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Aufgabe des BR im BEM Verfahren

M
mukkpukk22
Okt 2018 bearbeitet

Wir entwickeln bei uns in der FA gerade ein Verfahren und eine Betriebsvereinbarung zum BEM. Grundsätzlich soll es ein BEM -Team aus Geschäftsleitung, Personal, BR-Mitglied und Fachkraft für Arbeitssicherheit sein. Der Ablauf soll nun so sein, dass die Mitarbeiter von der Personalerin formal zu einem BEM-Erstgespräch eingeladen werden. Dazu gibt es einen Bogen, auf dem dieser dann ankreuzen kann, ob er dieses Gespräch führen möchte oder nicht und mit wem er dieses Gespräch führen möchte. So zumindest habe ich es jetzt verstanden. Der MA kann also auch das BR-Mitglied seines Vertrauens ankreuzen, bedeutet das, das dann das BR-Mitglied das Erstgespräch mit dem Mitarbeiter führt? Ich hatte das Verfahren bisher so begriffen, dass BR Mitglieder unterstützend für den MA bei diesen Gesprächen dabei sein können, bzw. an der Entwicklung von Lösungen beteiligt werden können. Aber das eigentliche BEM-Verfahren vom Arbeitgeber geführt wird. Ich finde das ist dann doch eine Verantwortung, für die ich nicht richtig ausgebildet bin. Mir kommt das irgendwie so vor, als würde mein AG mit auf diese Weise seine Aufgabe "überhelfen". Kennt sich damit jemand aus?

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Community-Antworten (5)

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celestro

15.10.2018 um 17:41 Uhr

Wie das Formular zu verstehen ist, solltest Du den AG fragen. Im Normalfall würde ich sagen, daß der betroffene MA ankreuzen kann, wer alles dabei sein soll. Aber was ich denke ist letztlich irrelevant.

M
mukkpukk22

15.10.2018 um 17:54 Uhr

Hallo Celestro, danke für deine Rückmeldung. Ich habe mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt. Mein Kopf ist voll mit BEM-Infos... Für mich ist die Frage, ob es sinnvoll ist, den MA ein BR Mitglied auswählen zu lassen, mit dem er dann das Erstgespräch führt. Das BR Mitglied muss den gesamten Vorgang protokollieren und dann korrekt dem BEM -Team weitergeben und im Anschluss dann die Lösungen, die im Team entwickelt werden, wieder mit dem MA besprechen. So ist zumindest der Plan... Für mein Gefühl ist das einfach zu viel Personalarbeit im Auftrag der GF. Eigentlich dachte ich, Aufgabe des BR soll sein, den MA beim BEM-Verfahren zu unterstützen, für den Fall das dieser das wünscht. Also Ängste nehmen, Aufklärung betreiben etc. LG

P
Pjöööng

15.10.2018 um 18:16 Uhr

Ich verstehe nicht ganz, wie das BEM Verfahren bei Euch läuft und was das Erstgespräch umfasst. Ich halte ein "dem BEM -Team weitergeben und im Anschluss dann die Lösungen, die im Team entwickelt werden, wieder mit dem MA besprechen"-Vorgehen für eher problematisch. Die Lösungen sollten eigentlich ZUSAMMEN MIT dem Langzeitkranken entwickelt werden.

Eine meines Erachtens recht gute Anleitung für BEM gibt es hier: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Broschueren/BGW04-07-111_Praxisleitfaden-betriebliches-Eingliederungsmanagement_Download.pdf?__blob=publicationFile

K
krambambuli

15.10.2018 um 20:43 Uhr

Du bist Interessenvertreter des AN - daher sollte es für dich der Normalfall sein, mit dem AN zu sprechen. Sei froh, dass du diese Chance hast.

I
ickederdicke

16.10.2018 um 09:56 Uhr

Bei uns besteht das feste BEM Team immer aus den selben Akteuren: 1x HR , 1x BR, SBV. HR und BR haben festbenannte Stellvertreter. Alle Gespräche werden gemeinsam mit den BEM Kandidaten geführt und mit diesen das Ergebnis besprochen und protokolliert.Vorgesetzter, FaSi, Betr.Arzt etc. kommen bei Bedarf und ok des BEM Kandidaten hinzu. Dies hat sich bei uns sehr bewährt. Und die BEM BV dazu ebenfalls.

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