Aufhebungsvertrag, Sozialabfindung - habt Ihr Erfahrungen damit?
Hallo! Unser Arbeitgeber hat einer älteren Mitarbeiterin einen Aufhebungsvertrag unterbreitet, in welchem eine Sozialabfindung in Höhe von dreitausend und irgendwas Euro vorgesehen ist. Die Kollegin ist seit mehr als 10 Jahren in der Firma und könnte im September diesen Jahres vorzeitig Altersrente beantragen (mit Abschlag). Im letzten Jahr war sie durch einen Unfall fast komplett krank. Wider erwartet, will sie aber seit 1. Januar wieder arbeiten und die Firma will sie los werden. Mir erscheint die Höhe der Abfindung zu gering. Weiterhin soll vereinbart werden, dass sie sofort frei gestellt wird und während der Sperrfrist 60 % ihres Netto-Lohnes erhalten soll. Wir sind ein Betrieb mit ca. 170 Mitarbeitern...
Habt Ihr Erfahrungen mit Aufhebungsvertrag, Sozialabfindung, etc....?
Community-Antworten (2)
17.01.2007 um 13:21 Uhr
Hallo Cathy,
Ich würde der Mitarbeiterin raten keinen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Da sie arbeiten will sollte sie dies nicht tun. Der Abschlag bei früherem Rentenbeginn ist nicht gering (je nachdem wie alt sie ist) und bleibt bis zum Schluß bestehen. Außerdem würde die Abfindung, da sie nicht aus einem Sozialplan entstand vom Arbeitsamt angerechnet werden. Eine Kündigung wird der AG nicht aussprechen, wenn die MA über 55 Jahre ist, da dann der § 147a des SGB in Kraft tritt und der AG nach Vollendung des 57. Lebensjahres der Arbeitslosen, dem Arbeitsamt für 32 Monate das Arbeitslosengeld erstatten muß.
Also unterstützt eure MA als BR und klärt ab was sie möchte und informiert sie was sie erwartet.
MfG Angi1
17.01.2007 um 20:22 Uhr
hallo,
ich würde raten immer wieder die arbeitskraft anzubieten, bis es der firma zum hals raushängt.
bei einer kündigung seitens des arbeitgebers die dann wiedersprochen wird (hoffe ich doch mal), kann dann beim arbeitsgericht eine bessere abfindung erzielht werden, sie muß aber immer wieder auf arbeit bestehen, sonst sagt der richter sie will nur die kohle.
mfg
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