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Betriebsvereinbarung über Prämien

H
Hansen
Apr 2019 bearbeitet

Hallo liebe Kollegen,

ich habe wieder einmal eine Frage an Euch: Die GL ist auf mich zugekommen, um eine bestehenden BV über Mitarbeiterprämien zu ändern. Aktuell läuft dies noch fast zwei Jahre. Jetzt möchte die GL gerne eine Testphase machen, um die aktuelle Prämie so zu ändern, dass es eine Teamprämie geben soll, d.h. alle bekommen den selben Stundensatz (Prämie) anstatt individuell. Hier wird aber nicht weniger Prämie ausgeschüttet. Im BR herrscht keine richtige Einigung darüber, ob wir dem Zustimmen sollen.

Hier nun meine Frage, was ich als BRV machen kann: 1.) Die GL hatte gebeten, dass wird die Information nicht an die Mitarbeiter in die Filialen weitertragen, bevor es keine Unterschrift gibt, damit dort keine Unruhe entsteht. Kann die GL dies? 2.) Darf ich mit allen Ma. vor Ort darüber reden, was diese am liebsten wollen?

Bitte um kurze Antworten. Danke.

Gruss Hansen

47809

Community-Antworten (9)

J
Jack77001

04.04.2019 um 13:12 Uhr

Hallo zu 1. Unser Erachtens nach unterliegt der Gesprächsinhalt zwischen GL-BR der Geheimhaltungspflicht was dann automatisch frage 2 mit nein Beantwortet Gruß Jack

C
celestro

04.04.2019 um 13:53 Uhr

"Unser Erachtens nach unterliegt der Gesprächsinhalt zwischen GL-BR der Geheimhaltungspflicht"

Sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Warum sollte der BR nicht die Kollegen nach Ihrer Meinung fragen dürfen? Nur weil der AG nicht will, dass der BR das macht?

W
wdliss

04.04.2019 um 13:56 Uhr

Die Geheimhaltungspflicht betrifft doch aber Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse. Betriebsvereinbarungen fallen da wohl eher nicht drunter. Daher für mich zu 2.) von mir: auf jeden Fall sollte der BR mit den MA vor Ort darüber reden. Für sie verhandelt er ja schließlich die BV.

P
Pjöööng

04.04.2019 um 14:08 Uhr

Geheimhaltungspflicht sicherlich nicht, allerdings möglicherweise einer Vertraulichkeit. Vertraulichkeit kann man natürlich grundsätzlich "immer" fordern. Falls man sich an diese Vertraulichkeit nicht gebunden fühlt, halte ich es für guten Stil, genau dieses auch anzusprechen und die Vertraulichkeit nicht einfach so zu ignorieren.

Ich hätte ja den Arbeitgeber gefragt, ob das Ganze denn eine gute Idee ist, wenn alleine schon die Tatsache dass bekannt wird, dass man darüber redet, Unruhe auslöst. Was passiert dann wenn man es tatsächlich umsetzt.

Da die Größe des "Topfes" ja nicht geändert werden soll, wird es, wie es so schön heißt, "Gewinner und Verlierer geben". Erwartet von den Gewinnern keine Dankbarkeit. Die Verlierer könnten hingegen schon unzufrieden mit Ezúrer Arbeit sein. Gibt es Argumente für diese Veränderung die Ihr gegenüber der Belegschaft anbringen könnt?

M
Moreno

04.04.2019 um 14:59 Uhr

Was hat der AG denn für Argumente, dass er diese Prämie jetzt für alle mit der Gießkanne ausschütten möchte? Als geheimhaltungspflichtig sehe ich dies auch nicht aber es gehört zur vertrauensvollen Zusammenarbeit, dass auch mal eine Idee nicht gleich raus posaunt wird.

H
Hansen

04.04.2019 um 15:57 Uhr

Der AG will dies einführen, damit mehr der Teamgedanke gefördert werden soll.

R
rsddbr

04.04.2019 um 17:39 Uhr

"Der AG will dies einführen, damit mehr der Teamgedanke gefördert werden soll."

Du meinst wohl eher, dass die Mitarbeiter_innen sich untereinander zu mehr Leistung "anspornen" und somit die Führungskräfte von dieser unliebsamen Tätigkeit befreit werden. Für mich ist dies absoluter Bullshit. Eine kombinierte Lösung aus individueller Prämie und Teamprämie könnte gerade so noch ein vertretbarer Ansatz sein.

Viel besser wäre aber, das Prämienbudget nicht nach oben zu deckeln, sondern die Einzelprämien transparent zu gestalten, so dass jede_r Mitarbeiter_in die Möglichkeit hat, die maximal mögliche Prämie zu erreichen (ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine leistungsbezogene Prämie handelt).

H
Hansen

04.04.2019 um 18:26 Uhr

Leistungsbezogene Prämie wird zur Zeit umgesetzt.

D
DummerHund

05.04.2019 um 00:22 Uhr

Wenn ein BR schon die Frage in kurzen Sätzen stellt, werden innerbetrieblich die Fragen nicht weniger werden. Hier halte ich es für unumgänglich mit den MA zu sprechen und sich Arbeitsabläufe genau an zu schauen. Betriebsvereinbarungen manifestieren was...und gerade hier muss man den Sand beim reiben zwischen Daumen und Zeigefinger spüren. Aus meiner Vergangenheit kenne ich das so, das so etwas auf einer Betriebsversammlung angesprochen wurde und dann offen diskutiert Einem AG der die offene Meinung auf so einer Versammlung hört, kann doch auch viel leichter Verhandeln, da er sieht wohin der Wind seinen Weg nimmt. Ein AG der was zu verbergen hat will heimlich was machen.

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