Anhörung Kündigung
Hallo, ich habe ein echtes Problem. Ich muß zu einer Kündigung Stellung nehmen. Der Firma geht es z. Zt. wirklich nicht besonders gut. Ich möchte jedoch die Kündigung nicht bejahen, allerdings auch nicht verneinen. Eine neutrale Stellungnahme kenne ich garnicht. Kann mir jemand helfen? Wie setze ich das auf, um nicht als Buhmann da zu stehen?
Community-Antworten (7)
24.04.2007 um 22:10 Uhr
@becki, deine erste Sorge gilt der Firma???? Du hast wirklich ein echtes Problem.... Hast du mit dem betroffenen AN gesprochen?
24.04.2007 um 22:21 Uhr
Hallo becki,
grundsaetzlich gaebe es die Moeglichkeit, die Frist verstreichen zu lassen. Dann kann dem Betriebsrat zumindest nicht vorgeworfen werden, der Kuendigung ausdruecklich "zugestimmt" zu haben.
Ob dieses Verfahren gewaehlt wird, oder die angegebenen Kuendigungsgruende hinterfragt werden, weil hier evtl. dem "falschen" Kollegen gekuendigt wird, solltet ihr im Gremium unbedingt vorher abklaeren.
Meine 0,02 Euro
Mit kollegialen Gruessen Joachim
25.04.2007 um 00:40 Uhr
Als erstes solltet ihr klären, ob die Kündigung wirklich berechtigt ist, also Sozialauswahl etc abklären, naja eben den §102. Und das sollte auch dein/euer einziges Problem sein. Ihr seit Mitabeitervertreter. Sollte dann die Kündigung sozial gerechtferigt sein, dann solltet ihr einfach die Frist verstreichen lassen. Allerdings kann eine Kündigung aus diesen Gründen nicht unbedingt euer Ziel sein.
25.04.2007 um 16:03 Uhr
Mona-Lisa: Warum so bissig? Wenn es der Firma schlecht geht, hilft eine Blockadehaltung wenig. Insofern verstehe ich das Posting auch nicht nach dem Motto "Die Firma steht für mich an erster Stelle". Vielmehr ist es eine wichtige Hintergrundinfo, die bei einer Kündigung durchaus im Gesamtkontext zu berücksichtigen ist. Ansonsten gibt es vielleicht bald die Entlassung für alle MitarbeiterInnen, weil der Laden Dicht macht.
becki: Ich würde schon klären, was es mit der Kündigung auf sich hat. Und schauen, ob für den Mitarbeiter nicht etwas besseres drinnen ist. Wenn eine Kündigung wirklich unvermeidbar ist (Existenz des Unternehmens, schwerste Verfehlungen trotz Abmahnung, etc.). Evtl. ist auch eine Abfindung möglich (aufpassen wegen Sperrzeit!), etc.
Unterm Strich sollte dann der Betriebsrat eine Entscheidung treffen und auch dazu stehen.
25.04.2007 um 20:04 Uhr
@Bertram Wer beurteilt denn, ob es der Firma "schlecht" geht? Und nach welchen Kriterien sollte das d.E. sein?
Ausserdem - unter uns: Glaubst Du, dass eine einzelne Arbeitsstelle das UN rettet? Zitronenfalter falten auch keine Zitronen (das war übrigens bissig).
@becki Eine Zustimmung ist im Gesetzestext auch nicht vorgesehen. Wenn Du nicht Buhmann sein willst, ist der Job eines BR aber grundlegend verkehrt!
25.04.2007 um 21:30 Uhr
An alle, ich bedanke mich auf diesem Wege an alle, auch die Bissigen. Es ist natürlich schwer, Tipps zu geben, wenn man die Gegebenheiten nicht kennt. Ich habe schon sehr viel für unsere Leute erreicht, doch jetzt ist eben mal eine Zeit, in der es schon so lange nach unten geht, und man die Konsequenzen ziehen muß, um der Mehrheit wenigstens noch die Arbeit zu erhalten. Seit Wochen habe ich Alpträume und es ist mir nicht leicht gefallen, hier im Forum die Frage zu stellen. BR ist kein leichter Job, habe ich auch nie angenommen. Ich habe immer Spaß daran gehabt, auch wenn es sehr heftig zugegangen ist. Aber jetzt ist meine Kraft wohl am Ende. Ich werde morgen meine Stellungnahme abgeben müssen, wie auch immer. Nochmals danke an alle. Becki
25.04.2007 um 21:37 Uhr
@becki Ich bin mir - ob Deiner Einschätzung - überhaupt nicht sicher, ob die Aussage des Satzes "[...]man die Konsequenzen ziehen muß, um der Mehrheit wenigstens noch die Arbeit zu erhalten [...]" richtig ist.
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