Transsexuelle im Betrieb - wie kann der Betriebsrat hier unterstützen?
Hallo
Ich bin stellvertretende Betriebsratvorsitzende in einem relativ großem Kaufhaus. Vor einiger Zeit teilte uns ein Mitarbeiter mit, dass er sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt und auch vor hat, dass nun öffentlich zu machen. Auch eine Namensänderung will dieser Mitarbeiter durchführen. Eine Umwandlung zum anderen Geschlecht steht jedoch noch nicht zur Diskussion.
Meine Fragen sind folgende
-
Ab wann muß er vom Betrieb, auch als zugehörig zum anderen Geschlecht anerkannt werden? Schon bei Äußerung, oder erst bei erfolgter Namensänderung?
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Wann darf dieser Mitarbeiter sich auch äußerlich so zeigen?
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Welche Toiletten wird er benutzen müssen/können? Was wenn, das von Geburt an zugehörigen Geschlecht nicht will, dass er die gleiche Toilette benutzt?
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Muß er das gesamte Kollegium davon in Kenntnis setzen oder reicht es aus, es dem Betriebsrat und dem Chef mitzuteilen? Oder ist sogar der Betriebsrat in der Pflicht dies zu äußern?
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Wie kann der Betriebsrat ihn unterstützen?
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Wie "muß" sich der Geschäftsleiter verhalten?
Mir fallen noch zig andere Fragen ein, aber ich denke das würde den Rahmen sprengen. Für Antworten und/oder Tips wo ich mir das Material zu diesem Thema, selbst downloaden kann wäre ich sehr dankbar.
Und sage hiermit schon mal Danke!
Community-Antworten (7)
11.10.2006 um 01:29 Uhr
@NY2001
- Moralisch könnte der Betrieb den AN schon seit geraumer Zeit unterstützen. Die Anerkennung wird rechtlich erst mit den entsprechenden amtlichen Personenstandsänderungen wirksam - bräuchtet Ihr wirklich diesen Zeitpunkt?
- Diese Frage halte ich für sehr oberflächlich und in keiner Weise dem "eigentlichen Anliegen" des AN zuträglich.
- Hallo? - Im Zweifel würde ich dem Kollegen sehr das AGG ans Herz legen.
- Der Kollege teilt es den Leuten mit, denen er es mitteilen will. Es empfiehlt sich den AG zu informieren.
- Sich mal gründlich informieren über Transsexualität - z.B. www.transsexuell.de
- Normal.
11.10.2006 um 21:47 Uhr
Erstmal danke für die Antwort, das hat mir schon mal ein wenig geholfen.
Das der BR den AN moralisch unterstützt ist ja wohl klar, zumindest sollte es so sein... nur leider sehen das die Kollegen zum Teil nicht so. Viele sind irritiert, érschrocken oder ekeln sich sogar davor. Im 21ten Jahrhundert zwar kaum zu glauben aber leider Tatsache. Die von mir gestellten Fragen, sind nur ein kleiner Teil, von denen die dem BR gestellt werden.
12.10.2006 um 01:21 Uhr
Hallo NY2001 Viele sind irritiert, erschrocken oder ekeln sich sogar davor.
Es soll schon mal vorkommen das Inhalt und Verpackungung nicht über ein stimmen. Dieser Mensch macht von seinem Tauschrecht gebrauch.
Vieleicht interessiert es die Kollegen, es gibt Kinder die dieses schon im Zwergenalter fühlen, das etwas nicht stimmt. Stelle ich mir schlimm vor, bei sogenannten Zwitern wo Ärzte nach Gutdünken sich zur OP entscheiden ob Männlein oder Weiblein. Na ja sie machen sich schon Gedanken was hier das Richtige ist, aber entscheiden Sie und die Eltern immer richtig? Aber solange es nicht die Kollegen selber trifft, kann man sich ja mal nen Kopf machen.
12.10.2006 um 23:27 Uhr
@Akira Boah. Da muss man jetzt aber auch aufpassen, dass man nicht einen "Moralischen" bekommt...
13.10.2006 um 00:26 Uhr
@NY2001
ich glaube, dass es bei solchen "Problemen" immer am besten ist, so offen wie möglich damit umzugehen. Fragt doch mal die Person, was sie sich von den Kollegen wünscht, wann will sie das Geschlecht wechseln und so behandelt werden? Was wünscht sie sich von den Kollegen, sollen die lieber nicht mit ihr darüber reden oder doch? Ich glaube "normal" kann in diesem Fall nicht heißen: wir negieren jetzt das was vorher war und fangen neu an.
Wenn ich mich als Frau entscheide ein Mann zu werden oder umgekehrt weiß ich, dass ich meiner Umwelt einiges zumute und so wie meine Umwelt mit dieser "Zumutung" umgehen muss, muss ich mit der Verwirrung meiner Kollegen umgehen. Das geht nur gemeinsam.
13.10.2006 um 01:13 Uhr
Ach Lottchen Musste nicht den Moralischen kriegen. Ich sach mir immer jedem seien Frieden, solange sich mein Gegenüber wohl fühlt , fühle ich mich doch auch wohl, oder? Finde Deinen Satz: an NY2001 gut Wenn ich mich als Frau entscheide ein Mann zu werden oder umgekehrt weiß ich, dass ich meiner Umwelt einiges zumute und so wie meine Umwelt mit dieser " Zumutung" umgehen muss, muss ich mit der Verwirrung meiner Kollegen umgehen. Das geht nur gemeinsam.
13.10.2006 um 01:17 Uhr
Akira,
"Ich sach mir immer jedem seien Frieden, solange sich mein Gegenüber wohl fühlt , fühle ich mich doch auch wohl, oder?"
Naja, wenn das nicht in ein Helfersyndrom ausartet, kannst Du gerne dafür sorgen, dass es mir gut geht ;-))
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