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Schriftführer - schriftliche Beschlussfassung gefällt GL nicht

A
angelique
Jan 2018 bearbeitet

Ich habe an einem Seminar der W.A.F. teilgenommen für Schriftführer. Das hat mir sehr viel gebracht, da ich nun weiss, dass ich mich an Bspw. die ZPO halten muss und Niederschriften Protokolle sind, die rechtswirkung haben. Seitdem ist die schriftliche Kommunikation gewachsen - jeder Beschluss wird in Wort gefasst, wie er verlautet wurde - alles juristisch sachlich. Nun bin ich die Persona non grada - da schriftlich vorher nicht viel fixiert wurde, hat die Geschäftsführung nun das Empfinden, in der Person der Schriftführerin liegt das Problem der Unstimmigkeiten. Mir persönlich hat sie es nicht verlauten lassen, sondern ich habe das Glück, dass mein Vorgesetzter anscheinend viel von mir hält und mir das mitgeteilt hat. Mir scheint es, dass ein Problem der Sachlichkeit vorliegt, denn Geschäftsführung scheint meine Person als Schriftführerin zu überschätzen - bin die erste die ein Seminar besucht hat - zuvor wurde alles mündlich festgehalten. Mein persönliches Problem liegt nun darin, dass meine Person als Schriftführerin als ein Betriebsproblem dargestellt wird - obgleich alle anderen Vorgesetzten mit mir äusserst zufrieden sind in der pädagogischen Arbeit. Muss ich mir diesen "Ruf" gefallen lassen - da anscheinend nicht reflektiert wird, dass ich die Beschlüsse schriftlich darlege, obgleich ich sie natürlich mit den relevanten Paragraphen versehe und dabei steht, dass es der Beschluss des Betriebsrats ist?

5.820011

Community-Antworten (11)

K
Kölner

15.02.2007 um 14:15 Uhr

@Ramses II Oh Du Prophet der wahrsten Wahrheiten, sei Dir gehuldigt!

@angelique Es ist schon ein Unterschied, wenn einige Kommentatoren die Sitzungsniederschrift als "[...] Privaturkunde im Sinne des § 416 ZPO" (z.B. Däubler) ansehen, Du Dich bei der Verfassung selbiger an die ZPO halten willst. Mir kam ganz spontan auch die Frage in den Sinn, warum Dein Vorgesetzter die "pädagogische Arbeit" (was immer Du damit meinst) mit Deiner Protokollführung in einen Topf wirft. Egal.

Alaaf...

L
Lotte

15.02.2007 um 14:45 Uhr

Kölner, Ramses, da kommt die gute Angelique von einem Seminar, setzt Ihre zum Teil doch sehr guten Ideen um (z.B. Beschlüsse schriftlich festzuhalten, Protokolle auf eine rechtlich, korrekte Ebene zu bringen) und stößt dann auf zwei "Halunken", die sie erstmal Aussage für Aussage auseinandernehmen. ;-))

Angelique, ich bewundere Deinen Einfluss, den Du auf das Gremium hast. Das beweist ja, dass von Deinen BR-Kollegen auch Deine BR Arbeit geschätzt wird.

Natürlich solltest Du dabei nicht aus den Augen verlieren, dass es jahrelang anders lief und "was der bur net kennt frisster net" ist hier vielleicht etwas drastig ausgedrückt, trifft aber vielleicht den Kern.

Wie wäre es, wenn Ihr den Punkt zur TO des nächsten Monatsgespräches nehmt und die neue Vorgehensweise erklärt?

Und Deine pädagogische Arbeit hat ja eigentlich wirklich nichts mit Deiner BR-Arbeit zu tun.

Ach Kölner, ist Dir aufgefallen, Ramses ist hier wirklich mal der Erste, der antwortet ;-)

A
Angelique.

15.02.2007 um 21:30 Uhr

@Ramses

nun, genau du hast es erfasst - in dem Seminar sind wir tatsächlich rausgegangen und wussten, was falsch gemacht wurde - wäre ja auch schade, wenn man ein Seminar besuchen müsste, wenn man schon alles weiss - die meisten Menschen besuchen Seminare, um etwas zu lernen. Du scheinst ja schon Allwissend zu sein :-))

Und wer lesen kann ist im Vorteil - denn just darin liegt das Problem. Es wird von der Geschäftsführung meine Arbeit, denn ich bin Arbeitnehmer, mit meiner Betriebsratstätigkeit zusammengewürfelt - und es ist sicherlich nicht okay (zumindest aus meinem Blickwinkel) diese zwei Sachen durcheinander zu würfeln - und mein direkter Vorgesetzter hat mir das just aus dem Grund mitgeteilt, weil er wohl sieht, dass die Sachlichkeit fehlt.

Sehr schön, wenn man jemandem Arroganz unterjubeln möchte, wo keine vorhanden ist, sondern einfach der nüchterne Blick darauf, dass einiges in der Vergangenheit schief gelaufen ist und man dafür zum Sündernbock gemacht wird, weil man es nicht mehr falsch machen möchte.

Und ja, es ist wichtig, Protokolle juristisch richtig zu verfassen - denn sonst sind sie nichts wert, wenn man die Einigungsstelle (als Beispiel) einschalten muss, weil dann formaljuristisch ein Protokoll nicht verwendet werden darf/wird. Das gilt auch für Beschlüsse. Gibt es einige Gerichtsurteile zu.

Aber auch dazu gibt es Seminare bei der W.A.F. Nennt sich dann zum Beispiel Betriebsverfassungsrecht oder Arbeitsrecht.

Oder man besucht ein Seminar für Schriftführer und weiss dann mehr.

Mensch lernt nie aus -

und Pädagogen lernen jeden Tag wieder, wie rudimentär Mensch sein kann oder wie einfältig.

K
Kölner

15.02.2007 um 21:34 Uhr

@Angelique Du bist Pädagogin?

A
Angelique

15.02.2007 um 21:39 Uhr

Lotte, vielen Dank für deine netten Worte. Genau das habe ich mit dem BRV besprochen. Wir möchten das zur Thematik machen. Denn die Kollegen haben es im Gegensatz zu den beiden ersten Schreibern hier, nicht als Überheblichkeit angesehen, sondern schätzen es und haben, obgleich sie zum Teil schon lange im BR sind, nicht als "schlimm" angesehen, sondern haben es ohne sich angegriffen gefühlt zu haben, gerne übernommen. Zumal man aus den Seminaren der W.A.F auch immer mit viel gutem Material zurück kommt und wir das Ganze zusammen nochmals erarbeitet und durchgegangen sind.

Und ja, eben, meine Arbeit hat nichts mit der Betriebsratstätigkeit zu tun, deswegen finde ich es schade, dass dies von der Geschäftsführung anscheinend in einen Topf geworfen wird - mir fehlt just dort die Sachlichkeit.

Aber auch hier scheint dem ein oder anderem Sachlichkeit ein Fremdbegriff zu sein.

K
Kölner

15.02.2007 um 21:41 Uhr

@Angelique Du MUSST eine Pädagogin sein! So redet sonst kein normaler Mensch. Willkommen im Club...

A
Angelique

15.02.2007 um 21:42 Uhr

Kölner,

du bist Berufsstänkerer oder einfach nur Berufskölner???

K
Kölner

15.02.2007 um 21:45 Uhr

@Angelique Weder noch. Schlicht und einfach ein Realist! Und Du äusserst Dich auf eine Art und Weise...hmmm...die 'geht' halt nur mit Pädagogen und glaub mir: Ich weiss wovon ich rede!

A
angelique.

15.02.2007 um 21:50 Uhr

Sorry, aber just das glaube ich nicht, dass du annähernd weisst, wovon du redest.

Das, was du da machst, nennt man Vorurteile gegenüber Menschen ausweiten, weil man eine eingeschränkte Sichtweise hat und nur die eigene Meinung als die einzig Wahre erachtet.

Tunnelblick. Und nun noch viel Vergnügen beim stänkern, ich klinke mich hier aus, weil ich das Ganze doch ziemlich primitiv finde. Schönen Abend noch.

S
sphinx

15.02.2007 um 22:04 Uhr

@ Hallo Angelique,

mir haben sie gleich den Stift wieder weggenommen, nachdem ich kurz Schriftführerin war..:-)

Aber wenn die anderen hinter dir stehen, dann wird es halt jetzt anders...

Ich wünsch dir alles Gute und ... nicht ärgern in Köln ist Karneval...:-)

K
Kölner

15.02.2007 um 22:06 Uhr

@Angelique Schade. Du bist leider zu mächtig unwissend. Diagnose: F24?

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