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Rückkehr Erziehungsurlaub nicht mehr zu den gleichen Konditionen. Was kann der BR dagegen unternehmen?

M
mike
Jan 2018 bearbeitet

Folgende Situation: Unsere Küchenchefin war in Erziehungsurlaub und möchte nun wieder die Arbeit eben als Küchenchefin fortführen. Nur möchte sie jetzt nicht mehr einen ganzen Tag arbeiten, sondern nur einen halben Tag. Unser Chef sagt - eine Halbtagesküchenchefin kann er nicht gebrauchen und möchte sie deshalb nicht mehr als Küchenchefin, sondern nur als Köchin weiterbeschäftigen. Ist das rechtens und was kann ich als BR dagegen unternehmen?

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Community-Antworten (5)

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otto

12.02.2006 um 23:03 Uhr

Guten Abend Mike, Rechtsgrundlage für den Anspruch auf Reduzierung der persönlichen Arbeitszeit ist § 8 Abs. 1 TzBfG (Teilzeit- und BefristungsG). Diese Vorschrift gilt auch für Mitarbeiter/innen, die aus der Elternzeit zurückkommen. Der Arbeitgeber muss der Verringerung der Arbeitszeit zustimmen, soweit (wichtige) betriebliche Gründe nicht entgegenstehen (§ ( Abs. 3 Satz 1 TzBfG). Wichtige Gründe werden beispielhaft in § 8 Abs. 3 Satz 2 TzBfG genannt. Da es sich bei § 8 TzBfG um einen individualrechtlichen Anspruch des einzelnen Arbeitnehmers handelt, kann der BR nur unterstützend tätig werden. Gruß otto

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Mike

12.02.2006 um 23:44 Uhr

Danke Otto,

ich glaube ich habe mich ein wenig unverständlich ausgedrückt. Dass sie halbtags arbeiten kann, ist kein Problem. Aber sie kommt nicht mehr an den Posten der Küchenchefin dran.

KH
Kleine Hexe

13.02.2006 um 10:50 Uhr

Hat Otto doch genau definiert: sofern der AG wichtige betriebliche Gründe anführen kann warum eine Teilzeitstelle als Küchenchefin nicht möglich ist, ist er im Recht und die Kollegin hat 2 Möglichkeiten: wieder Vollzeit als Küchenchefin angebotene Teilzeit als Köchin

Die Kollegin kann vor dem Arbeitsgericht auf eine Reduzierung der Arbeitszeit im alten Job klagen Erfolgsaussichten: Vor Gericht und auf hoher See....

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Mike

13.02.2006 um 10:56 Uhr

Sorry, vielleicht steh ich auf dem Schlauch. Die Kollegin hatte eine Vollzeitstelle und möchte nun selber auf Teilzeit umschwenken. Der Arbeitgeber hat NICHTS dagegen. Aber wenn sie auf Teilzeit geht, bekommt sie den alten Job als Küchenchef nicht wieder - zumindest solange nicht bis sie wieder Vollzeit arbeiten möchte. Und die Kollegin möchte aber trotz Teilzeit Küchenchefin bleiben.

O
otto

14.02.2006 um 01:50 Uhr

Hallo Mike, ich habe die Frage schon richtig verstanden: Es geht um die Reduzierung der Arbeitszeit auf Ihrer früheren Stelle als Küchenchefin! Genau darauf bezieht sich der Rechtsanspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit in § 8 TzBfG: Reduzierung der Arbeitszeit auf dem Posten einer Küchenchefin! Der Arbeitgeber muss diesen Anspruch erfüllen, wenn kein in § 8 Abs. 4 Satz 1 und 2 TzBfG benannter gesetzlicher (!) Grund besteht das abzulehnen. Beispiel für eine gerechtfertigte Ablehnung: Die Küche arbeitet acht Stunden am Tag. Ohne Küchenchefin geht das nicht. Wenn die Kollegin aber nur vier Stunden arbeiten will/kann, braucht der Arbeitgeber eine weitere teilzeitbeschäftigte Küchenchefin - und die findet er nicht trotz intensiver Suche. Das ist natürlich nur ein Beispiel. Der Arbeitgeber muss genau belegen, warum er den Anspruch auf der REduzierung der Arbeitszeit auf diesem Posten nicht erfüllen kann. Wenn man es vor Gericht ausstreiten muss, verweise ich auf die "Kleine Hexe". Man weiss nicht, was - um Helmut Kohl zu zitieren "hinten rauskommt". Gruß otto

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