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Dieser Beitrag ist vor 19 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Abmahnung wegen pemanentem Knoblauchgeruch - ist das so Rechtens und wie kann man den Kollegen als Betriebsart vor einer drohenden Kündigung schützen ?

M
Mike_Köln
Mai 2025 bearbeitet

Hallo,

bin erst seit kurzem im Betriebsrat und nun mit folgendem Problem konfrontiert:

Ein Kollege fröht sehr dem Knoblauchkonsum, so daß er wirklich einen sehr üblen Geruch verbreitet, wenn er nur über den Flur geht. Da er im Aussendienst/Montage tätig ist und öfters auch mit Kollegen im gleichen Auto sitzen muss, weigern sich die Kollegen mit ihm zusammen zu arbeiten. Die GL hat ihm nun eine Abmahnung wegen "Störung des Betriebsfriedens" zukommen lassen mit der Aufforderung den Knoblauchkonsum zu unterlassen da man ihn ansonsten Kündigen will....

Ist das so Rechtens und wie kann man ihn als Betriebsart vor einer drohenden Kündigung schützen ?

Vielen Dank für eure Hilfe....

6.25006

Community-Antworten (6)

M
Mona-Lisa

13.07.2006 um 18:16 Uhr

jetzt lebt der Kollege schon mal gesund, und dann wird ihm mit einer Kündigung gedroht........ Also ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihm deswegen kündigen kann! Er soll sich die Abmahnung zu Herzen nehmen, und seinen Knoblauchkonsum zumindest auf Freitagabend und Samstag verlegen, dann ist der bis Montag wieder verflogen.

O
otto

14.07.2006 um 01:33 Uhr

Hallo Mike, Mona-Lisa hat schon recht - und eine Abmahnung wegen "Störung des Betriebsfriedens" halte ich auch für sehr fragwürdig. Allerdings: Es gibt - und das ist nach der Rechtsprechung möglich - die sog. Druckkündigung. Druckkündigung heißt: Viele Arbeitskollegen/innen eines Mitarbeiters gehen zum Arbeitgeber und sagen: Wenn Du diesem Kerl nicht kündigst, gehen wir alle! Das kann ein Kündigungsgrund sein, wenn keine andere Abhilfe möglich ist. Der BR sollte mit dem Betroffenen reden und ihm klar machen, dass er auf die anderen Rücksicht nehmen muss, gesunde Ernährung hin oder her. Gruß otto

RI
Ramses II

14.07.2006 um 01:37 Uhr

otto,

das klingt vermutlich völlig überzeugend wenn 30 AN dastehen und sagen "Chef, wenn der Müller weiterhin nach Knoblauch stinkt, dann kündigen wir lieber und gehen auf Hartz 4!"

Es gibt Probleme die scheinen tatsächlich weniger arbeitsrechtlicher Natur zu sein.

T
Tommy1000

07.05.2025 um 09:53 Uhr

übler Gestank, egal welcher Herkunft ist eine Emissionsbelästigung, die nicht jeder über sich einfach ergehen lassen muss - man kann als Kollege nicht von seinen Mitmenschen erwarten und voraussetzen, ungefragt einfach den Gestank von mir als Kollegen übergeholfen und ertragen zu müssen - das wäre eine Diktatur, unhöflich, dreist, frech und unverschämt

AW
Andreas WAF

07.05.2025 um 10:25 Uhr

Dem Kollegen ging es ja anscheinend auch am Arsch vorbei, was die Kollegen sagen, Egoist eben ... sich aber dann über Konsequenzen wundern ...

C
celestro

07.05.2025 um 14:57 Uhr

@Tommy1000

Das dieses Thema fast 19 Jahre in der Versenkung verschwunden war, hast Du bemerkt?

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