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Dieser Beitrag ist vor 2 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Mit welchen Themen kommen MA zu euch?

H
hamsterpups
Dez 2023 bearbeitet

Ich bin erst letztes Jahr in den BR gekommen und habe seit Anfang Oktober den Vorsitz unseres 9er Gremiums. Mein Vorgänger hatte leider keinen guten Kontakt zu den MA und dementsprechend ist nur selten jemand mit ihm (und damit mit dem BR) in Kontakt getreten. Seit ich den Vorsitz habe, hat sich das Gott sei Dank schon geändert und MA berichten frühzeitig von Problemen, so dass wir immer gut im Bilde sind, was aktuell im Betrieb abgeht und wir ggf. dagegen vorgehen können. Nun sind zwei "alteingesessene" BR-Mitglieder der Meinung, dass der BR, bzw. ich als Vorsitzende, mich nicht als "Kummerkasten" missbrauchen lassen soll und die MA Beschwerden schriftlich (am besten mit Durchschlag und beglaubigter Kopie ;)) einreichen sollen. Das sehe ich als viel zu große Hürde an. Oftmals hilft es den MA schon, wenn sie sich bei mir mal auskotzen können oder ich vermittelnd ein Gespräch mit der Abteilungsleitung o.ä. führe. Ich sehe das als Aufgabe des BR an, stoße im Gremium aber immer wieder auf Widerstand damit. Aus diesem Grund die Frage an euch: Mit welchen Themen kommen eure MA zu euch? Geht es immer nur um knallharte Fakten oder steht auch mal jemand vor euch und ist einfach ein bisschen psychisch angeschlagen und braucht einen Kaffee und ein warmes Wort?

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Community-Antworten (4)

K
kainil

06.12.2023 um 15:11 Uhr

Moin Hamsterpups,

wie Du schon sagst, benötigen Kollegen ab und zu nur mal einen Kaffee und ein offenes Ohr. Sollten aber Beschwerden reinkommen, wie ( Der Abteilungsleiter hat das und das gemacht) würde ich mir das jetzt auch schriftlich geben lassen. Habe mich zweimal für die Kollegen eingesetzt und als es hart auf hart kam, hat sich auf einmal keiner mehr beschwert und ich sowie meine Stellvertreterin standen vor der GF wie 2 kleine Lügner.

E
enigmathika

06.12.2023 um 15:54 Uhr

Die Mitarbeiter bitten mich um ein Gespräch (auch schon als ich noch nicht BRV war), ich nehme mir eine Stunde Zeit, lasse mir erzählen, wo der Schuh drückt und frage dann, ob ich das als Beschwerde aufnehmen soll. Wenn diese Frage verneint wird, frage ich nach, was sich der Kollege/die Kollegin in diesem Fall vom Betriebsrat wünscht oder, wenn das Problem relativ leicht lösbar erscheint, mache Vorschläge und biete ggf Unterstützung bei einem klärenden Gespräch an.

M
Moreno

06.12.2023 um 16:53 Uhr

In die Sprechstunde dürfen alle mit allen Themen kommen. Hier kann man ja auch bereden welche Beschwerden Sinn machen und für was der BR nicht zuständig ist. Die beiden ,,alteingesessene" BRM sollen sich mal lieber aus Deine Arbeit raushalten. Das geht auch das Gremium nichts an. Und ja auch bei uns kommen alle Themen auf den Tisch. Zur Zeit auch viele Fragen rund um das Thema Rente.

N
netteannette

07.12.2023 um 17:06 Uhr

Deine Einstellung ist genau die richtige. Der BR ist ja keine Behörde, bei der Anträge eingereicht werden müssen (einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars.... wer kennt's nicht :-) Der Hinweis von kainil ist gut - ist uns auch schon passiert, dass wir uns "auf Zuruf" für einen MA stark gemacht haben und damit auf die Schnauze gefallen sind, weil es dann niemand bestätigen konnte (oder wollte), dass es wirklich so war bzw. es dann doch anders war, als der Kollege gesagt hatte.

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