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Leistungszulage - andere Modellvorschläge?

M
Michel
Jan 2018 bearbeitet

Bei uns gibt es eine jährliche Leistungszulage die immer wieder für Unruhe bei uns im Betrieb sorgt. Die Vorgesetzten sollen die Mitarbieter bewerten. Bei Überschreitung einer festgelegten Punktzahl, kommt der Mitarbeiter dann in den Bewertungsausschuss, der sich aus 2 BR-Mitgliedern und den beiden Geschäftsführern zusammen setzt. Dann wird darüber abgestimmt, ob der Mitarbeiter seine einmalige Leistungszulage bekommt oder nicht. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Dieses System ist sehr umstritten bei uns im Betrieb. Gibt es andere Modelle der Leistungszulage ? Wir würden uns über jede Form von Leistungszulage-Modell freuen, bitte antwortet uns, welche Modelle bei anderen verwendet werden, vielleicht findet sich eines, das unserer GF zusagt. Danke und schöne Ostern !!!

Gruß Michel

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Community-Antworten (5)

J
JoK

04.04.2007 um 19:27 Uhr

Da wir heute eine 5-stündige Personalratssitzung zu Leistungsentgelten nach dem TVöD hatten und dort den Entwurf einer diesbezüglichlichen Dienstvereinbarung beraten hatten:

Gibt es bei Euch eine Betriebsvereinbarung zu den Leistungszulagen? Werden dort die Kompetenzen des Bewertungsausschusses geregelt?

Der TVöD und auch der Entwurf unserer Dienstvereinbarung legt fest, dass die Betriebliche Kommission (bei Euch wohl Bewertungsausschuß) eine Empfehlung (bei Beschwerden) an den Dienststellenleiter ausspricht. Wenn dieser der Empfehlung nicht folgt, hat er seine Entscheidung gegenüber dem Mitarbeiter schriftlich zu begründen. Somit hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, diese Entscheidung ggf. arbeitsgerichtlich anzugreifen.

Evtl. wäre hier ja ein Ansatz: Abschließende Entscheidung erfolgt durch den Arbeitgeber und nicht durch den Bewertungsausschuss.

Da der ÖD gerade dabei ist, die Leistungsentgelte der freien Wirtschaft zu implementieren halte ich Deine Frage für durchaus spannend.

Gruss JoK

K
Kölner

08.04.2007 um 23:11 Uhr

@JoK Ich halte bzgl. des § 18 TVöD eine Leistungsbewertung von AN und AG/Vorgesetzen für die fairste Lösung!

@Michel Ein Modell mit Punkteverteilungen, die sich aus einer (Eigen-)Bewertung des AN und des AG/Vorgesetzten zusammensetzt hielte ich ja für fairer als jegliche andere Kommission oder Bewertungsausschuss.

J
JoK

09.04.2007 um 14:43 Uhr

@ Kölner Unser DV-Entwurf sieht vor, dass die Systematische Leistungsbewertung (SLB) grundsaetzlich einvernehmlich erfolgen soll (damit stehen wir schon im krassen Gegensatz zu den Vorstellungen der Dienststelle, die den Vorgesetzten alleine entscheiden lassen moechte).

Im PR haben wir uns darauf geeinigt, (einvernehmliche) Zielvereinbarungen (ZV) zu bevorzugen und die SLB nur als Alternative vorzusehen. Die ZV wird dann nochmals in Teamzielvereinbarungen und Einzelzielvereinbarungen unterteilt, wobei die Teamzielvereinbarung wiederum bevorzugt wird. Im Team wuerde dann auch der Vorgesetzte bewertet werden, wobei es hier wieder das Problem gibt, dass Beamte ja nicht unter den TVoeD fallen und daher Leistungsentgelte nicht aus dem Budget gezahlt werden duerfen, sondern hierfuer ein gesondertes Budget bereitgestellt werden muss (was die Dienststelle nicht moechte ...). Allerdings bedarf es einiger Kreativitaet, um in einer Verwaltung fuer alle Bereiche ZVen zu vereinbaren.

So, nach dieser kleinen Exkursion in die Wirren des OeD ;-) :

Falls Michel sich noch fuer das Thema interessieren sollte, waere es evtl. ja auch eine Idee, statt der Leistungsbewertung auf ZVen hinzuarbeiten. Falls es hier ein entsprechendes Potential gaebe, koennte ich mir vorstellen, dass Teamzielvereinbarungen mit einer entsprechenden Punktbewertung die Unruhe im Betrieb ein wenig legen koennten.

Gruss JoK

K
Kölner

09.04.2007 um 15:50 Uhr

@JoK Ich bin übrigens dafür, dass im Rahmen des § 18 TVöD jeder AN des Betriebs einen Basissatz an Ausschüttung bekommt...

J
JoK

09.04.2007 um 16:16 Uhr

@Kölner

Da das Budget für die Leistungsentgelte nach § 18 TVoeD ja im Prinzip durch Gehaltsverzicht der Mitarbeiter finanziert wird, sehen wir als PR dies aehnlich. Wir arbeiten daher daraufhin, dass die Leistungsentgelte auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren und bereits die Bereitschaft zur Teilnahme am System durch eine Punktvergabe "belohnt" werden soll. Das Ganze ist natuerlich etwas kompliziert, da Leistungsentgelte im OeD eine ziemliche Neuerung sind ...

... und die Dienststelle durchaus in einigen Punkten eine von unseren Vorstellungen abweichende Meinung vertritt.

Die "freie Wirtschaft" scheint jedoch diesbezueglich auch nicht so ganz konfliktfrei, wenn ich die Frage des Ursprungsfragestellers[tm] richtig interpretiere.

Ich hoffe daher, mit meinen Beitraegen nicht gar zu themenfern zu sein ...

Gruss Jo"zu recht hier nur geduldet"K

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