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Weierleitung von vertraulicher BR-Mail duch AG statthaft?

M
Maria
Nov 2016 bearbeitet

Unser AG hat eine vom BRV an ihn gerichtete E-Mail an zwei Beschäftigte ohne Rückfrage beim BRV weitergeleitet. Diese Mail enthielt vetrauliche Daten. Dies passierte vor ca. einem Monat schon einmal, Inhalt war aber weniger bedeutend). Ein Disclaimer weist darauf hin, dass "diese Mail vertrauliche und/oder rechtliche Informationen ernthält und die unbefugte Weitergabe der Mail nicht gestattet ist". Im Intranet finde ich unterschiedliche Sichtweisen zum rechtlichen Stand von Disclaimern. Wir empfinden es jedenfalls als massive Störung der Betriebsparteien im Zuge der vertrauensvollen Zusammenarbeit nach dem BetrVG. Es besteht die Gefahr, dass der Inhalt der Mail (dieser ist von Seiten des BR korrekt, aber bei Unkenntnis des kompletten Vorgangs kann er auch fehl gedeutet werden) durch die beiden Adressaten an die Belegschaft weitergegeben wird. Ein Schreiben des BR diesbezüglich wurde dem AG am letzten Donnerstag zugestellt, eine Antwort fehlt aber bis jetzt. Frage: Sollen wir noch zuwarten oder wenn "nein", welche weiteren Schritte empfehlt ihr uns?

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Community-Antworten (1)

G
gironimo

10.06.2013 um 20:05 Uhr

Natürlich kommt das wirklich stark auf den Einzelfall an. Nur weil >Ein Disclaimer weist darauf hin, dass "diese Mail vertrauliche und/oder rechtliche Informationen ernthält und die unbefugte Weitergabe der Mail nicht gestattet ist".< - was ja automatisch bei jeder Mail da stehen dürfte - stellt sich dann schon die Frage der tatsächlichen Vertraulichkeit.

Natürlich verstehe ich schon, dass einem die Vorgehensweise sauer aufstößt. Ich würde in eurem Fall doch noch ein paar Tage abwarten (War das Schreiben denn überhaupt so verfasst, dass eine Antwort erwartet wird?). Dann würde ich mir den Vorgang einmal ausdrucken und damit einen Fachanwalt aufsuchen und mit ihm den Einzelfall beraten.

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