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Vertrauliche MA-Informationen ohne Zustimmung weitergeleitet

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1von9
Jul 2018 bearbeitet

Eine Person aus der Belegschaft ist der Vorgesetzte von einem Team. Er hat sich an uns, BR, ein Schreiben weitergeleitet. Dieses Schreiben beinhaltete persönlichen und privaten Informationen von einem seinen untergestellten. Das Schreiben wurde an diesen Vorgesetzten adressiert. Er hatte vermutet, dass der BR-Gremium vom ganzen Sachverhalt Bescheid wusste, weil „ja“ ein BR-Mitglied auf Cc stand (dieser wurde im Vertrauen herangezogen). Der Vorgesetzte hatte ein Problem mit einem Satz im Schreiben an ihm, den er als Vorwurf verstanden hat. Er war beleidigt und wollte sich hierzu beim BR beschweren.

Nun hat der Sprecher des BRs dieses weitergeleitete Schreiben gesamt mit den privaten Inhalten dem Gremium gezeigt. Zudem wurde Druck ausgeübt, dass der BR-Mitglied, der im Vertrauen mit auf Cc stand. Man wollte hiermit erreichen, dass dieser Mitglied die Hintergründe seines Mitwirkens erklärt und auch die Informationen zum betroffenen Mitarbeiter (Krankheitsdaten, private Situation etc) erzählt. Frage: Wie gehen wir als BR um, dass vertrauliche Informationen an uns ohne Zustimmens des betroffenen an uns weitergeleitet wurde? Wie gehen wir als BR damit um, dass der BR-Vorsitzende die Inhalte auch an uns als Gremium übertragen hat? Danke!

1 von 9 Es wurde im Nachgang eine Korrektur zum Beitrag vorgenommen.

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Community-Antworten (6)

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titapropper

25.07.2018 um 11:31 Uhr

Irgendwie verstehe ich nur Bahnhof.....

H
hansimglueck

25.07.2018 um 11:40 Uhr

Die Unterlagen wurden doch an den BR geschickt und nicht persönlich an den BRV - oder? In dem Fall dürfen alle BR-Mitglieder den Inhalt kennen, ihn aber nicht nach außen kommunizieren.

Der BR hat keinen Vorgesetzten. Der Vorsitzende ist nur der Ansprechpartner und das Sprachrohr des Gremiums.

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1von9

25.07.2018 um 15:17 Uhr

@Hansimglueck die Unterlagen wurden dem BRV übergeben. Das hätte nicht passieren dürfen, da der Brief an diesen Vorgesetzten persönliche Informationen über ein MA beinhaltete. Er hätte nicht glatt den ganzen Brief zeigen sollen, sondern er hätte die persönliche Informationen rausgenommen. Es ging um Krankheit. Nun weiß es die neun Leute von Gremium. Das war nicht der Wunsch von dem MA. Er hatte den einen BR-Mitglied um Schweigepflicht gebeten.

P
Pjöööng

25.07.2018 um 16:53 Uhr

Ein Vorgesetzter beschwert sich beim Betriebsrat über einen seiner eigenen Mitarbeiter?

Wer hat denn so einer Knallcharge eine Führungsfunktion übertragen? Und warum hat der BRV hier den Beschwerdeführer nicht gefragt ob er sich tatsächlich vor allen lächerlich machen will?

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1von9

25.07.2018 um 18:21 Uhr

@pjööng Hier der Fall: Jemand anders im Betrieb hat diese Führungskraft ein Schreiben geschickt. Drin stand, dass einer seinem Mitarbeitern unter Druck gesetzt von der Führungskraft worden ist. Jetzt ist der MA dadurch krank geworden. Der MA ist von einem Burnout im Gefahr durch das Verhalten von dieser Führungskraft, so das Schreiben. Die Führungskraft fühlt sich beleidigt, dass diese Beschuldigung/Vorwurf kam und hat sich bei BR beschwert. Nur hat diese Führungskraft nicht aufgepasst, dass der Brief persönliche Informationen beinhaltete. Er hat bloß gesehen dass ein BR-Mitglied auf Cc stand, und hat dann vermutet, jeder im Gremium weiß bescheid. Was soll nun passieren? Wie gehen wir damit um, dass diese Führungskraft (auch wahlberechtigt) private Informationen an uns weitergeleitet hat. Und auch wie gehen wir damit um, dass auch der BR-Vors. nun das gleiche gemacht hat mit uns, also alle neun BR-Mitglieder

R
RoterFaden

26.07.2018 um 11:34 Uhr

Die Informationen wurden ja nicht an "normale" Mitarbeiter weitergeleitet, sondern an euch als Betriebsräte! Ihr solltet in der Lage sein, diese Infos nicht nach außen zu tragen - notfalls "beschließt" ihr darüber eine Schweigepflicht. Dass ihr davon Kenntnis habt, ist in meinen Augen kein Problem.

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