Kolleginnen und Kollegen!

Unser Betrieb ist die Zweigniederlassung eines größeren Konzerns. Es wurde angekündigt, daß unser Betrieb "voraussichtlich" innerhalb von 2 Jahren geschlossen wird. Von Pleite ist nicht die Rede, sondern nur von Gewinnmaximierung.

Wir werden einen Sozialtarifvertrag aushandeln bzw. durchsetzen müssen, um möglichst hohe Abfindungen festzuschreiben. Aber das geht nicht so schnell. Wir haben die Sorge, daß es bis zur Betriebsschließung noch etliche "betriebsbedingte" Kündigungen geben wird. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen würden mit Abfindungen nach einem uralten Sozialplan abgespeist werden.

Nun kam die Idee auf, daß wir versuchen sollten eine Betriebsvereinbarung zu erreichen, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, nach dem Motto: "Keine betriebsbedingte Kündigungen bis zur Betriebsschließung"

Als Druckmittel könnten wir die Nichtzustimmung zu Mehrarbeit benutzen, die regelmäßig jede Woche anfällt. [Fragt bitte nicht MICH, wieso der Betriebsrat unter diesen Umständen der Mehrarbeit überhaupt zustimmt.]

Wie schätzt ihr das ein? Ist eine BV dieser Art sinnvoll und machbar? - Für Ratschläge wäre ich dankbar.