Mindestens ein Mal im Jahr finden Einzelgespräche zwischen der GL und den Mitarbeitern (ca. 60), statt.

Wie soll man reagieren, wenn in diesen Einzelgesprächen sich einer der GL nicht mehr im Griff hat, d. h. ausrastet, ausfallend und unsachlich wird.

Das ist schon mehrfach vorgekommen und ich habe es selber vor Kurzem in meinem Gespräch erlebt.

Ich habe vor meiner Elternzeit Vollzeit gearbeitet, arbeite seit September 2005 wieder in der Firma (über 13 Jahre), bin also eine in Teilzeit arbeitende Mutter und zudem im BR. Die Firma wollte mich nicht wieder nehmen und mir eine Abfindung zahlen. Ich blieb aber hartnäckig und habe auf meinen Job bestanden.

Es ging in diesem Gespräch um meine Krankheitstage bzw. um die meines Sohnes. Mein Sohn erkrankte in meiner Elternzeit an Leukämie und hat dadurch keine Infekte durchmachen können wie ein gesundes Kind. Diese holt er durch den Kindergarten jetzt nach und muss daher aufgrund von Krankheit auch mal zu Hause bleiben. Der Vater und ich leben zusammen, er hatte mir im letzten Jahr seine 10 Tage bei Krankheit des Kindes schon übertragen müssen, weil ich mit meinen 10 Tagen nicht mehr ausgekommen bin.

In diesem Gespräch mit der Geschäftsleitung warf man mir vor, mein Sohn wäre 20 Tage krank, dann bin ich auch noch krank und habe noch 30 Tage Urlaub, würde ich schon ein viertel Jahr in der Firma fehlen.

Mein Chef wurde regelrecht ausfallend, so dass ich nur noch geweint habe.

Nach diesem Gespräch fühlte ich mich als in Teilzeit arbeitende Mutter diskriminiert, eingeschüchtert und genötigt, meinen Sohn trotz Kranksein, in den Kindergarten gehen zu lassen.

Muss man sich das gefallen lassen und welche Möglichkeiten habe ich, mich dagegen zu wehren?

Mein Chef macht übrigens keinen Hehl daraus, dass er Kinder und Teilzeit arbeitende Mütter ablehnt.