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Ersatzmitglied wird bei einem Gespräch dazugerufen

S
siemens80
Mai 2019 bearbeitet

Hallo zusammen, ich habe eine Frage bezüglich eines Ersatzmitgliedes. Bei einem Gespräch Vorgesetzter und Mitarbeiter ist ein Ersatzmitglied vom Mitarbeiter dazugerufen worden obwohl ein anderes Ersatzmitglied des BR schon anwesend war.

Jetzt gilt es zu klären ob er das durfte ? Könnt Ihr mir da weiterhelfen?

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Community-Antworten (9)

S
stehipp

24.05.2019 um 10:57 Uhr

Also grundsätzlich kann mal jeder zu einem Gespräch dazu gerufen werden, auch Nicht-BRs. Solange also alle Gesprächspartner einverstanden sind ist alles okay.

Ein Ersatzmitglied ist nicht Teil des BRs und hat damit nicht die gleichen Rechte/Pflichten.

In seiner Funktion als BR, oder hier als Ersatzmitglied, sehe ich da schon eher Probleme. Der Mitarbeiter hat das Recht, ein BR-Mitglied hinzuzuziehen, nicht ein Ersatzmitglied. Es sei denn, dieser war gerade als Nachrücker "aktiv" im BR.

Gleiches gilt demnach für ein zweites Ersatzmitglied.

S
siemens80

24.05.2019 um 10:59 Uhr

Soweit ich informiert bin, waren genügend Betriebsratmitglieder im Unternehmen anwesend und der Vorgesetzte war damit nicht einverstanden. Danke für deine Antwort!

K
kratzbürste

24.05.2019 um 11:26 Uhr

Wo ist denn eigentlich das Problem? Er war dabei, weil der Mitarbeiter das so wollte .

AM
alter Mann

24.05.2019 um 18:04 Uhr

Bei einem normalen Mitarbeitergespräch kann ein Mitarbeiter ein BRM dazuholen, ein Ersatzmitglied nur dann, wenn es gerade nachgerückt ist. Es gibt aber auch Gespräche, in denen ein Mitarbeiter jede natürliche Person hinzuziehen kann, z.B. bei einem BEM-Gespräch. Das kann dann ein Rechtsanwalt, ein Freund, die eigene Mutter oder eben das EBRM sein. Und dann kommt es natürlich auch noch auf die Rolle an: Hat das zweite Ersatzmitglied vielleicht an dem Gespräch teilgenommen, um einen Sachverhalt zu bestätigen? Dann hat das mit dem BR erstmal gar nichts zu tun. Was ich nicht verstehe: Wenn der Vorgesetzte nicht einverstanden war, warum hat er dann dieses Gespräch so geführt?

M
Moreno

24.05.2019 um 18:13 Uhr

Bei einem normalen Mitarbeitergespräch besteht bestimmt kein Anrecht darauf ein BRM mit zu nehmen! Aber ich sehe es auch so wenn der Vorgesetzte das Gespräch geführt hat braucht man nachher nicht mehr fragen wer Teil nehmen durfte!

SF
SBV Frank

24.05.2019 um 18:15 Uhr

@Alter Mann, einen Rechtsanwalt zu einem BEM Gespräch?? Dazu gibt es sogar ein Urteil dass das nicht geht!

AM
alter Mann

24.05.2019 um 19:03 Uhr

@ SBV Frank: Das würde mich sehr interessieren! Ich hab#s anders gelernt, finde aber weder für Deine noch meine Meinung eine Quelle.

@ Moreno: Da habe ich mich vielleicht blöd ausgedrückt. Gemeint hatte ich die Mitarbeitergespräche , bei denen es um die Leistung und das Verhalten eines Mitarbeiters geht. (alles andere nennen wir bei uns im Betrieb nicht Mitarbeitergespräch, aber das ist möglicherweise nur unsere Ausdrucksweise).

SF
SBV Frank

24.05.2019 um 21:08 Uhr

Altermann, guckst du hier! LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.12.2014, Az: 5 Sa 518/14

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