Können wir uns gegen die Arbeitnehmerüberlassung wehren??
Hallo, in unserem Betrieb steht die Arbeitnehmerüberlassung beim AG ganz gross geschrieben.Es ist zwar noch nicht soweit, aber lange wird es nicht mehr dauern. Können wir uns (der BR) dagegen wehren?
Community-Antworten (5)
25.06.2006 um 18:44 Uhr
grundsätzlich nicnt, sölange kein anderer MA durch diese Maßnahme nicht benachteiligt wird (§ )) BetrVG)
25.06.2006 um 18:54 Uhr
Ähhh....., keiner nicht benachteiligt wird? Die doppelte Verneinung ist schon seit Jahrhunderten geeignet, Konfusion hervorzurufen!
Was eure Situation betrifft: der BR wird dagegen i.d.R. nichts tun können. Es ist allein Sache des Arbeitgebers, ob er jemanden einstellt, ein zeitarbeitsunternehmen oder einen externen Dienstleister einsetzt. Es scheint auch schwirig, sich einen Fall zu denken, in dem tatsächlich bereits Beschäftigte allein dadurch einen Nachteil erleiden, dass Zeitarbeitnehmer eingesetzt werden.
Eure Ablehnungsgründe sind abschließend aufgezählt im § 99 BetrVG. Entweder könnt ihr euch zu Recht auf einen dort genannten Tatbestand beziehen oder nicht. Wenn nicht: dann ist leider nichts zu machen.
Falls ihr euch zu Unrecht auf einen Widerspruchsgrund bezieht, ist der Widerspruch insgesamt unbeachtlich, d.h., der Arbeitgeber muß sich nicht darum kümmern, sondern kann die Einstellung vornehmen, auch ohne vorher das Arbeitsgericht anrufen zu müssen.
25.06.2006 um 18:55 Uhr
also wenn bei euch ein leiharbeiter arbeiten soll ist dies eine einstellung nach § 99 BetrVG. daher muss man euch schon fragen. dauerhaft verhindern könnt er es wohl kaum, da es wohl mit dem ablehnungsgrund schwierig wird.
25.06.2006 um 23:40 Uhr
Ich danke euch! Hatte es mir schon gedacht, nachdem ich den § 99 Absatz 2 BetrVG gelesen hatte.
26.06.2006 um 00:09 Uhr
In diesem Zusammenhang vielleicht einmal interessant zu wissen oder zu lesen: BAG, 16. 12. 2004 – 2 AZR 66/04
Betriebsbedingte Kündigung – unzulässige Austauschkündigung
-
Die Vergabe von bisher im Betrieb durchgeführten Arbeiten an ein anderes Unternehmen stellt in der Regel ein dringendes betriebliches Erfordernis dar, das eine betriebsbedingte Kündigung rechtfertigen kann.
-
Es liegt jedoch eine unzulässige Austauschkündigung vor, wenn die bislang von den Arbeitnehmern des Betriebs ausgeführten Tätigkeiten nicht zur selbständigen Erledigung auf den Dritten übertragen werden, die Arbeitskapazität nach wie vor besteht und die bisherigen Arbeitnehmer auf Grund ihrer Fähigkeiten und Vorbildung in der Lage sind, den Anforderungen der umgestalteten Arbeitsplätze zu entsprechen.
Verwandte Themen
Zustimmung des BR bei neuen Öffnungszeiten
ÄlterHallo, habe ja schon mal erwähnt, dass wir ein völlig neuer BR sind und noch viel lernen müssen, wir versuchen nun wirklich unser Bestes, werden aber vom alten BR nicht anerkannt und er macht auch
Ersatzmitglied in Arbeitnehmerüberlassung
ÄlterEines unserer Ersatzmitglieder müsste aufgrund der Listenreihenfolge zur nächsten BR-Sitzung geladen werden. Dieses Ersatzmitglied ist z. Z. im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung (befristet) in einem
Leiharbeiter. Das BAG spielt nicht mit! Können wir das AÜG jetzt in den Keller bringen und einmotten?
ÄlterNeues Urteil zur Beschäftigung von Leiharbeitnehmer. Pressemitteilung Nr. 73/13 zum Urteil vom 10. Dezember 2013 - 9 AZR 51/13 Rechtsfolge einer nicht nur vorübergehenden Arbeitnehmerüberlassung
Listenwahl und Arbeitnehmerüberlassung
ÄlterHallo ich habe direkt drei Fragen zu unserer BR Wahl: Bisher dachte ich, das eine eingereichte Liste auch weniger Namen beinhalten kann (hier 2) als die Anzahl der notwendigen BR-Sitze. Bei uns wer
AÜ: Informationsrecht des Verleih-BR zur Wahrung von EqualPay
ÄlterHallo liebe Gemeinde, ich bin BR in einer etwas verzwickten Situation, die ich hier an dieser Stelle nicht ganz offenlegen kann und möchte. Im Kern ist es so, dass ich BR in einer GmbH bin, deren ei