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Nachweis BR-Arbeit

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Reni
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen,

wir sind ein 9-köpiges BR-Gremium und in unseren Reihen ist ein Mitglied, dass täglich ca.1,5-3,0Stunden Betriebsratsarbeit macht, welche es ist, sagt er nicht! Die Belegschaft mosert nun herum, dass man sich nur zum BR wählen lassen muß, und schon braucht man nicht mehr arbeiten (nun ja, solche Sprüche kennt man). Nun ist unser BRV verunsichert was er dagegen machen kann. Er will uns Mitglieder nicht in unserer BR-Arbeit beschneiden, aber er wird nun immer öfters aufgefordert gegen díeses BRM etwas zu machen. Kann der BRV bzw. das Gremium von einen einzelnen BRM verlangen ,dass dieses sagt, was er für BR-Arbeit macht, welche Themen er behandelt? Kann man verlangen, dass er dem BR-Gremium berichtet? Welche rechtlichen Mittel gibt es, um zu erfahren was das BRM macht? Schöne Grüsse Renate

14.884035

Community-Antworten (35)

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Immie

22.07.2007 um 16:42 Uhr

@Reni ...welche es ist, sagt er nicht..... Habe ich das jetzt richtig verstanden? Das BRM sagt den anderen BRM NICHT,woran es täglich 1,5-3 Stunden, betriebsrätlich arbeitet?

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Mona-Lisa

22.07.2007 um 16:54 Uhr

@Immi, ist das BR-Mitglied deiner Meinung nach dazu verpflichtet?

W
Waschbär

22.07.2007 um 17:08 Uhr

Mona-Lisa, das sage ich dir nicht, weil ich es nicht muss da der betroffene es ggf nicht möchte :-)

Aber rigend wo stand mal was von Rechenschaft, damit ddas nicht Ausgenutzt wird .... Bin fest der meinung kann mir gar nicht Vorstellen, das das so einfach geht .

Allerdings fragew ich mich , sollte nicht jeder immer hin einen freund haben ? .. Einen der dich in den Arm nimmt wenn Du Traurig bist,einer der Dich aufbaut wenn du fertig bist,er der zu dir steht wenn alle weg gehen , einer der die Waage hält der dich auf den Boden zurück bringt ..... Einen der die wolken zur Seite Schiebt damit du die Sonne länger Siehst , so einen der die welt anhält damit ,dein Herz nie mehr zu schlagen auf hört ...

Eben einen "Waschbären" , der dir die nüsse klaut und den Verstand und oder die unschuld

M
Mona-Lisa

22.07.2007 um 17:22 Uhr

@waschbär, auf welcher Wolke schwebst du denn???? :-))

"...das sage ich dir nicht, weil ich es nicht muss da der betroffene es ggf nicht möchte..." sehe ich genauso!

@Reni, jedes BR-Mitglied ist für sich selbst verantwortlich - ist also nicht verpflichtet, Rechenschaft über sein Tun und Handeln dem Gremium oder sonst jemanden gegenüber abzugeben. Nur! für eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums spricht dieses Verhalten des Mitglied's nicht grade... Was spräche dagegen, in einer Sitzung kurz anzuschneiden, dass ein/e MAIn Probleme hat, an der man dran ist, aber noch nicht drüber reden kann? Vor wem wird der BRV aufgefordert, etwas dagegen zu unternehmen?

I
Immie

22.07.2007 um 17:33 Uhr

waschbär, okay:-)

Mona-Lisa, was heißt verpflichte. Es gibt immer Dinge, die sind "extra". Aber ich kenne das so halt nicht. Man hat Projekte, die Aufgaben werden verteilt, jeder berichtet. Kollegen haben Probleme, man berät sich. AG hat wieder mal Hirn-Koliken, man berät sich. (Was bei uns auch daran liegt, das er sie nach Themen sortiert, immer bei anderen BRM abläßt) Der BRV hat Gespräche mit der GL, und berichtet darüber. Dadurch weiß jeder Bescheid, was nicht schaden kann. Über die verschiedenen Ausschüsse wird berichtet. u.s.w. Wenn ich also jeden Tag im Schnitt , sagen wir, 2 Stunden Betriebsratsarbeit erledige, was kann das sein, das meine BR Kollegen nicht wissen dürfen was ich da mache? Nicht das ich darüber Rechenschaft ablegen müßte, aber wenn einer fragt ..... Grüsse

P
pirat

22.07.2007 um 17:42 Uhr

Reni

.......ist ein Mitglied, dass täglich ca.1,5-3,0Stunden Betriebsratsarbeit macht, welche es ist, sagt er nicht! .....unser BRV verunsichert ... das geht nicht.

BRV führen das BR-Gremium und sind sozusagen der „Leader“ oder Mannschaftskapitän. Ein Gremium zu führen, Aufgaben zu delegieren und ganz unterschiedliche Charaktere in eine Gruppe zu integrieren, hat ein BRV in der Regel zu lernten. Und Alleingänge die nicht einmal erklärt werden zu unterbinden. Hier kann nicht jeder BR sein eigenes Süppchen kochen mit dem Hinweis auf BR Arbeit wo kämen wir den dahin, wenn jeder BR das nach gutdünken so machen würde? Basta!

Immi hat recht und an Borde meines Schiffes gäbe es das nicht.

R
Reni

22.07.2007 um 20:30 Uhr

Hi Leute,

ja, ihr habt richtig gelesen: Das BRM macht täglich seine BR-Arbeit und sagt keinem, was seine Themen sind!

Der BRV hat schon alles Mögliche versucht, das BRM sagt aber nichts. Von wegen Leader, was soll er nur machen, wenn das BRM nichts sagen will.

Der Druck kommt aus der Belegschaft, einige Kollegen haben schon eine Unterschriftenliste ins Leben gerufen, von wegen Misstrauensantrag. Aber stellt euch mal vor, die Belegschaft möchte das BRM los haben und leiert ein Auschlussverfahren an und das BRM sagt "ich mache BR-Arbeit, schön nach BetrVG", was wird den da wohl der Richter sagen? Ätsch! Andere Kollegen haben schon die Fäuste verbal geballt und wollen ihm die Zähne polieren, ist aber auch keine Lösung. Der AG sagt, BRV du bist der Chef, bring deinen Laden in Ordnung!

Auf gehts, jetzt aber konkrete Hilfestellung unser BRV hat sowas nicht verdient!

Gruß Renate

M
Mona-Lisa

22.07.2007 um 20:42 Uhr

@Reni, Euer AG hat eindeutig einen Sprachfehler! Euer BRV ist nicht euer Chef! Aber ich denke, das weisst du selbst... Mir ist schon klar, warum euer AG in die gleiche Bresche schlägt! Da kann man so wunderbar Unruhe und Unmut stiften! Klappt ja schon ganz gut bei euch.... Solange das BR-Mitglied nicht nach dem 23er verstösst, werdet ihr da wohl kaum Chancen haben! Ist nun mal so! Aber nicht's desto trotz, habt ihr das "Problem" schon mal in einer Sitzung angesprochen?

@Immi, "...was kann das sein, das meine BR Kollegen nicht wissen dürfen was ich da mache?..." es gibt Kollegen, die ein Problem haben und dies nur mit dem ihm vertrauten BR-Mitglied besprechen wollen. Sag nicht, das dir das noch nie untergekommen ist....

R
Reni

22.07.2007 um 20:54 Uhr

Hi, so ist halt AG-Denken, von wegen BRV=Chefe vom BR.

Schon mehrfach in BR-Sitzungen besprochen, aber das BRM lehnt sich zurück und lächelt.

So viele Probleme kann es gar nicht geben, dass er so oft BR-Arbeit macht, die speziell ihn erfordern. Der AG hat nun am letzten Freitag ihm eine besondere Aufgabe, die einige Andere auch wollten, zugeschanzt-quasi belohnt. Das BRM darauf angesprochen sagte nur:"Wenn einer nach oben will, soll man ihn nicht aufhalten!" er meinte sich selber. Den AG angesprochen, der sagte "....dann macht er schon nichts Dummes..."

Gruß Renate

DAH
Der alte Heini

22.07.2007 um 21:28 Uhr

Jedes Betriebsratsmitglied kann selbst entscheiden wann, wo, wie, usw., es seine eigene Betriebsratsarbeit macht. Da hat dem Kollegen weder der BR, der BRV, der AG oder gar die Arbeitnehmer reinzureden. Der Kollege ist selber für sein handeln verantwortlich. Wenn der Arbeitgeber mit dieser Vorgehensweise des Kollegen Probleme hat, so kann er ja entsprechenden Antrag beim Arbeitsgericht stellen. Kann der Kollege seine Betriebsratsarbeit plausibel darlegen, wird auch das ArbG nichts an der eigenmächtigen Betriebsratsarbeit ändern.

Auch das Selbststudium über Betriebsverfassungsrecht, Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, usw. gehören mit zur Betriebsratsarbeit. Ich könnte noch jede Menge Begründungen für Betriebsratsarbeit aufzählen. Anscheinend hat der Kollege in seinem Selbststudium mehr gelernt als seine BR Kollegen, ansonsten würde diese Frage nicht gestellt werden und der BR sich nicht so benutzen lassen.

Auch wenn die Belegschaft Unterschriftenlisten sammelt, wird das nichts an der Tatsache ändern, dass der Kollege ein Recht auf seine eigene Freistellung für Betriebsratstätigkeit hat. Es ist immer wieder bewundernswert, wie dumm manche Arbeitnehmer sind und die Probleme des Arbeitgebers zu ihren eigenen machen. Der AG lacht sich doch krumm über den „klugen“ BR und die Unterschriftensammler. Warum unternimmt der AG denn nichts? Der AG kennt die Rechtslage und lässt die Doofen rennen. Mein Tipp, der BR sollte sich da raushalten und wenn Fragen von der Belegschaft kommen, die Kollegen direkt vom BR zu dem "Querulanten" schicken. Der kann sicherlich den Kollegen die Fragen besser beantworten.

pirat, auch wenn es Dir nicht passt, jedes Betriebsratsmitglied kann eben sein eigenes Süppchen kochen. Da ändert auch kein selbsternannter Betriebsratsdiktator etwas dran, und das ist auch gut so.

P
pirat

22.07.2007 um 21:51 Uhr

Heini Anscheinend hat der Kollege in seinem Selbststudium mehr gelernt .....

wenn er den soviel gelernt hat, warum läßt er die andern BRM nicht teilnehmen? .... EFEKTIVE Betriebsratsarbeit vollkommen unverzichtbar, die Arbeitsteilung im Betriebsrat derart zu ORGANISIREN, dass ALLE Mitglieder des Betriebsrats aktiv und VERANTWORTLICH in die Betriebsratsarbeit EINBEZOGEN werden. § 37 Abs. 2 BetrVG und § 38 BetrVG schaffen hierzu die notwendigen Freiräume. Vielleicht sollte das Gremium den Spieß mal umdrehen. Und 8 BRM versalzen ihm die Suppe. d.h auch keine Infos mehr an ihn. Damit er weiterhin Selbststudien auch selbst behalten kann?

DAH
Der alte Heini

22.07.2007 um 22:19 Uhr

pirat, anscheinend hast Du den Sinn nicht begriffen.

Ob dass, was der Kollege macht für die Betriebsratsarbeit sinnvoll ist, ist doch völlig unerheblich.

Ein Betriebsratsmitglied hat das Recht eigene Betriebsratsarbeit zu leiste. Dafür kann es sich selber freistellen und muss NIEMANDEN darüber Rechenschaft ablegen. Dagegen könnte selbst das Arbeitsgericht nichts machen, wenn die Betriebsratsarbeit vernünftig begründet wird.

Ob der Betriebsrat nur ein Teil seiner Mitglieder informieren darf, bezweifele ich. Jedes BR Mitglied hat das gleiche Recht auf Mitteilung der Informationen durch den BR, so das der Wissenstand der Angelegenheiten die das Gremium betreffen, gleich ist.

Oben genanntes bitte nicht mit der persönlichen BR Arbeit in einen Topf werfen, darüber muss das Gremium nicht informiert werden.

R
Reni

22.07.2007 um 22:21 Uhr

Hallo Heini,

das, was du da von der Latte gelassen hast war uns schon lange bekannt.

Der Arbeitgeber ist sehr tolerant und behindert uns in keinster Weise, wir können ungestört BR-Arbeit machen, er lacht sich auch nicht ins Fäustchen, ihm geht es mehr um den Betriebsfrieden. Die Firma ist in Eigentümerhand, der Chef ist mit uns und wir mit Ihm gross geworden. Ø Betriebszugehörigkeit = 12 Jahre Wir haben kürzlich die MA zu verschiedenen Themen befragt, auch zum Betriebsfrieden= hervorragende Ergebnisse. Fluktation= 0,8% bei 254 MA sagt auch etwas aus! Bitte mache jetzt unser BRM (der jetzt gerade 3 Jahre dabei ist) nicht gleich zum Märtyrer, bei so viel BR-Arbeit wie er vorgibt wundert es mich doch sehr, dass er keine Bücher braucht. Bisher hat er sich auch nicht mit den BR-Unterlagen beschäftigt, obwohl bald 1 1/2Jahre im Amt = Selbststudium?? Diverse ihm übertragene Aufgaben werden nicht erledigt, er hat keine Zeit dazu. Rücklaufquote ca. 40%!! Er hat am Anfang der Periode auch schon nach seinem Preis gefragt und wollte wissen, wie hoch "seine" Abfindung wäre, würde er gehen.

Soll ich Dir meine Meinung sagen, auch wenn sie Dir nicht passt? Mach ich trotzdem: Der provoziert eine Abfindung, er will den Betriebsfrieden stören und nutzt dazu clever die Betriebsratsarbeit für eigene Vorteile.

Morgen frage ich mal unseren (selbsternannter Betriebsratsdiktator=Deine Bezeichnung) BRV, ob er hier nicht noch mehr Details loswerden will.

Bis dahin und beruhigt Euch wieder Renate

P
pirat

22.07.2007 um 22:32 Uhr

Ach. Heini

danke daß es Dich gibt, damit ich den Sinn begreife.

Ich verstehe auch so und kann nicht umhin, meine dezidierte Meinung zu vertreten. Hier ist keine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Dieses Eröffnete mir völlig neue Möglichkeiten im Bezug auf den BR Kollegen.

DAH
Der alte Heini

22.07.2007 um 22:47 Uhr

Reni, wer sagt den, dass mir deine Meinung nicht passt. Ich sehe das schon, dass der Kollege Betriebsratsarbeit für seine Vorteile nutzt, nur ändern könnt Ihr daran nichts.

Wenn, wie pirat schreibt 69131, ----Und Alleingänge die nicht einmal erklärt werden zu unterbinden. Hier kann nicht jeder BR sein eigenes Süppchen kochen mit dem Hinweis auf BR Arbeit wo kämen wir den dahin, wenn jeder BR das nach gutdünken so machen würde? Basta!---- so ist das nun einmal diktatorisches Gehabe ohne jeglichen rechtlichen Hintergrund. Und das ist meine Meinung, auch wenn Sie dir nicht passt.

I
Immie

23.07.2007 um 00:09 Uhr

Mona- Lisa klar, das meinte ich mit "extra". Das ist aber eher nicht die Regel.

Reni wo macht euer fleissige Kollege denn die ganze BR Arbeit?

pirat "Suppe versalzen ist eine sehr gute Idee, und in vielen Variationen möglich:-)

Der alte Heini Also das was im Fitting unter §37 steht macht die Arbeit einzelner BRM eigentlich schon nachvollziehbar, ganz unabhängig davon, das sie sie eigenverantwortlich erledigen.

R
Reni

23.07.2007 um 19:23 Uhr

Hallo Leute,

"wo macht euer fleissige Kollege denn die ganze BR Arbeit?"

Antwort: in den Poduktionshallen, im Lager, in den Montierlinien, unter den MA eben.

Heute Morgen war er bei einer Kollegin und meinte, dass sie doch viel zu schwer heben muß....und das doch der Betriebsrat aktiv werden sollte.... Die Kollegin hat ihn in die Wüste geschickt...ihr schwerstes Gewicht, dass sie heben muß liegt bei 6,4Kg!?

Na, merkt ihr was...?

Liebe Grüsse Renate

DAH
Der alte Heini

23.07.2007 um 21:57 Uhr

Immi, der Betriebsrats kann ja versuchen gegen das Mitglied aktiv zu werden, vielleicht sogar das ArbG bemühen. Dann wird der BR erfahren was dein Hinweis wert ist.

Noch einmal: keiner hat das Recht einem ordentlich gewählten Betriebsratsmitglied vorzuschreiben wie, wo, wann, usw. der Kollege seine EIGENE notwendige Betriebsratsarbeit leistet. Das gilt auch für seine entsprechende Freistellungen.

Und das Betriebsratsarbeit geleistet wird schreibt Reni ja, zB in den Poduktionshallen, im Lager, in den Montierlinien, unter den MA eben.

I
Immie

23.07.2007 um 22:17 Uhr

Der alte Heini sorry, aber, "was dein Hinweis wert ist", welcher Hinweis? Ich habe mit keinem Wort was von ArbG gesagt. Und auch "gegen das BRM aktiv werden", habe ich mit keinem Wort erwähnt. Ich weiss beim besten Willen nicht was du meinst.

P
pirat

23.07.2007 um 22:38 Uhr

Tja Heini,

Immi laß´ mal,

wenn Du Deine Angriffe startest dann doch dezidiert an die richtige Adresse.

BT
betriebliche trübung

24.07.2007 um 01:13 Uhr

heini, du hast recht, auch wenn der ein oder andere das persönlich nimmt.

pirat, fühl dich nicht auf den schlips getreten, wenn man dich nach dem spruch "an Borde meines Schiffes gäbe es das nicht" einen diktator unterschiebt.

P
pirat

24.07.2007 um 01:30 Uhr

betriebliche trübung

bleib cool es ist alles halb so wild. Take it easy. Und hinter mancher Vassade ist was ganz anders.

P
pirat

24.07.2007 um 01:49 Uhr

Hör zu du betriebliche Trübung, wenn du Lust auf einen wirklichen Austausch hast, dann melde Dich und du wirst dich wundern. Nicht alles was so aussieht ist auch so.

DAH
Der alte Heini

25.07.2007 um 01:38 Uhr

Tja pirat, es gab mal eine Zeit, da machte segeln noch spass!!!

Aber jetzt???

A
amazing

25.07.2007 um 02:50 Uhr

Sorry, mag es eigentlich nicht, mich in derartige Wortgefechte einzuklinken.... aber hier muss ich doch mal eben meine eigenen Überlegungen anbringen.

Ein BR Gremium ist doch ein Team - richtig???

Ein BRM, welches Alleingänge durchzieht, mag ja soweit i.O. sein, wenn es denn erforderlich ist - keine Frage.

Und ich erwarte auch nicht, das über jeden Anruf, jedes pers. Gespräch wortgetreu ein Protokoll dazu niedergechrieben wird.

Aber spätestens bei der nächsten BR-Sitzung sollten über die Vorkommisse gesprochen werden. Dies handhabe ich als BRV genauso gegenüber meinen BR KollegenInnen - das ist eine Selbstverständlichkeit!

Ein BRM, daß seine Tätigkeiten verschweigt und sich nicht mit dem Team darüber austauschen möchte, kann oder was auch immer - ist demnach nicht teamfähig - richtig?

Also hat ein solches BRM in einem Team auch nichts zu suchen.

Dann obliegt es dem Gremium entsprechende Wege einzuleiten.

R
Reni

25.07.2007 um 19:45 Uhr

amazing,

zeig mir den Weg!

Heute: das besagte BRM-Mitglied hat während einer Diskussion um Einführung von ERA den Vorschlag gemacht, dass der BR auf den AG zugehen soll und 10% des Lohnes als Standortsicherung bieten soll. Außerdem hat er vorgeschlagen alle Angestellten aus der Stempelpflicht zu nehmen und statt dessen, diesen Kollegen die Vertrauensarbeit anzubieten, so könnten auch unentgeltliche Arbeitsstunden eingefahren werden, dass dient auch der Standortsicherung!

Wie man sieht hat er sich mit der GF arrangiert, jetzt ist auch sein "Sonderjob" zu verstehen.

Mich kot.. sowas an.....außerdem bin ich auch Angestellte...

Grüsse Renate

A
amazing

25.07.2007 um 20:47 Uhr

Hallo Reni,

Frage: ist euer Standort gefährdet? Oder warum kommt Dein "netter" Kollege auf solche Ideen? Hat er evtl. den Sinn von BR-Tätigkeit noch nicht begriffen - nämlich im Sinne der Belegschaft zu argumentieren und nicht gegen sie? Schickt den etwas übereifrigen BRler mal zu den entspr. Seminaren... kopfschüttel...

Dein BR-Kollege kann ja durchaus in euren BR-Sitzungen Vorschläge machen - diese alleine durchsetzen zum Glück nicht! Und allein mit dem AG im stillen Kämmerlein irgendwelche Strategien entwickeln geht schon mal gar nicht!

Eure KollegenInnen würden sich "herzlich bedanken", wenn ihr dem AG die Arbeit abnehmen würdet, und der AG würde Tränen lachen...

Jetzt kann ich leider nur spekulieren... gesetzt den Fall, daß es mit eurem Unternehmen wirtschaftlich nicht zum besten steht...

Dann muß das Gremium darüber diskutieren, ob eine derartig weitgreifende Änderung der Entlohnung oder des Zeiterfassungssystems überhaupt nötig ist, oder ob es alternative Lösungen im Sinne der Belegschaft gibt, wovon ich ausgehe.

ABER ERST wenn der AG auf euch zukommt und oben genannte Änderungen durchführen will, die schließlich mitbestimmungspflichtig sind.

Und ERST DANN wird mit dem AG verhandelt um eine entsprechende Betriebsvereinbarung im Sinne der Belegschaft abzuschliessen. §77 BertVG

Ich würde den "netten" Kollegen mal auf § 23 Abs. 1 BetrVG hinweisen.

Hm - ob Dir das jetzt weitergeholfen hat?

So - und jetzt wäre es sehr freundlich, wenn hier die alten BRler auch mal etwas sinnvolles aus der Praxis beitragen, wie man mit so einem "netten" BR-Kollegen umgeht und dieser sein diletantes Verhalten abstellt.

R
Reni

25.07.2007 um 21:01 Uhr

Hi amazing,

"unserem" Betrieb geht es hervorragend, die Auftragsbücher sind mehr als voll, Überstunden, Samstagsarbeit und Nachtschichten werden gefahren zusätzlich werden 100derte von produktiven Stunden an Fremdfirmen vergeben. Alleine heute hatten wir 22 !! Einstellungen, allerdings befristete Verträge und Leasing-MA, weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Die wirtschaftliche Lage lt. den von der GF dem BR vorgestellten Zahlen sind Rekordzahlen, solche guten Umsätze hat es in der Unternehmesgeschichte noch nicht gegeben!

Das zitierte BRM hat schon einige Seminare besucht und hat eigentlich schon das Wissen, aber er ist zur "guten" (eigennützigen?) Zusammenarbeit mit der Pers.-Abt.+GF bereit. Tja, wenn einer nach "oben" will, soll man ihn nicht halten....hat er schon mal gesagt.

Bis denne Renate

A
amazing

25.07.2007 um 21:13 Uhr

Hy Reni,

Habe gerade nochmal den Thread überflogen und sehe, daß die Belegschaft bereits Unterschriften sammelt, um den "netten" Kollegen loszuwerden. Nun - seine Tage scheinen gezählt zu sein - aber das Gremium sollte dem zuvor kommen.

Ich persönlich würde ihm nahelegen, den BR zu verlassen, und dies als TOP bei die nächste BR-Sitzung mit dem Gremium diskutieren und in die Wege leiten. Es scheint offensichtlicht, daß der Kollege auf der falschen Seite des Tisches sitzt.

Wenn es eurem Betrieb so gut geht - klasse! Wunderbar! Dann kann man sich als BR ja unglaublich viele Gedanken darüber machen, inwieweit die Belegschaft davon profitieren könnte! ;-)

R
reni

25.07.2007 um 21:55 Uhr

Hy amazing,

in einer BR-Sitzung wurde ihm von 8 BRMs (von 9) nahegelegt auszutreten, er hat sich nur zurückgelehnt und gegrinst -"nie ihm Leben...", er hat dann den BRV angeboten, dass er (der BRV) zurücktreten soll, er würde dann diesen Job übernehmen, Du glaubst nicht welches Gelächter das BR-Zimmer bis in die Grundmauern erzittern ließ. Mit dem Absetzen ist das so ein Problem, deswegen auch meine Frage am Anfang. Wenn wir da gerichtlichen Schiffbruch erleiden würden.....würg, dann wäre er der King. Gebt mir bitte einen Rat, wie sowas rechtlich 100% wasserdicht sein könnte.

Die Berichte hier von mir sind wahr, auch wenn es manchmal unglaublich klingt! Leider darf ich den Namen der Firma und des BRMs nicht veröffentlichen.

Jau, unserer Firma gehts prächtig und wir haben schon viele nette Dinge zum Wohle der Belegschaft erreicht. Übrigens vom alten 9 köpfigen BR-Team wurden bei der letzten Wahl wieder 7 gewählt, 2 neue kamen ins Team, auch das besagte BRM. Bis zur letzten Wahl hat es bei uns nur eine Persönlichkeitswahl gegeben, die zwei neugewählten BRMs haben erstmalig eine Listenwahl arrangiert, boah war die Belegschaft sauer. Ich selbst bin seit 1985 im Betriebsrat und habe damals erstmalig zusammen mit einem auch jetzt noch im Amt und Würden stehenden BRM erstmalig die BR-Wahl organisiert. Ich war auch insgesamt 8 Jahre BRVin, habe aber altershalber den BRV-Job dann abgegeben und mich nicht mehr um den BRV beworben. Ich bin auch der Meinung, dass max.8Jahre reichen, sonst kann sich Einiges verfahren, neues Blut muß dann den Job übernehmen. Vor 1985 hatten wir keinen BR. Unser BRV ist jetzt in der 3.Runde BRV, die anderen 7 BRMs sind in der 2.-3.Runde aktiv, also alle relativ erfahren, aber so einen Fall hatte wir noch nicht. Morgen hat unser BRV einen Termin beim Rechtsanwalt, mal sehen was da raus kommt.

bye Renate

A
amazing

26.07.2007 um 14:51 Uhr

@ Reni

berichte mal, was der anwalt zu dieser Sache meint. Interessiert mich doch sehr, wie das bei euch weitergeht.

LG

R
reni

01.08.2007 um 19:06 Uhr

Hi Ihr,

der Anwalt meinte, dass man die Finger vom Kollegen lassen sollte, sonst könnte es große Probleme geben. §119 könnte für den Kollegen ausgelegt werden, Behinderung seiner BR-Arbeit. Er meinte auch, dass sich solche Kollegen meist sehr schnell "verrennen", sie verlieren schnell an Glaubhaftigkeit und es ist eine Frage der Zeit bis sie sich einreihen oder aufgeben. Solche Kadetten müssen die Ablehnung spüren, "Easy-Mobbing" wäre auch ein Thema, man muß ihn ja nicht über alles informieren und und und...

Übrigens sind solche Fälle (BRMs, die Querrudern) gar nicht so selten, das BetrVG kennt allerdings keine Lösung dazu.

Achso: Montagabend hat jemand sein 320i-Cabrio zerkratzt, Täter unbekannt... Also für mich hört da der Spass auf, ehrlich!!

Gehabt Euch wohl Renate

A
amazing

01.08.2007 um 19:31 Uhr

Hallo Renate,

nett von Dir uns diesbzl. in Kenntnis zu setzen.

Vielleicht besinnt sich der Kollege und integriert sich allmählich in das Gremium ein.

Für den Kollegen tut mir leid, was ihm passiert ist! Das kann man keinesfalls gutheißen - egal welche Unstimmigkeiten im Vorfeld herrschten.

Vielleicht bringt ihn dieser Vorfall aber auch zum Nachdenken... wer weiß...

P
pirat

01.08.2007 um 22:25 Uhr

@reni, ... Thema, man muß ihn ja nicht über alles informieren und und und...

....Und 8 BRM versalzen ihm die Suppe. d.h auch keine Infos mehr an ihn. Damit er weiterhin Selbststudien auch selbst behalten kann?....

Antwort 69148 ist doch genau das was ich gesagt habe! Danke für die Info. Das Caprio kann nix dafür.

Ignoranz reduziert und manipuliert das Bewußtsein, nicht das Bedürfnis.

R
Reni

01.08.2007 um 23:08 Uhr

Ja, das Cabrio kann nix dafür, ist auch meine Meinung, ist echt mies, was passiert ist.

Nächsten Dienstag ist unsere nächste BR-Sitzung, mal sehen was er dann drauf hat, vielleicht hat er ein bischen daraus gelernt. Man wird sehen.

bis dann Renate

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