmal nicht ausgehen. Sprech auch mal mit Deiner Sachbearbeiterin vom Integrationsamt, die stehen einem manchmal gut mit Rat und Tat zur Seite.
19.01.2008 um 14:10 Uhr
anjab, nun ja das Recht, das sprach dir Lotte zu.
aber mal was anders, du willst selber Kündigen um Sauber zu bleiben damit dein Zeigniss besser aussieht? wozu damit es in der "Neuen" Firma auch wieder so geht?Wie lange geht das wohl gut? Irgendwann kannst du dein Krankheitsbild wegen Körperlicher auffälligkeiten nicht mehr verbergen. Und dann wird es um so härter einen job zu finden. Versuche bei der Firma zu bleiben,sie mögen dich dort ja, so jedenfalls Lese ich das. Wegen deiner Primär Erkrankung, da denke ich es gibt Foren, die helfen, grade Ernährung so wichtig sein zu Linderung.
viel Glück
19.01.2008 um 14:52 Uhr
Behinderung ist kein Grund, dass ihm eine Anstellung verwehrt wird, das dürfte es nicht sein. Nach Krankheiten darf nicht gefragt werden. Ich verstehe es so, dass du deine Behinderung mitgeteilt hast, die Behinderungsart hättest du schon von dir aus der Firma mitteilen sollen.
19.01.2008 um 17:15 Uhr
postfach47, der unterschied zwischen der Realen Welt und der Traumwelt ist dir aber noch zugegen?
Glaubst Du das Kündigungen in der Probezeit nicht üblich sind grade wenn der Neuling Kränkelt?
Sie hat Fehltage schon in der Probezeit! und sie muss zu einer Kur... also wieder ausfall und das in der Probezeit.
Was meinst du macht der AG ???? Ausser er hat einen Plausieblen grund.z.B genau das was lotte sagt.
19.01.2008 um 19:16 Uhr
postfach47, Der Tatsachengehalt Deiner Antwort ist recht minimal
19.01.2008 um 19:49 Uhr
Lotte,
"Der Tatsachengehalt Deiner Antwort ist recht minimal" Für den Satz Lade ich dich zum Kaffee ein .-)
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