Hallo,
hat jemand von euch Betriebsräten Erfahrungen mit Abmahnungen gesammelt, die sich gegen Betriebsratsmitglieder richten? Folgende Situation: Als Betriebsratsvorsitzender bin ich nicht vollständig freigestellt. Es kommt häufig dazu, dass die Arbeitszeit durch die "Doppelbelastung" über 8 Stunden täglich, selten auch mal die 10 Stunden (minimale Überschreitung von 4 bis 10 Minuten) überschreitet. Der Arbeitgeber meint nun ich würde damit meine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzen und fordert mich auf das Arbeitszeitgesetz einzuhalten und ihm ein Konzept vorzulegen, wie ich in den nächsten zwei Monaten meine Mehrarbeits-/Überstunden reduzieren will.
Bei einem 7-köpfigen Betriebsrat, in dem zudem noch 3 Teilzeitkräfte, darunter ein Mini-Jobbler ist und keine Ersatzmitglieder zur Verfügung stehen, lähmt jeder Ausfall die BR-Arbeit. Zudem wird von uns als BR die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber alles andere als "vertrauensvoll" (angeforderte Unterlagen kommen spät, kleckerweise oder gar nicht, Vorwürfe und Unterstellungen gegen den BR sind programmatisch,...) erlebt.
Über Stellungnahmen, Meinungen und Tips, wie wir (ich) uns wehren können bin ich dankbar.