Streichung von Zeit bei etwas mehr als 6 Stunden Teilzeitarbeit - ist das zulässig?
Habe eine Frage Meine Arbeitszeit war bis zum 31.01.06 5,20 Stunden pro Tag. Da wir sehr viel Arbeit haben und ich meist zwischen 6 oder ein wenig darüber gearbeitet habe hatte ich natürlich jede Menge Gleitzeit. Seit 01.02 habe ich meinen Arbeitsvertrag auf 6Stunden pro tag erhöht und nun beginnt mein Problem, wenn ich nämlich 6.10 Stunden arbeite werden mir nur 6Std. berechnet. Ich kann aber nicht mit der Stoppuhr arbeiten und wegen 10 Minuten 30 Minuten Pause zu machen ist ja auch unlogisch. Das Personalbüro stellt sich aber auf stur, wegen §4 ArbZG. Sind die 6 Stunden wirklich so 100% zu nehmen? Vielen Dank für eine Info.
Community-Antworten (22)
10.02.2006 um 17:10 Uhr
Kann man eindeutig so sagen...JA! Endlich mal eine Personalabtlg., die das ArbZG umsetzt und nachhält.
10.02.2006 um 18:39 Uhr
Keine Sturheit des Persbüros, sondern nur Umsetzung des ArbZG und das ist auch richtig so.
10.02.2006 um 19:08 Uhr
Das heißt im Klartext ich soll Arbeitszeit herschenken? Wenn ich wieder weniger arbeite interessiert sich ja auch keiner um die 6Stunden. Arbeite ich aber weniger als 6Stunden gehe ich in Minuszeiten. Gesetze sind ja nicht schlecht, aber wäre manchmal nicht mehr Flexibilität, gerade in der heutigen Zeit nötig. Ich arbeite übringens entschieden nicht Ganztags zu arbeiten, wo ich dieses Problem nicht hätte, da ich noch ein Kind zu Hause habe.
10.02.2006 um 19:24 Uhr
Du schenkst keine Arbeitszeit her, sondern Du hälst gemäß Deines AV selbige entweder genau ein oder legst eben eine Pause ein. Was ist denn Dein Problem? Wohlgemerkt: Das ArbZG hat in erster Linie die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen. So brutal ungerecht es Dir erscheint: Gut, dass hier keine Flexibilität gibt!
10.02.2006 um 19:29 Uhr
Der Pause beträgt bei uns 36 Minuten. Ich mache also 36 Min. Pause und arbeite dann noch 10 Minuten. Ist doch unrealistisch oder?
10.02.2006 um 19:56 Uhr
Über die Lage der Pause könntest Du ja wieder verhandeln. Aber Dein Problem ist mir dennoch ü b e r h a u p t nicht verständlich! Du hast eine AZ von 6 Stunden/Tag und nicht 6 Std. 10 Minuten/Tag. Also?
10.02.2006 um 20:59 Uhr
Hallo Fragende,
meine Kolleginnen aus dem amb. Pflegedienst, alle Teilzeit - Soll: 6,8 Stunden (6Std. 48 Min.) täglich. Durch die Wochenenddienste liegt der Istdienst bei 6 Std. täglich.
Klar kann man in so einem Beruf nicht um 12 Uhr alles stehen und liegen lassen. Meinen Kolleginnen ging es genau so wie Dir.
Auch wenn ich jetzt hier im Forum wieder anecke:
Fakt ist, der § 4 ArbZG ist zu Gunsten des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber hat sich daran zuhalten.
Tatsache ist, Dienst ohne Pause von 6 - 12:15 Uhr macht 15 Minuten Minus.
Nach heftigen Diskussionen AG gegen AN sind wir zu der Einigung gekommen: Kaffee- Zigarette und Kollegenpläuschchen werden ehrlich abgezogen. Wer ohne Pause durchgearbeitet hat darf die "nicht gemachte" Pause in die Arbeitszeit einrechnen. Beispiel: Dienst von 6:00 - 12:15 Uhr + 0,5 Pause = aufgeschriebener Dienst von 6 .00 - 12:45 Uhr.
Mit dieser Regelung kommt keiner mit dem Gesetz in Konflikt.
In unserem Betrieb hat diese Regelung zu Vertrauen, Ehrlichkeit und Miteinander geführt.
ferdi
10.02.2006 um 21:03 Uhr
Ganz fauler Kompromiss...und tatsächlich: Du bist angeeckt!
10.02.2006 um 21:26 Uhr
Bei mir ist es anders. Ich habe Computerarbeiten mit großen Tabellen die ich nicht einfach wegschalten kann oder es kommen wichtige Telefongespräche, soll ich den Anrufer sagen meine Arbeitszeit ist zu Ende oder soll ich nicht mehr ans Telefon gehen?
10.02.2006 um 21:50 Uhr
Ich verstehe Dich immer weniger. Du machst Dir die zentralen Gedanken eines AG: Wie teile ich die Arbeit des AN ein? Was soll er machen? Wie lange? Wie wird er entlohnt? ...
Noch etwas: Genau wegen diesen überaus netten ANinnen wie Du es eine bist, gibt es das TzBfG! Alle AG's wissen nämlich, dass die allermeisten ANinnen in Teilzeit mehr arbeiten werden, als sie eigentlich schulden.
Willst Du das verändern, dann gilt "quid pro quo"! Soll heissen: Du musst dem AG die versprochene Arbeitsleistung von 6 Stunden leisten. Nicht weniger, aber auch nicht mehr! Das ArbZG ist in Deinem Fall auch nicht störend - eher sogar steht es Dir helfend zur Seite! Frage Deinen AG, Veränderungen in der Einteilung der Arbeit vorzunehmen und beklage nicht das Gesetz!
11.02.2006 um 20:51 Uhr
Ganz fauler Kompromiss!
Wir fahren nach Tourenplan. Der Kompromiss gilt nur wenn der Plan Dienst von 6:00 - 12:00 Uhr aussagt und wir nachweisen können bei wem und warum wir die Zeit nicht eingehalten haben. Sagt der Tourenplan Dienst von 6:00 - 12:15 Uhr aus, ist auch eine Pause geplant.
Ich sitze nicht am PC. Wir arbeiten am Menschen. Wenn Frau X plötzlich ins Krankenhaus muß, können wir die vorgegebene Dienstzeit nicht einhalten. Ein Notfall kann der AG nicht einplanen. Unsere oben genannte Einigung mit der Pause gilt nur für so ein Notfall und ist nicht an der Tagesordnung. Ansonsten werden die Pausen so wie es das Gesetz vorsieht eingehalten.
Kölner, erklär mir bitte was daran faul ist.
ferdi
12.02.2006 um 01:29 Uhr
Da mein Mann auch im sozialen Schichtdienst ist weis ich was ferdi meint. Auchi meinen Mann gibt es Pausen nach Einsatz und nicht nach Stunden. Ihr vom Betriebsrat schickt Leute in den Streik (öffentlicher Dienst) weil Sie 18Minuten länger arbeiten sollen ohne Lohnausgleich. Ich arbeite gerne und hatte bis jetzt nie Probleme auch wenn ich mal etwas über 6 Stunden gearbeitet habe und das über Jahre, leider habe ich die Stundenzahl erhöht.Ich habe aber die gearbeitete Zeit immer in Freizeit bekommen. Als Mutter kam mir das auch immer zugute aber Kinder werden größer. Weder ich noch mein AG haben auf diese Weise was gewonnen oder verloren im Gegenteil. Man kann nicht alle Fälle über einen Kamm scheren, sondern sollte wie ich oben schon sagte flexibler sein. An der Unfexibilität geht Deutschland kaputt. Seit 20 Jahren bin ich übrigens bei der Gewerschaft aber nicht immer Ihrer Meinung
12.02.2006 um 02:47 Uhr
Hallo Fragende,
leider habe ich hier immer das Gefühl es mit Fachidioten zutun zuhaben. Die Realität ist ihnen fremd. Das Zauberwort heiß heute Kompromiss: Mein Recht ist nicht mehr bedingugslos umsetzbar. §§§ was nützen sie mir wenn jeder Richter sie anders, oft zu Gunsten des AG, auslegt.
Ich bin aktiv in der Gewerkschaft und auch nicht immer (zur Zeit gar nicht) ihrer Meinung.
wenn Du weiter mit mir disskutieren magst kannst du mir ja mailen.
ferdi
12.02.2006 um 13:34 Uhr
Da weiss ich ja gar nicht so genau gegen was ich mich hier erwehren soll - vielleicht gegen die Unwissenheit und die persönlichen Konflikte mit dem Gesetz!
Gut, ein paar Versuche: @fragende "Ihr vom Betriebsrat schickt Leute in den Streik (öffentlicher Dienst) weil Sie 18Minuten länger arbeiten sollen ohne Lohnausgleich." Falsch! Kein BR darf zu Streiks aufrufen. Dieses Recht haben nur die Gewerkschaften! Wenn Du also "Seit 20 Jahren" [..] bei der Gewerschaf" bist, dann solltest Du diesen Aufruf schon das ein oder andere Mal - aber nur von der Gewerkschaft - gehört haben.
"An der Unfexibilität geht Deutschland kaputt". Stimmt, daran geht Deutschland kaputt.- Ich meine gar: Wer zukünftig noch flexibler seine Arbeit einteilen und wahrnehmen kann (samstags, abends etc.) ist da klar im Vorteil. Deswegen ist es gut, wenigstens einige Rahmenbedingungen wie das ArbZG und das TzBfG zu haben. Wir sind hier noch nicht bei Lassalle und dem Nachtwächterstaat, sondern segeln alle unter der Prämisse "Sozialstaat" - und so meine ich Deinen Ausführungen entnehmen zu dürfen, wir klagen auf einem hohen Niveau.
"Da mein Mann auch im sozialen Schichtdienst ist weis ich was ferdi meint. Auchi meinen Mann gibt es Pausen nach Einsatz und nicht nach Stunden" Schlimm genug, wenn es so ist, dass er seine Pausenzeiten möglicherweise auch ausserhalb der Rahmenbedingungen des ArbZG nehmen darf. Der AG verstösst damit eben gegen selbiges - fertig! Dein Mann duldet es. Schade! - Komme mir jetzt nicht mit, "Du hast da keine Ahnung", denn genau in diesem Genre arbeite ich schließlich auch!
Sage einmal, "fragende": Was machst Du Dir eigentlich für Gedanken? Sind es die Gedanken eines Arbeitgebers oder die Gedanken einer ANin, die Ihre Rechte nicht so ausgelegt bekommt, wie sie es gerne hätte? Ist es das, was stört, das nicht genehmigte "Rosinenprinzip"? Wenn Du Deine Äußerungen nämlich weiter denken würdest und könntest, dann vermute ich, dass Du auch sehr gerne auf andere, weitere Gesetze verzichten kannst (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, TV, MuSchG u.ä,).
@ferdi "leider habe ich hier immer das Gefühl es mit Fachidioten zutun zuhaben". Wenn Du ein Märchenforum suchst, dann solltest Du wieder zum "Altenpflegeforum" o.ä. wechseln - da wird Dir zwar nicht fundiert geholfen, aber jeder kann dort unkommentiert den Quatsch schreiben, den er meint schreiben zu müssen - frei von jeglicher Realität und gesetzlicher Grundlage!
"Ich bin aktiv in der Gewerkschaft und auch nicht immer (zur Zeit gar nicht) ihrer Meinung" Sorry, aber gemäß Deiner Mitteilungen der letzten Monate kannst Du das auch gar nicht sein, denn Deine Aussagen schwanken, sie zeugen oft von einem kruden Realitätssinn, sie sind z.T. unrichtig und zeugen nicht gerade davon, dasss Du die gewerkschaftlichen Inhalte von Ver.di annähernd verstanden hast! Ich pflege die Hoffnung, dass Du nicht auch noch als Bildungsreferentin, oder in einem Fachausschuss verteten bist!
12.02.2006 um 16:18 Uhr
Hallo Kölner Wenn ich Ihre Antwort lese sehe ich wieder das pauschale Denken. Sie kennen die Arbeit meines Mannes nicht, urteilen aber. Da es in seinem Beruf unter Umständen um Leben und Tod geht würde sich das schon etwas komisch anhören, wenn er zum Verletzten sagt:" Ich muss Dich jetzt liegen lassen bis ich meine gesetztliche Pause gemacht habe." Nun zu mir. Vor den Kinderwunsch war ich selbstständig, es kann sein das ich deshalb anders denke. Ich habe mir damals eine Arbeit gesucht da sich selbständig und Kinder zeitlich nicht (in meinen Augen ) nicht unter einen Hut bringen lassen. Ich wollte gerne Kinder aber auch berufstätig sein. Die Rosinen will ich mir mit Sicherheit nicht rauspicken wenn ich nicht bereit bin wegen 10 Minuten 36 Minuten Pause zu machen. In dieser Pausenzeit habe ich meine Arbeit gemacht und bin auch schon zu Hause, d.h. ich mache dann Pause und bin aber beim Kind. Ganz einfach oder? Außerdem stellt sich in meinen Fall nicht der Betriebsrat sondern die Personalabteilung quer. Bei unseren Betriebsrat gibt es Leute die selbst Kinder haben. Ganztags arbeiten habe ich aus diesem Grund auch auf die nächsten 1 oder 2 Jahre verschoben.
12.02.2006 um 18:30 Uhr
"Leben und Tod", "Kinder"...hatte ich die Tage alles auch - sowohl beruflich , als auch privat. Aber egal! Die Diskussionen des Krankenhauspersonals kenne ich zur Genüge - dort gibt es aber auch die durchbezahlte Bereitschaftspause und Springerdienste. Also auch da Lösungen! Bei Dir ist das alles aber nicht nötig - Ergo? Pause machen oder seine AZ von sechs Stunden einhalten!
Ich denke nach wie vor, dass Du Dir die Gedanken des AG machst und bleibe auch dabei. Pauschal hin oder her.
12.02.2006 um 22:55 Uhr
Krankenhaus liegsen Sie schon wieder falsch. Es gibt noch mehr Berufe außerhalb des Karnkenhauses bei denen es um Leben und Tod geht. Ich werde meine Zeit wieder reduzieren Gleittage nehmen und dadurch meine Ruhe haben. Sie sind auch nicht auf den Betriebsrat eingegangen, also wird es nich immer so eng gesehen mit den Gesetzten. Gibt es doch noch Leute denen Arbeitsplätze in Deutschland und Flexibilität wichtig sind. Sie gehören nicht dazu und ich bin froh Sie nicht näher mit Ihnen zu tun zu haben.
13.02.2006 um 09:47 Uhr
Schade ist das schon! Ich entschuldige mich natürlich aufrichtig, dafür, dass es Betriebsräte gibt, die Gesetze "dehnen". Die dürfen das natürlich. Und natürlich heisst das dann, dass eine ANin das natürlich auch darf! Das habe ich im Gesetz zur Aufhebung von Gesetzen § 1 Abs. 3 (GzAufhvG) überlesen. Sorry, sorry, sorry. Meine Schuld! Gut, dass Sie das noch erwähnt haben. Danke.
Lassen Sie sich auch zukünftig nicht unterkriegen! Es gibt immer Lücken, Kniffe, Auslegungen, Flexibilitäten, die man nur (er)finden muss. Ich wünsche Ihnen zukünftig weder die Hartherzigkeit des Personalbüros noch die Unmenschlichkeit der Welt an den Hals und auch nicht die Härte von Gesetzen, die nicht für Sie geschaffen sind. Wie gesagt: Schade ist das schon!
13.02.2006 um 15:30 Uhr
Hallo Fragende,
ich möchte diese Thema auf die Sachebene zurückbringen. Klar hat "Kölner" recht, das ArbZG ist eindeutig. Mann kann über den Sinn von Gesetzen diskutieren, trotzdem sind diese einzuhalten. Und natürlich gibt es Tausend Beispiele wo gegen dieses Gesetz verstoßen wird und trotzdem verändert es nicht die Sachlage. Ihr AG verhält sich ganz korrekt und dass ist für viele andere Betriebe keine Selbstverständlichkeit. Das es für Sie ärgerlich ist kann ich voll und ganz nachvollziehen. Jedoch bin ich auch überzeugt das Masse der AN von dieser Formulierung des ArbZG Profitieren. Und ich möchte abschießend feststellen: Es allen recht zu machen ist leider fast unmöglich. Viele Grüße, BRMiau
13.02.2006 um 19:58 Uhr
Hallo BRMiau Es ist mir klar das es man nicht allen Recht machen kann. Wir haben jetzt eine Lösung für beide Seiten gefunden. Ich habe mich an das Forum gewndt um vernünftige Tips zu erhalten. In der Firma arbeite ich gern da noch Arbeitsplätz in Deutschland erhalten werden und man versucht noch menschlich ist. Doch wie überall gibt es auch da Leute die Bestimmungen nicht so rüber bringen das es für einen Laien verständlich ist. Heute habe ich mich mit jemand anders unterhalten, dem erzählt wie ich übers Internet versucht habe Informationen zu bekommen und schon wurde eine Einigung für beide Seiten gefunden ohne das man Gesetzte verletzten muss.
13.02.2006 um 20:54 Uhr
Oh Mann!
Was für ein Fred!
Ja, starre Grenzen sind ungerecht!
Es ist ungerecht dass ich bei 61 km/h geblitzt werde, der der hinter mir fährt mit 60 km/h aber nicht, obwohl ich doch "eigentlich" gar nicht anders gefahren bin als er.
Es ist ungerecht dass ich um 17:22:45 die S-Bahn verpasse, die Frau vor mir sie aber um 17:22:40 noch erreicht hat!
Es ist ungerecht dass ich beim Palazzo keine vier Karten mehr bekam, drei Karten aber noch zu haben waren!
Und wie lösen erwachsene Menschen das Problem? Jeder darf so schnell fahren wie er will? Die S-Bahn wartet immer noch weitere 5 Minuten ob nicht doch noch jemand kommt? Beim nächsten Palazzo werden so lange Stühle reingestellt wie Karten gewünscht werden?
Sicherlich nicht, da die Regeln ja in ihrer Gänze Sinn machen. Im Allgemeinen machen wir hier einen anderen Ansatz: Wir suchen einen Kompromiss zwischen Nutzen und Risiko. Wir fahren in der Stadt 60 "nach Tacho" und zahlen einmal jährlich ein Knöllchen. Zur S-Bahn gehen wir so rechtzeitig dass wir in der Regel fünf Minuten vor der Abfahrt dort sind. Beim nächsten Palazzo werde ich frühzeitig buchen.
Es gibt aber auch Leute die in der Stadt nur 50 fahren, deshalb auch nie eine Knolle bekommen (dafür aber viele ornithologische Hinweise) oder sich auf ihre Ortskenntnis bezüglich der überwachungsintensiven Verkehrpunkte verlassen und es sich deshalb "leisten" können mit 70 durch die Ortschaften zu brettern.
Im beschribenen Fall ist es doch genau so: Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen beide eine Kosten / Nutzenabwägung machen. Im beschriebenen Fall kann diese Abwägung eigentlich nur ergeben (und das war ja offensichtlich schon vor Beginn der AZ-Verlängerung klar) dass diese Tätigkeit für einen 6 Stunden ohne Pause Vertrag ungeeignet ist und Verträge mit einer Arbeitszeit von mehr als fünf Stunden hier nur mit Pause vereinbart werden dürfen. Damit sollten dann beide Seiten (zumindest nachdem was "Fragende" als Sachvortrag gegeben hat) zufrieden sein.
Übrigens, noch etwas zu "An der Unfexibilität geht Deutschland kaputt.":
Es gibt ein Unternehmen in Europa welches in einem Punkt jegliche Flexibilität hat fahren lassen: Die SBB (Schweizerische Bundesbahnen). Dort verkehren die Züge wieder, wenn immer es möglich ist, nach Fahrplan. Es wird nicht mehr auf den Anschlußzug gewartet! Damit haben die SBB mittlerweile Traumwerte an Pünktlichkeit UND Kundenzufriedenheit erreicht, weil Verspätungen nur noch ein lokales Ereignis sind und nicht mehr ein nationales. Es lohnt sich darüber nachzudenken!
Ja, wir finden immer gute Gründe, warum Deutschland "kaputt" geht, natürlich immer nur bei anderen, weil wir häufig eine völlig eingeschränkte Sichtweise einnehmen.
"Perspektive" gewinnt man nur wenn man auch mal einen anderen Standpunkt einnimmt!
P.S. @ Kölner Die Regelung wie ferdi sie skizziert hat MUSS kein fauler Kompromiss sein.
13.02.2006 um 21:50 Uhr
Zum allerersten Mal bin ich rundherum glücklich und zufrieden, da Du/Sie, lieber Ramses II, keinen Antwort-Kurz-Kommentar geschrieben hast/haben, sondern mal eine Meinungsäußerung mit sehr viel Inhalt und Wahrheit. Das macht mich sehr zufrieden und glücklich! So einfach geht das mit einem Kölner! Danke für die "Gute Tat" am heutigen Montag! Das einzige was mich vermutlich jetzt noch um den Schlaf bringen wird ist das "P.S."...ich denke nach...also bin ich...aber noch ohne Lösung! Da bin ich momentan noch mit "Unfexibilität der Gedanken" geschlagen. Aber ich bin ja laut Werbung "Deutschland" und gehe nicht kaputt daran. Mein Bekenntnis an dieser Stelle: "Ramses II! Schön, dass es Dich gibt in diesem Forum!"
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