Ein Fall von Mobbing?
Hallo,
ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Ein Mitarbeiter ist auf die Zuarbeit der Kollegen aus anderen Abteilungen angewiesen. Es ergeben sich häufig Fragen zu Sachverhalten oder es werden Informationen benötigt. Besagter Mitarbeiter richtet seine Fragen oder die Bitte nach Infos über den E-Mail Verteiler der Abteilung an die Kollegen. Die E-Mails werden jedoch ignoriert. In die 2.Erinnerung nimmt der MA den Niederlassungsleiter in cc, in der Hoffnung Unterstützung zu erhalten.
Anstatt einer Unterstützung erhält der MA vom Niederlassungsleiter die Ansage, er solle seine Mail nicht an den Verteiler richten, denn es würde sich niemand angesprochen fühlen. Der MA sollte konkret an eine Person aus der Abteilung wenden oder besser, die Abteilung aufsuchen (die Abteilung befindet sich in einem anderen Gebäudeteil, also nicht Tür an Tür).
Es besteht der Verdacht, dass das Ignorieren der E-Mails vom Niederlassungsleiter "abgesegnet" ist, was sich für mich durch die fehlende Unterstützung bestätigt.
Mobbing?
Community-Antworten (9)
08.08.2017 um 18:04 Uhr
Naja - vielleicht versucht es der Kollege doch erst einmal auf die Weise, wie der Vorgesetzte es vorschlägt.
Ich denke, von Mobbing sind wir weit entfernt.
08.08.2017 um 18:05 Uhr
Wieso sollte das Mobbing sein? Ich kann den Niederlassungsleiter gut verstehen! Wenn ich 5 Leute anschreibe, denkt jeder "das wird schon der andere machen"... Wahlweise bekommt er 5 Antworten, das ist total ineffektiv. Mit Mobbing hat das nix zu tun!
08.08.2017 um 18:18 Uhr
der Sinn eines Verteilers ist doch eine breite Masse anzusprechen, weil man vielleicht nicht weiß, wer zuständig ist. Ich erwarte eigentlich schon, dass eine Abteilung soweit organisiert ist, dass es eine Regelung zur Abarbeitung von E-Mails gibt, die über den Verteiler kommen.
Der Verteiler wir ja auch von externen Personen benutzt.
Das persönliche Aufsuchen der Abteilung benötigt Zeit, die der Mitarbeiter eigentlich nicht übrig hat. Also "leidet" seine Arbeit darunter bzw. bekommt er Zeitprobleme.
08.08.2017 um 20:02 Uhr
Ich kann den Vorgesetzten auch gut verstehen. Es ist sicher nicht angenehm, wenn man von einem Mitarbeiter laufend auf eigene Fehler gestoßen wird. Würde er die Mail ernst nehmen müsste er zu geben das ihm seine Mitarbeiter in der Abteilung auf der Nase tanzen. Sein Vorschlag zeigt das er selbst überhaupt kein Plan hat wer in der Abteilung was macht und tut. Deshalb seine Anweisung der Kollege soll doch bitte selber rausfinden wer seine Fragen beantworten kann. Mobbing ist es aber nicht nur ein überforderter Chef und eine schlecht geführte Abteilung.
08.08.2017 um 20:34 Uhr
Wenn er schon nicht laufen will. Das Telefon gibt es auch noch - und sei es nur um einmal abzuklären, wer zuständig ist.
08.08.2017 um 20:37 Uhr
" Sein Vorschlag zeigt das er selbst überhaupt kein Plan hat wer in der Abteilung was macht und tut. (...) ein überforderter Chef und eine schlecht geführte Abteilung."
Spannend, was so manch ein Experte alles rauslesen kann.
Fakt ist aber natürlich, dass das Ganze nix mit Mobbing zu tun hat.
09.08.2017 um 09:49 Uhr
BRHamburg hat es tatsächlich richtig erfasst.
Chef hat keinen Plan, die Abteilung kann machen was sie will, Hauptsache das Kerngeschäft läuft. Alles andere (z.B. QM) wird als lästiges, notwendiges Übel empfunden und erfährt keinerlei Unterstützung. Aber im Audit soll natürlich alles passen.
Danke für eure Antworten.
09.08.2017 um 11:46 Uhr
Ich würde hier ja eher auf einen neuen jungen Mitarbeiter tippen der sich noch nicht so richtig in das Unternehmen integriert hat.
Vermutlich hat jeder der schon länger im Berufsleben steht schon mal so einen jungen Dynamiker erlebt, der wegen jedem Fliegenschiss Gott und die Welt anschreibt und wenn er nach zwei Stunden noch keine Antwort hat anfängt zu eskalieren. Wenn es gut läuft, dann wechseln siese Mitarbeiter innerhalb von einem Jahr das Unternehmen, wenn es schlecht läuft, dann werden diese Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens so schnell weitergelobt bis sie versehentlich ins Management befördert werden. Aber auch das kann ein gesundes Unternehmen verkraften.
09.08.2017 um 22:32 Uhr
@Pjöööng
du irrst. MA ist bereits 25 Jahre im Unternehmen. Aufgabe: QM, also eher unbeliebt bei den Kollegen, wenn da einer ist der einem sagt und zeigt wo es nicht rund läuft und auch noch will, dass sich was ändert.
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