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Übernahme durch anderen Arbeitgeber -was kann BR den betroffenen MA raten bezüglich Altersvorsorge,eventuell schlechterer Tarif und ähnliches?

B
Bambi
Jan 2018 bearbeitet

Hi, bin BR bei einem Wohlfahrtsverband der Träger von 16 Kindertageseinrichtungen ist. Aufgrund des neuen Finanzierungsmodells wurde der Trägervertrag von der Gemeinde gekündigt. Die neuen Verhandlungen drohen zu scheitern und es kann passieren, das 2 Einrichtungen schon ab September an die Gemeinde abgegeben werden müsssen. Was kann ich den betroffenen MA raten bezüglich Altersvorsorge,eventuell schlechterer Tarif und ähnliches. Auf was ist zu achten und können wir überhaupt etwas tun? §613 BGB ? Haben die MA Bestandsschutz für 1 Jahr? Mir schwirrrt der Kopf. Wer kann helfen?

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Community-Antworten (7)

K
Kölner

03.08.2006 um 22:56 Uhr

@Bambi "Auf was ist zu achten und können wir überhaupt etwas tun? §613 BGB?" Ganz ehrlich: Da ist auf eine ganze Menge zu achten und so wie Du fragst halte ich den Gang zum RA für dringend angezeigt. Es könnte natürlich auch sein, dass ihr als AN-Vertretung (MAV?) das aber sowieso nicht dürft und Euch nur individuelle Beratung leisten dürft.

L
Lotte

04.08.2006 um 00:50 Uhr

Kölner, also neben dem Gang zum RA würde ich ja auch dringend einen Gang zur Gewerkschaft empfehlen. Eventuell gilt es ja einen Übergangstarifvertrag auszuhandeln.

K
Kölner

04.08.2006 um 00:55 Uhr

@Lotte Ha...Du hast aber wirklich makabere Empfehlungen auf Lager; so viel Schlechtes kann man einem Fragesteller in diesem Forum doch gar nicht wünschen! Übrigens: Zu viele Köche verderben den Brei - und einen Übergangstarifvertrag wird die Gewerkschaft wohl nur in mitgliederstarken Betrieben abschliessen. Die wären aber in einer konfessionell gebundenen Betriebsstätte wohl eher nicht anzutreffen.

L
Lotte

04.08.2006 um 08:38 Uhr

Kölner, Du weißt, wie schwer es mir fällt, Dir zu widersprechen...;-)

was verleitet Dich eigentlich zu der Annahme, dass der Träger konfessioneller Art ist? Steht immerhin 3:3 bei den Wohlfahrtsverbänden

Und dass die Gewerkschaft sich nur um mitgliederstarke Betriebe kümmert....stimmt hat sie ja zuletzt bei uns bewiesen, da sind von 1500 MA ganze 150 organisiert, in unseren KTH's liegt die Mitgliederzahl übrigens mit am höchsten, der Ü-TV wurde aber für die Pflege mit ca. 30 M bei ca. 500 MA gemacht.

K
Kölner

04.08.2006 um 11:16 Uhr

@Lotte Den Schalk im Nacken... ...die Gewerkschaft scheint sich in sehr ländlichen Gebieten wieder mehr um ihre Mitglieder zu kümmern. :-)

Realistisch gesehen würde ich übrigens eher 2:2 sagen: Das DRK und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden scheiden für mich aus.

Ich bin auf eine Antwort von Bambi gespannt.

L
Lotte

04.08.2006 um 11:20 Uhr

Kölner, Bambi hat keine Zeit zu antworten, habe sie mit gaaanz viel Lesestoff versorgt (nicht, dass sie mir noch in den Rücken fällt...)

Stimmt, nach Kölle traut sich die Gewerkschaft auch nicht mehr, da sind die Menschen so... anders...komisch...um nicht zu sagen, etwas Jack und Maud ähnlich.

B
Bambi

06.08.2006 um 16:17 Uhr

Hallo Leute, bin wieder da. Erst mal danke für Eure Unterstützung. Hab mich intensiv durch den Lesestoff von Lotte (Vielen Dank!!!)durchgearbeitet. Also mit dem Übergangstarifvertrag wird es wohl nix werden, da keine Gewerkschaftliche Organisation dahinter steht und alles durch zwar verschiedenen aber inhaltlich entsprechende Tarifverträge geregelt ist. Hatte Gespräche mit AG und unserem Hausanwalt! der eigentlich nicht abgeben will und immer noch in Verhandlungen steht. Fakt ist, daß die Gemeinde keinen Defizitausgleich übernimmt und somit auch andere unserer Einrichtungen bedroht wären, da diese den Defizit mittragen müssten. Haben versucht eine Fristverländgerung zu beantragen und einen Infobrief für die betroffenen MA verfasst (Inhalte §613 BGB). Des weiteren finden neue Gespräche am Montag statt. Eine MAV mit den betroffenen MA ist geplant für nächste Woche. Danke an alle Gruß Bambi

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