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Dieser Beitrag ist vor 20 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Schließung Sozialplan - dennoch Neuwahlen?

B
Bunny
Jan 2018 bearbeitet

Hallo brauche dringend Eure Hilfe - so schnell wie möglich!!!

unser Standort wird Ende Juni 06 voraussichtlich geschlossen. Wir sind mitten in den Wahlen, jetzt stellt sich uns die Frage ob wir überhaupt weiter machen sollen, müssen, dürfen! Gibt es in dieser Hinsicht die Möglichkeit die Wahl nach hinten ca. 3 Monate zu verschieben? Der alte BR arbeitet gerade den Sozialplan aus und ist somit mit der aktuellen Situation vertraut. Rentiert es sich einen neuen BR zu wählen und "unvorbereitet" in die Verhandlungen des Sozialplanes gehen.

Gruß Bunny

3.13304

Community-Antworten (4)

P
pit47

24.03.2006 um 11:18 Uhr

Hallo Bunny, die Wahl muß bis zum 31.05.06 gelaufen sein. Wenn ihr nicht wählt, riskiert ihr eine betriebsratslose Zeit und der Sozialplan ist hinfällig, denn ohne BR kein Sozialplan.

R
rainerzwo

24.03.2006 um 11:21 Uhr

habe bisher nirgends was davon gelesen, dass es Möglichkeiten gibt, einem BR, der im letzten "normalen regulären Wahlzeitraum" gewählt wurde, die Betriebsratszeit zu verlängern. Das besondere Risiko sehe ich eigentlich eher umgekehrt: Wenn der WV in dieser Situation Fehler begeht, die zur Nichtigkeit der Wahl und somit zur BR-losen Zeit führen, dann sind die MA wirklich arm dran! Daher rate ich hier zur besonderen Vorsicht.

T
tom

24.03.2006 um 12:09 Uhr

Noch mal das Selbe mit anderen Worten:

BAG 21.9.99 9 AZR 912/98 >>> also: wählen!!!

Ob es sich rentiert, in der beschriebenen Situation neue Köpfe im Gremium zu haben, werden die Wähler schon entscheiden! Ist das Ende der Amtszeit des aktuellen BRs korrekt ermittelt? Alles, alles Gute und hellwache Köpfe!

R
Rollie

24.03.2006 um 12:15 Uhr

Ich bezweifele mal, das es Gremien gibt, in der ALLE Mitglieder ihrer Rolle als Betriebsrat gerecht werden.

Wenn es einige Betriebsräte im Gremium gibt, die ihre Arbeit bisher gut gemacht haben und in der Ausarbeitung des Sozialplans involviert sind, bestünde für diese ja auch kein Grund, nicht auch für den neuen Betriebsrat zu kandidieren und ggf. gewählt zu werden, um ihre Arbeit fort zu setzen.

Den Mitarbeitern sollte ja klar sein, das sie durch ihre Wahl ja auch die Qualität des Sozialplans beeinflussen, in dem sie die dafür kompetenten Kandidaten wählen.

Zudem würde es dem Gremium als auch den Mitarbeitern die Chance bieten, das ggf. neue Kandidaten mit in's Gremium einziehen, die vielleicht mehr Kompetenz reinbringen, als einige Alteingesessenen.

Da ja nicht zwangsläufig das komplette Gremium ausgetauscht wird, dürfte es sicher kein Problem sein, die NEUEN schnellst möglichst zu integrieren.

Wie gesagt, hier hängt vieles davon ab, ob die Mitarbeiter die Situation einschätzen können, sich die richtigen Kandidaten aufstellen und die Mitarbeiter die richtigen Kreuze machen und nicht versucht wird, aus rein persönlichen Interessen sich Vorteile zu verschaffen.

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