Sachverhalt: Vormittags BR-Sitzung, um 16 Uhr Arbeitsbeginn.

Wie ist der folgende Absatz zu verstehen? Ich meine, dass ich bezahlte Arbeitsbefreiung bekommen müsste wenn nach BR-Sitzung und Arbeitszeit 10 Stunden erreicht sind. Zusätzlich eine Zeitgutschrift für die BR-Tätigkeit.

Däubler, § 37, Rndnr 15
Das BR-Mitglied hat einen Rechtsanspruch auf Arbeitsbefreiung, wenn zwei Voraussetzungen gegeben sind: Zum einen muss es sich um die Durchführung von BR-Aufgaben (vgl. Rn. 16 ff.) handeln, zum anderen muss die Arbeitsbefreiung zur ordnungsgemäßen Durchführung dieser Aufgaben erforderlich (vgl. Rn. 26 ff.; DKKF-Wedde, § 37 Rn. 28.) sein. Damit ist allerdings nicht gesagt, dass sich die BR-Tätigkeit und die Arbeitsbefreiung zeitlich überschneiden müssen: Ist für ein BR-Mitglied, das außerhalb seiner Arbeitszeit an einer BR-Sitzung teilgenommen hat, die Einhaltung der vor oder nach der Sitzung liegenden Arbeitszeiten (etwa in Schichtbetrieben) unzumutbar oder unmöglich, dann besteht auch für diese Zeiten ein Anspruch auf Arbeitsbefreiung nach Abs. 2 und nicht nur ein Ausgleichsanspruch nach Abs. 3 (BAG 7. 6. 89, NZA 90, 531). Entsprechendes gilt, wenn durch die Arbeitsleistung im Anschluss an BR-Tätigkeit die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit überschritten würde.