W.A.F. LogoSeminare

Befragung des Mitarbeiters bei Kündigung

F
Felixlilly
Apr 2019 bearbeitet

Hallo zusammen , hat der BR das Recht einen Mitarbeiter zu Sachverhalten bzgl einer bevorstehenden Kündigung zu befragen oder ihn zu informieren ? Auch wenn es sich nicht um eine außerordentliche Kündigung handelt ? Oder dürfen wir als BR erst den Mitarbeiter befragen , wenn die Kündigung schon zugestellt ist ? Hintergrund : MA sollte innerhalb der Probezeit gekündigt werden , hat die Kündigung aber( unsere Vermutung )bislang nicht erhalten, Probezeit ist verstrichen ,AG müsste ja eigentlich jetzt eine ordentliche Kündigung aussprechen Freue mich auf Eure Tipps und Antworten

615016

Community-Antworten (16)

R
rtjum

09.04.2019 um 12:09 Uhr

also grundsätzlich sollte der BR mit jedem vor der Kündigung sprechen

W
wdliss

09.04.2019 um 12:15 Uhr

§102 Abs. 2 Satz 3: "Der Betriebsrat soll, soweit dies erforderlich erscheint, vor seiner Stellungnahme den betroffenen Arbeitnehmer hören." Ist extra und in voller Absicht als Gesetzestext hier eingefügt.

C
celestro

09.04.2019 um 12:19 Uhr

"Oder dürfen wir als BR erst den Mitarbeiter befragen , wenn die Kündigung schon zugestellt ist ?"

Sofern er keinen Fehler machen will, darf der AG die Kündigung erst nach Eurer Stellungnahme (oder Verstreichen der Frist) zustellen. Den AN dann erst befragen zu dürfen, wäre reichlich sinnlos.

M
Moreno

09.04.2019 um 12:19 Uhr

Felixlilly hoffe die ersten Seminare sind geplant damit Ihr Eure Kollegen richtig vertreten könnt!

§
§§Reiter

09.04.2019 um 12:28 Uhr

Zitat von rtjum: also grundsätzlich sollte der BR mit jedem vor der Kündigung sprechen

Das sehe ich auch so. Ich würde es als BR aber vermeiden den MA über die geplante Kündigung zu informieren. Das würde ich dem AG überlassen. Ihr solltet auf jeden Fall aufhören zu vermuten und Euch um Fakten bemühen. Wie Du schon richtig bemerkt hast, macht es einen riesen Unterschied, ob der AG das Ende der Probezeit verpasst hat, oder eben nicht. Daher solltet Ihr den AG umgehend ansprechen und nachfragen, wie der Stand der Dinge ist.

M
Moreno

09.04.2019 um 12:35 Uhr

§§reiter wie willst du das machen? Der AG darf die Kündigung erst aussprechen wenn er den BR gehört hat....der BR sollte den AN anhören vor der Stellungnahme. Also muss ich als BR auch mal die Drecksarbeit machen und dem Kollegen erklären, dass der BR eine Anhörung zu seiner Kündigung bekommen hat und wir jetzt seine Sicht dazu hören wollen.

§
§§Reiter

09.04.2019 um 12:49 Uhr

Zitat von moreno: §§reiter wie willst du das machen? Der AG darf die Kündigung erst aussprechen wenn er den BR gehört hat....der BR sollte den AN anhören vor der Stellungnahme. Also muss ich als BR auch mal die Drecksarbeit machen und dem Kollegen erklären, dass der BR eine Anhörung zu seiner Kündigung bekommen hat und wir jetzt seine Sicht dazu hören wollen.

In dem der AG dem MA mündlich mitteilt, dass er beabsichtigt das Arbeitsverhältnis zu beenden. Dann ist der MA informiert, aber die Kündigung ist noch nicht rechtswirksam ausgesprochen, da hierfür die Schriftform zwingend notwendig ist (§ 623 BGB). Bei uns im Betrieb wird das so gehandhabt. 1 AG informiert MA 2 BR hört MA 3 AG hört BR 4 AG stellt Kündigungsschreiben zu

N
nicoline

09.04.2019 um 12:57 Uhr

Bei uns im Betrieb wird das so gehandhabt. 1 AG informiert MA 2 BR hört MA 3 AG hört BR 4 AG stellt Kündigungsschreiben zu Na, da habt ihr aber Glück.

  1. vergisst der AG bei uns gerne und öfter mal Bei uns läuft das dann so:
  2. AG hört BR an
  3. BR hört MA an, der völlig überrascht ist
  4. BR verfasst Stellungnahme
  5. AG stellt Kündigungsschreiben zu
M
Moreno

09.04.2019 um 12:59 Uhr

Darfst aber nicht vergessen, dass nicht jeder AG den Punkt 1 macht!

M
Moreno

09.04.2019 um 13:00 Uhr

In meinem alten Betrieb war es genauso wie Nicoline es hier schildert! :-)

§
§§Reiter

09.04.2019 um 13:25 Uhr

Das wir da Glück haben ist mir durchaus bewusst :) Auf diese Regelungsabrede hätte sich der AG nicht unbedingt einlassen müssen.

Aber man kann ja versuchen darauf hin zu wirken, dass es so abläuft.

R
rtjum

09.04.2019 um 13:31 Uhr

also Kündigungen sind eigentlich der einzige Punkt bei dem der AG uns nicht vergisst weil wenn der kündigen will dann fast immer weil der AN arg was übertrieben hat, unser AG ist da eigentlich noch einer der humanen

N
nicoline

09.04.2019 um 13:44 Uhr

Aber man kann ja versuchen darauf hin zu wirken, dass es so abläuft. Echt jetzt?

§
§§Reiter

09.04.2019 um 13:53 Uhr

Zitat von nicoline: Aber man kann ja versuchen darauf hin zu wirken, dass es so abläuft. Echt jetzt?

Jo, echt jetzt ;) wir haben, wie gesagt, eine vom AG unterschriebene Regelungsabrede, wie bei einer Kündigung vorzugehen ist. ...und das obwohl in den letzten 9 Jahren nur 3 oder 4 Kündigungen ausgesprochen wurden. Also möglich ist es.

...aber war das jetzt eine ernst gemeinte Frage, oder willst Du Dich nur wieder mit mir streiten? ;)

N
nicoline

09.04.2019 um 14:13 Uhr

...aber war das jetzt eine ernst gemeinte Frage, oder willst Du Dich nur wieder mit mir streiten? ;) Na gut, für dich schreib ich in Zukunft Ironiemodus an / Ironiemodus aus. Zu einer Regelungsabrede gehören immer zwei und manchmal kann man noch sehr versuchen, auf etwas hinzuwirken ........

§
§§Reiter

09.04.2019 um 14:20 Uhr

"Na gut, für dich schreib ich in Zukunft Ironiemodus an / Ironiemodus aus."

Das wäre echt super! Das könnte uns manche sinnlose Diskussion ersparen. Vielen Dank ;)

"Zu einer Regelungsabrede gehören immer zwei und manchmal kann man noch sehr versuchen, auf etwas hinzuwirken ........"

Da hast Du völlig recht, darum sagte ich ja wir hatten Glück. ...aber wenn man es gar nicht erst versucht, kann man auch kein Glück haben.

Ihre Antwort