Einspruch gegen Wahllisten
Hallo, in unserem Betrieb stehen in Kürze die nächsten Betriebsratswahlen an. Diesmal wird es zwei Wahllisten geben mit denen die meisten meiner Kollegen nicht vollständig zufrieden sind. Gibt es die Möglichkeit gegen dieses Listenwahlverfahren Einspruch zu erheben und dadurch eine Einzelwahl zu ermöglichen ? Also einfacher gesagt...meine Kollegen und ich möchten nur einzeln aufgestellte Kanditaten auswählen, da auch die Reihenfolge der aufgestellten Kollegen in den Wahllisten nicht unseren Erwartungen entsprechen. Wäre über einen baldigen Tip erfreut, da die Zeit wirklich drängt. Mfg Enrico
Community-Antworten (4)
14.02.2006 um 15:32 Uhr
Stellt selbst eine Liste mit Euch auf. Sonst kann ich nur raten, sich für eine Liste zu entscheiden. Schaut auf die ersten Kandidaten. Die weiter unten kommen wahrscheinlich nur als Ersatzleute in Frage. Und - persönliche Kleinkramerei über Bord werfen.
14.02.2006 um 16:40 Uhr
Und um genauer auf die Frage zu antworten: Nein, es gibt kein Widerspruchsrecht gegen Vorschlagslisten.
Nur im vereinfachten Wahlverfahren (bis 50 wahlberechtigte AN, oder bei Vereinbarung mit dem AG bis 100 wahlb. AN) ist zwingend die Mehrheitswahl vorgeschrieben.
Sonst ist die Listenwahl das Regelverfahren. Die Mehrheitswahl ist eigentlich nur ein Sonderfall dieses Regelverfahrens, wenn nur eine Liste eingereicht wird.
Also, wie viktor festgestellt hat: Macht eine eigene Liste, und setzt die wirklich interessierten Kollegen oben drauf.
gruesse w-j-l
15.02.2006 um 13:08 Uhr
Das ist doch keine vernünftige Lösung, denn sicherlich stehen auf den bereits vorhandenen Listen auch Kandidaten, die man wählen möchte, die aber auf einer weiteren "eigenen" Liste nicht noch einmal erscheinen dürfen. Offenbar ist es ein vielfach aus guten Gründen geäusserter Wunsch, die Listenwahl zu umgehen. Hier sollte endlich einmal die gesetzliche Grundlage überarbeitet werden (z.B. Abstimmung über das Wahlverfahren vor der eigentlichen Wahl).
15.02.2006 um 17:03 Uhr
Klaus, Deine Antwort zeugt schlicht weg und einfach davon, dass Du Dich mit diesem Thema augenscheinlich noch nie ernsthaft auseinander gesetzt hast.
"Hier sollte endlich einmal die gesetzliche Grundlage überarbeitet werden"
Was würde denn dieses in der Praxis bedeuten? Dann kannst Du auch gleich dafür plädieren, dass nur die grössten und stärksten Gruppierungen in einem Betrieb die Macht haben, zu entscheiden!?
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