Bike-Leasing
Hallo zusammen,
habt Ihr mit dem o.g. Thema schon Erfahrungen gemacht und könnt ihr deutschlandweite Anbieter empfehlen? Welche Schwierigkeiten hattet ihr und wie viel Aufwand ist das ganze? Lohnt das sich für die Kollegen tatsächlich oder ist das was man im Internet findet doch größtenteils Schönfärberei?
Das sind viele Fragen auf einmal und schon mal Danke für die Antworten.
Community-Antworten (7)
04.12.2018 um 13:48 Uhr
Company Bike - läuft.
04.12.2018 um 14:12 Uhr
Der Marktführer ist wohl Jobrad.
Leider hat der Gesetzgeber hier gerade mal wieder für ein völliges Chaos gesorgt.Firmenräder waren in der jüngeren Vergangenheit den Firmenfahrzeugen steuerlich gleichgestellt. Der Bundesregierung hat es jetzt gefallen, sogenannte "Elektrofahrzeuge" (und dazu zählen auch Hybridfahrzeuge wie der 3-Liter Porsche Cayenne E-Hybrid, 3 Liter Hubraum,, 462 PS und zweieinhalb Tonnen Geiwcht, elektrische Reichweite unter realen Bedingungen etwa 30 km) als Firmenfahrzeuge steuerlich zu fördern und nur noch den halben geldwerten Vorteil anzusetzen wie bei Benzinern anzusetzen. Damit drohte auch eine wichtige Steuerquelle auszutrocknen, die Firmenräder. Um diesen Verlust auszugleichen enthält der jetzige Gesetzesentwurf eine auf den ersten Blick verführerische Lösung: Der geldwerte Vorteil von Firmenrädern wird mit "0" (zero, niente) angesetzt. Allerdings, und nun wird es prickelnd, gilt dies dann nur für Firmenräder, die ZUSÄTZLICH ZUM OHNEHIN GESCHULDETEN LOHN gewährt werden, also vom Arbeitgeber "verschenkt" werden. Eine elegante Lösung um das Thema Firmenräder endlich zu beerdigen. (Merke: Wir haben eine wichtige Automobilindustrie, aber keine nennenswerte Fahrradindustrie mehr). Dies soll so aber nicht für S-pedelecs gelten, da diese als Kraftfahrzeuge gelten. Ein Fahrradleasing bei dem der Arbeitnehmer die Kosten übernimmt könnte damit in Zukunft nur noch mit S-Pedelecs möglich sein.
Generell ist bei den Fahrradleasing Angeboten zu beachten, dass die Raten zwar in der Regel vom Arbeitnehmer bezahlt werden, er aber während der Leasingdauer nicht Eigentümer des Rades ist. Bei allen Störungen des Leasingvertrages macht sich dies negativ für den Arbeitnehmer bemerkbar. Wird zum Beispiel das Fahrrad gestohlen, so leistet die Fahrradversicherung an den Eigentümer des Fahrrades. Der Arbeitnehmer der unter Umständen über Jahre die relativ hohen Leasingraten (2,5% pro Monat) bezahlt hat kann dann seinem Geld nur noch nachweinen.
04.12.2018 um 14:17 Uhr
Eine Übersicht zu den gängigen Leasingunternehmen gibt es hier: https://www.adfc-bayern.de/fileadmin/user_upload/images/01_Menue_links/Fahrradfreundlicher_Arbeitgeber/%C3%9Cbersicht_Dienstradleasing_Nov16.pdf Der Aufwand war überschaubar, das kompliziertere/zeitaufwändigere war bei uns die Zulassung des Leasinggebers als Lieferant und die Anpassungen im Lohn/Gehalt System. Neben der BV natürlich! :-) Lohnt sich das ganze?! Kommt darauf an! Als erstes ist es so, dass die Leasinganbieter etwas unterschiedlich rechnen, daher muss man hier schon prüfen, was sich mehr lohnt. Und dann kommt hinzu, was der AG gewillt ist beizusteueren. Bei den meisten Mitarbeitern wird der AG Sozialversicherungsbeiträge sparen. Daher sollte man hier die Augen und Hände auf haben. Am Ende stehen sich der Preis des Fahrrades und die Leasingkosten für den Mitarbeiter gegenüber und dann muss man prüfen, ob ein Leasing günstiger ist oder nicht. Beim Kaufpreis sollte man auch evtl. Rabatte durch einen Direktkauf berücksichtigen. Vielleicht überwiegt auch der Vorteil einer Ratenzahlung über das Leasingoder nicht. Es ist eben individuell und jeder muss für sich selber entscheiden....
Den Punkt Rente, da durch die Entgeltumwandlung weniger eingezahllt wird, kann man aus meiner Sicht vernachlässigen, da der Betrag sich im niedrigen Euro-Bereich pro Monat befindet.
Hier mal ein schwacher Atikel der IGM. https://igmetall-meo.de/aktuell/a/2222-E-Bike-ueber-den-Arbeitgeber-leasen-Die-Vor-oder-Nachteile..html
04.12.2018 um 14:34 Uhr
wir haben Jobrad und wenn der AG dieses Angebot einstellen würde, wäre die Hölle los. Bei uns nutzen es ca. 900 MA. Natürlich muss jeder für sich rechnen, ob es sich lohnt und welche Folgen es hat. Besondere Bedeutung kam bei uns dem Thema Jahresentgeltgrenze in der Krankenversicherung zu. Die MA verzichten ja auf Entgelt und das kann dazu führen, dass ich unter die Entgeltgrenze rutschen. Da gibt es AN die das aktiv nutzen, da sie aus der privaten KV raus wollen und andere sind enttäuscht, dass sie das Angebot nicht nutzen können, da sie sonst aus der geliebten KV raus müssten. Insgesamt wird es aber echt gut angenommen und die Begeisterung ist groß. Bei uns zahlt der AG aber auch 15 Euro jeden Monat dazu, da er ja auch weniger Aufwand in der Sozialversicherung hat. Da rechnen sich die Angebote halt auch eher
04.12.2018 um 18:03 Uhr
Hallo zusammen,
beim Thema Jobrad kommt es immer auf den Einzelfall an. Beim einen rechnet es sich, beim anderen nicht. Insbesondere für den Fahrradhandel rechnet es sich :-)
ver.di hat das Thema in dem folgenden Beitrag mit Rechenbeispielen etwas kritisch durchleuchtet. Das ist vermutlich auch nicht die ganze und reine Wahrheit.
Trotzdem ist´s unterm Strich nur wieder ein weiteres Beispiel für ein ausgenutztes Schlupfloch in unserem Steuersystem, das mit Sicherheit nicht zu mehr Steuergerechtigkeit beitragen dürfte.
Man muss bedenken, dass hinter dem Ganzen auch ein immenser Verwaltungsaufwand steckt. Letztendlich ist´s nur ein gutes Geschäftsmodell für Jobrad und Konsorten und für den Fahrradhandel.
Toll finde ich es natürlich, wenn es Arbeitgeber gibt, die hier auch noch Zuschüsse gewähren. Das motiviert und Radfahren ist ja auch gesund. - aber das ist es auch wenn ich mein Rad bar bezahle und im Geschäft einen guten Nachlass raushole.
05.12.2018 um 00:52 Uhr
laut Aussage unseres AG macht es eine Teilzeitkraft "so mit". Also der Aufwand ist trotz großes Anzahl an Rädern überschaubar
05.12.2018 um 09:57 Uhr
Vielen dank für die vielen Antworten, unser AG stellt sich leider momentan noch total quer aber dicke Bretter bohren dauern ja bekanntlich meist etwas länger...
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