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Dieser Beitrag ist vor 8 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Ausbildungszeit gleich Betriebszugehörigkeit

R
renja
Jan 2018 bearbeitet

Wird die Ausbildungszeit auf die Betriebszugehörigkeit angerechnet? Meine Kollegin hat eine Ausbildung in unserem Betrieb gemacht, ist danach befristet übernommen worden! Mittlerweile ist sie 5 Jahre im Betrieb, die Befristung ist bis 31.01.2018. Der Arbeitgeber sagt, die Ausbildungszeit wird nicht angerechnet? Ist es rechtens?

15.290013

Community-Antworten (13)

P
Pjöööng

21.08.2017 um 22:04 Uhr

Betriebszugehörigkeit kann jeder Betrieb definieren wie man möchte, da es kein gesetzlich definierter Begriff ist.

B
BRHamburg

22.08.2017 um 08:37 Uhr

Das würde mich sehr wundern wenn jeder Arbeitgeber selbst bestimmen und fest legen könnte was bei ihm zur Betriebszugehörigkeit zählt. Den gerade bei Fragen von Abfindungen, Kündigungsfristen oder auch Sozialplan spielt die Frage nach der Betriebszugehörigkeit eine wichtige Rolle. Wenn man im Internet sucht findet man auch keine Anhaltspunkte die diese Aussage von Pö..... stützen würde. Auch wird in den meisten Beiträgen die Zeit der Ausbildung mit zur Betriebszugehörigkeit gezählt. Fragt doch euren Arbeitgeber mal wie er zu der Annahme kommt die Ausbildung würde nicht mit zählen.

G
gironimo

22.08.2017 um 10:48 Uhr

Ich sehe das so, dass die Ausbildung mit zählt. Aber warum fragst du? Der Vertrag endet. .....

P
Pjöööng

22.08.2017 um 11:39 Uhr

Zitat (BRHamburg): "Den gerade bei Fragen von Abfindungen, Kündigungsfristen oder auch Sozialplan spielt die Frage nach der Betriebszugehörigkeit eine wichtige Rolle."

Abfindungen? Sind in der Regel gesetzlich nicht geregelt. Dort wo es eine Regelung gibt (§ 1a KSchG) wird gerade NICHT auf die Betriebszugehörigkeit abgestellt!

Kündigungsfristen? Sind in § 622 BGB geregelt. Dort wird gerade NICHT auf die Betriebszugehörigkeit abgestellt!

Sozialplan? Sind gesetzlich nicht geregelt. Werden auf Betriebs- bzw. Unternehmensebene geregelt. Die Regeln stellen somit die Betriebs- (bzw. Tarif-) Partner auf.

Zitat (BRHamburg): "Wenn man im Internet sucht findet man auch keine Anhaltspunkte die diese Aussage von Pö..... stützen würde."

Dann muss "man" vielleicht nur richtig schauen ...

Du bist auch einer von den Typen die immer gleich das Bedürfnis verspüren zu widersprechen wenn sie einen Beitrag von mir sehen und dafür auch in Kauf nehmen den allergrößten Unsinn zu posten...

B
BRHamburg

22.08.2017 um 13:05 Uhr

Sorry aber da bist du auf dem Holzweg. Du interessierst mich ohne Zweifel nicht die Bohne.

F
fantil

22.08.2017 um 13:34 Uhr

Zitat Pjöööng "Kündigungsfristen? Sind in § 622 BGB geregelt. Dort wird gerade NICHT auf die Betriebszugehörigkeit abgestellt!"

Wie ist denn der § 622 (2) BGB sonst zu verstehen?

P
Pjöööng

22.08.2017 um 13:45 Uhr

fantil,

einfach mal sorgfältig lesen, dürfte doch nicht so schwierig sein...

F
fantil

22.08.2017 um 14:05 Uhr

Pjöööng, super Antwort auf meine Frage! (Ironiemodus aus) Warum fällt es dir so schwer eine vernüftige Antwort zu geben.

Im § 622 (2) BGB steht doch eindeutig, dass die Länge des Arbeitsverhältnisses sich auf die Kündigungsfristen auswirkt!

P
Pjöööng

22.08.2017 um 15:17 Uhr

Du kommst der Sache näher!

Ist nun "wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen xx Jahre bestanden hat" zwingend das selbe wie "Betriebszugehörigkeit"?

B
BRHamburg

22.08.2017 um 15:24 Uhr

Ja ist es.

F
fantil

22.08.2017 um 15:54 Uhr

Sehe ich genauso BRHamburg. Die Ausbildungszeit gehört für mich mit zur Beriebszugehörigkeit, um auf die Ausgangsfrage einzugehen.

P
Pjöööng

22.08.2017 um 16:29 Uhr

Deshalb ist auch einmal das Kriterium das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses und das andere Mal die Zugehörigkeit zum Betrieb... ;0)

M
Mercyful

22.08.2017 um 16:52 Uhr

Hier mal ein Zitat aus "https://www.weka.de/betriebsrat-personalrat/betriebszugehoerigkeit-welche-zeiten-zaehlen-dazu/" =>

Stichwort: Betriebszugehörigkeit

Die Betriebszugehörigkeit bezeichnet die Dauer, während der ein Arbeitnehmer für einen bestimmten Arbeitgeber tätig ist. Hierfür ist nicht von Bedeutung, ob der Arbeitnehmer während bestimmter Zeiträume tatsächlich nicht gearbeitet hat (z. B. wegen langer Arbeitsunfähigkeit, Schwangerschaft, Elternzeit oder Ähnlichem); es zählt allein der rechtliche Bestand des Arbeitsverhältnisses.

Oder alternativ aus "http://www.datentransfer24.de/Kuendigung-Krankheit.html" =>

Auch Arbeitsjahre vor Vollendung des 25. Lebensjahres und auch die Zeiten der Berufsausbildung zählen unter Umständen zu den Zeiten der Betriebszugehörigkeit. Macht jemand eine Ausbildung in einem Unternehmen und wird danach übernommen, dann wird die Zeit dieser Ausbildung der Dauer der Betriebszugehörigkeit zugerechnet. Als Angehöriger einer Zeitarbeitsfirma, als Praktikant oder als freier Mitarbeiter wird diese Zeit nicht angerechnet. Es zählt nicht die Zugehörigkeit zum Betrieb, sondern, dass das Arbeitsverhältnis ununterbrochen zum Arbeitgeber bestanden hat. Eine Anrechnung der Betriebszugehörigkeit kommt gem. § 8 Abs. 1 SVG grundsätzlich auch dann in Betracht, wenn ein ehemaliger Soldat im Anschluss an seinen Militärdienst in dem gelernten oder einem vergleichbaren Beruf mindestens sechs Monate tätig ist. Auch bei einer Betriebsübernahme erhalten die Arbeitnehmer die Betriebszugehörigkeit angerechnet, auch wenn sie vorher im insolventen Betrieb Aufhebungsverträge gegen eine geringe Abfindung unterschrieben geschlossen haben.

Ansonsten hier noch ein Hinweis =>

Ausbildungszeit – gleich Beschäftigungszeit?

Nach der Rechtsprechung des BAG (Entscheidung vom 30.09.2010 – 2 AZR 456/09) gilt auch die Zeit als Azubi im Betrieb (Berufsausbildungszeit) als Beschäftigungszeit.

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