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Tarifvertrag AWO Trialog - Rufbereitschachaften?

G
GreenHope
Jan 2018 bearbeitet

Hallo!Es geht um Rufbereitschaftsdienst in einem Wohnheim für psychisch kranke Menschen bei der AWO (Nachtwache ist vor Ort, Rufbereitschaft im Hintergrund - Größe des Wohnheims: 50 Bewohner plus 9 Bewohner in einer ausgelagerten Wohngruppe)). Diese Rufbereitschaften wurden bisher nicht nach Tarif vergütet (außertariflich mit 15.-€ pro Nacht); jetzt haben wir einen neuen TV (mit Verdi verhandelt) und demnach muss in der Woche das 2-fache, an Wochenenden und Feiertagen das 4-fache des tariflichen Bruttostundenlohns gezahlt werden. Dadurch entsteht ein Mehr an Personalkosten von ca. 12.000€ im Jahr . Lt. Arbeitgeber könnte dieses "personelle Konsequenzen" haben, da er diese Mehrkosten nicht zahlen kann (...wozu gibt es Tarifverträge???). Zudem würde ich nach Auffassung des AG diese Rufbereitschaften in Zukunft gar nicht mehr machen dürfen, da ich offiziell keine Fachkraft bin (d.h. ich habe kein Staatsexamen), bin zwar Rettungssanitäterin, habe Berufserfahrung in der Altenpflege (war zwei Jahre als Nachtwache beschäftigt) und mittlerweile bin ich seit 10 (!) Jahren bei der AWO im Bereich Sucht & Psychiatrie tätig) - das alles zählt jetzt nicht mehr, obwohl ich in den vergangenen 4 1/2 Jahren Rufbereitschaft gemacht habe - als "Nicht-Fachkraft"..... und auf einmal geht das nicht mehr, weil sie mehr Geld dafür bezahlen müssen (laut Tarifvertrag - und das ist ja wohl das Recht eines jeden Arbeitnehmers, diesen in Anspruch zu nehmen). Ich habe mich nur auf diesen neuen TV berufen und die Vergütung für die Rufbereitschaft schriftlich beantragt, mehr nicht. Dafür werde ich jetzt quasi "bestraft". darf überhaupt keine Rufbereitschachaften mehr übernehmen und habe nach jetzigem Stand 150€ weniger im Monat; wenn es nach dem neuen Tarifvertrag geht sind es sogar 210€ weniger. Hätte ich nichts gesagt, wäre alles so weiter gelaufen. Weiß jmd. Hilfe??!

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Community-Antworten (3)

K
Kölner

20.02.2007 um 01:25 Uhr

@GreenHope Die AWO hat einen gültigen TV? Zweifel

G
GreenHope

20.02.2007 um 01:49 Uhr

Seit 01.07.2006 gibt es einen neuen TV, Zusatz "AstD"...bedeutet "Ausgleich strukturelles Defizit"; gemein gesagt "Ausbeutung stummer Dummer", denn wenn man sagt was man denkt oder seine "Rechte" beantragt, wird man nur ge... .: sorry, ich fühle mich wirklich als MA nicht wert geschätzt.

L
Lotte

20.02.2007 um 11:46 Uhr

GreenHope, habe auch erst gestutzt, als ich vom neuen TV der AWO las, aber dann wurde es klar, dass ein HausTV gemeint ist zwischen AWO Trialog und Ver.di.

Nun zu Deinem Problem: Schau mal in die HeimPersV §6, dort wird beschrieben, wer sich zu den Fachkräften zählen darf. Es gibt auch die Möglichkeit, Nichtfachkräfte unter bestimmten Bedingungen als Fachkräfte anerkennen zu lassen (langjährige Berufserfahrung, haben jahrelang Aufgaben einer ex. Kraft übernommen). Unsere Nachtwache ist z.B. als Fachkraft anerkannt, da sie schon seit 18 Jahren alleine NW macht. Aber da hat sich der AG drum gekümmert. Wenn Dein AG nicht will, sehe ich schwarz. Bist Du im BR? Kannst natürlich versuchen, Dich nach §85, BetrVG zu beschweren.

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