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Dieser Beitrag ist vor 7 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Lagerarbeiter ist der Meinung dass er gemobbt wird.

S
selina
Nov 2018 bearbeitet

Hallo zusammen,

ich bin BRV und nun möchte morgen ein Lagerarbeiter einen Termin bei allen Betriebs- ratsmitgliedern weil er der Meinung ist, dass er von seinen Lagerkollegen gemobbt wird. Ehrlich gesagt ist es mehr eine Auseinandersetzung und dieser Kollege geht jetzt für 22 Monate in Elternzeit. Dass das natürlich bei den restl. Lagerkollegen nicht so gut ankommt kann ich auch ganz gut verstehen. Jetzt möchte der Kollege vom BR-Gremium eine Art Bestätigung, dass er gemobbt wird und dass er damit ans Arbeitsgericht gehen kann. Wie soll ich nun reagieren?? Bitte um baldige Rückantwort. Vielen Dank bereits im Voraus.

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Community-Antworten (7)

C
celestro

20.11.2018 um 14:24 Uhr

"Wie soll ich nun reagieren??"

Ihm vernünftig klar machen, daß der BR keine Stelle ist zu beurteilen, ob jemand gemobbt wird.

"und dieser Kollege geht jetzt für 22 Monate in Elternzeit. Dass das natürlich bei den restl. Lagerkollegen nicht so gut ankommt kann ich auch ganz gut verstehen."

Ich nicht !

E
enigmathika

20.11.2018 um 14:39 Uhr

Hör Dir doch erst einmal an, was er vorzubringen hat, bevor Du ein Urteil fällst. Zur Unterstützung kannst Du diese Liste mit den 45 Mobbinghandlungen nach Leymann mit dem Kollegen ansehen. http://www.linzer.de/leymann.htm

Wenn es sich tatsächlich nicht um Mobbing handelt, wird der Kollege das vielleicht auch einsehen. Andererseits erkennst Du ja vielleicht anhand der Liste, dass es sich tatsächlich um Mobbing handelt. Dem ersten Eindruck nach hältst Du es ja für gerechtfertigt, dass die Kollegen sauer sind, weil der eine Kollege sein Recht auf Elternzeit wahrnimmt, was natürlich eine gewisse Voreingenommenheit aufzeigt.

B
BRHamburg

20.11.2018 um 15:41 Uhr

Das mit der Liste würde ich sein lassen. So etwas ist nicht zielführend. Der Mitarbeiter wird ganz sicher nicht feststellen das es kein Mobbing ist und der BR lässt sich unnötig unter Druck setzen.

Fragwürdig finde ich hier auch die Einstellung des BRV dem Kollegen gegenüber der seine Rechte in Anspruch nehmen möchte.

P
paula

20.11.2018 um 16:15 Uhr

als Gremium würde ich mir mal die Frage stellen, ob es sinnvoll ist einen einzelnen Mitarbeiter im Gremium zu hören. Ich glaube gerade in diesem Fall wird eine gewisse Erwartungshaltung geweckt. Gerade bei einem solch sensiblen Thema halte ich 4-Augen-Gespräche für sinnvoller. Aber das ist natürlich meine Meinung und das kann man auch anders sehen. Wenn ihr den MA hört dann sollte man klar die Grenzen entsprechend des Hinweises von celestro ziehen. Der BR kann keine solche Bestätigung abgeben. Das ist nicht seine Rolle und auf Grund der Aussage nur der einen Seite kann man des eh nicht beurteilen. Es kann natürlich sein, dass der MA aus der Sache eine offizielle Beschwerde macht. Dann muss der BR sich damit befassen

T
takkus

20.11.2018 um 16:43 Uhr

"Ehrlich gesagt ist es mehr eine Auseinandersetzung und dieser Kollege geht jetzt für 22 Monate in Elternzeit. Dass das natürlich bei den restl. Lagerkollegen nicht so gut ankommt kann ich auch ganz gut verstehen." Ich nehme mal an, Du hast keine Kinder und möchtest auch keine haben. Wie sonst kommt man auf eine solche Aussage.

N
nicoline

20.11.2018 um 16:46 Uhr

Dass das natürlich bei den restl. Lagerkollegen nicht so gut ankommt kann ich auch ganz gut verstehen. Diese Aussage eines BRV finde ich unverschämt. Deine Aufgabe ist es darauf zu achten, dass alle Gesetze zugunsten der AN eingehalten werden. Wie willst du das mit so einer Einstellung hinbekommen? Statt hier über Mobbing zu rätseln könnte man sich z.B. als BR Gedanken darüber machen, wie der Ausfall dieser Arbeitskraft kompensiert werden kann und darüber mit dem AG verhandeln. Ansonsten sehe ich es genau wie celestro und paula.

C
Cyber99

20.11.2018 um 16:48 Uhr

Hallo Selina,

als BRV kann man zwar Verständnis für Vieles haben, wenn es aber um gesetzliche Ansprüche eines Arbeitnehmers geht sollte man gegenüber den Kollegen kommunizieren, dass sich das Verständnis in Grenzen hält. Wenn es im Zusammenhang mit Elternzeit zu einer Überlastung einer Abteilung kommt, dann ist es die Aufgabe des Arbeitgebers hier Abhilfe zu schaffen. Den Arbeitnehmer zum Sündenbock zu machen ist das Schlechteste was man überhaupt tun kann.

Das Thema Mobbing ist natürlich ein ganz Heißes. Der BR hat sich hier zunächst mal neutral zu verhalten und hört sich am besten mal beide Seiten an und verschafft sich ein möglichst objektives Bild über die Situation.

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