BR Arbeit als Außendienstler, wie melde ich diese dem AG
Hallo zusammen,
in unserem 5er Gremium sind 4 von 5 Mitgliedern im Außendienst beschäftigt und sind "Homebased" also nicht am Firmensitz ansässig, laut Vertrag ist der private Wohnort auch der Arbeitsort (Unsere deutsche Niederlassung besteht zu großem Teil aus Vertrieb und Servicemitarbeitern, und zu kleinem Teil aus Verwaltung am Firmenssitz.
Im Normalfall haben unsere Außendienstler tägliche Kundenbesuche, an manchen Tagen bleibt man zu Hause um die angefallene Buröarbeit abzuarbeiten. Bisher war es üblich, dass BR-Arbeit an solchen Bürotagen mit erledigt wurde und im Nachhinein auf dem Stundennachweis explizit als BR Arbeit aufgeführt wurde, damit der AG einen Überblick hat wie viel BR Arbeit angefallen ist.
Unser AG wünscht sich jetzt, dass wir vor Aufnahme von BR-Arbeit im Homeoffice uns per Mail bei Ihm abmelden und nach Beendigung der BR-Arbeit wieder zurück melden, angeblich um den Arbeitsausfall für Ihn planbarer zu machen, ein relativ hoher Aufwand für z. B. ein kurzes Telefonat. Da wir unsere Kundentermine eigenverantwortlich vereinbaren und an unseren Bürotagen keine Erreichbarkeit realisieren müssen, gibt es meiner Ansicht nach keinen Grund uns während der BR-Arbeit zu vertreten oder ähnliches, es bleiben während meiner BR-Arbeit keine Anlagen unbeaufsichtigt oder ähnliches. Bezeichnend ist es dass andere Mitarbeiter die mit Aufgaben neben ihrem normalen Tätigkeiten beauftragt sind (Sicherheitsbeauftragte, Laserschutzbeauftragte etc.), diese Meldung nicht vornehmen müssen.
Was meint Ihr, ist die Forderung des AG rechtmäßig?
Community-Antworten (6)
08.07.2019 um 13:21 Uhr
Rechtmäßig? ja, wahrscheinlich schon.
Sinvoll? Naja, eher weniger.
Ich persönlich würde mir einen Spaß daraus machen das so akribisch wie möglich zu handhaben. Immer schön abwechselnd Arbeit und BR-Arbeit machen, damit es nicht langweilig wird und mich mindestens 10 oder 15 mal am Tag ab- und wieder anmelden. Wenn das dann alle BRM so machen und der AG täglich um die 100 E-Mails mit Ab- und Anmeldungen bekommt, wird er das wahrscheinlich schnell wieder abschaffen. ;)
(gleiche Antwort wie in dem anderen Forum)
08.07.2019 um 13:21 Uhr
So wie Du das geschildert hast, sieht mir das schon eher nach BR-Schikane aus. Wenn der AG keine Maßnahmen treffen muss, wenn Du BR-Tätigkeiten ausübst, dann ist auch die Ab- und Wiederanmeldung entbehrlich.
08.07.2019 um 13:27 Uhr
Wie hab ihr das mit den BR Sitzungen gelöst? feste Termine? Und wie beitet ihr BR Sprechstunden an? In der Firma? Hitergrund meiner Frage ist, wenn ihr bisher keine festen Termine habt bzw keine Sprechstunden anbietet - macht ihr dem AG die entsprechenden Vorschläge. Ich galube, dass der AG schnell merken wird, dass geste Termine (die er dann ja problemlos planen kann) viel mehr Eurer "normalen" Arbeitszeit fressen - als die kurzen Zwische BR Arbeiten (Telefonate)
08.07.2019 um 13:39 Uhr
Cyber99- du witterst hinter Allem Schikane. Manchmal ist es aber auch nur unüberlegt Blödheit des ArbGeb und manchmal auch sein gutes Recht und eine betriebsrätliche Verpflichtung.
08.07.2019 um 13:44 Uhr
@takkus Nein das tue ich absolut nicht - nur wenn solche unsinnigen Forderungen kommen dann ist´s halt leider häufig so. Es kann natürlich, wie du schreibst reine Blödheit oder Unüberlegtheit sein. Aber in einem solchen Fall sollte es ein Leichtes sein, den AG auch davon zu überzeugen.
08.07.2019 um 13:50 Uhr
Unsere Sitzungen halten wir 1x monatlich 2 Tage am Stück (ist der langen Anreise geschuldet) bisher halten wir keine Sprechstunde etc.. aber ich habe mir auch schon überlegt ob ich nicht fix 1x die Woche BR-Arbeit einplanen soll und gegebenenfalls eine telefonische Sprechstunde einrichten soll um dem AG eine Alternative zu der BR-Arbeit zwischendurch anzubieten.
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