Hallo zusammen,

ich bin seit ca. vier Jahren in einem größeren Unternehmen Betriebsratsvorsitzende. Die Gründung des Betriebsrates ist vor vier Jahren erschwert über die Bühne gegangen, die weitere Zusammenarbeit mit dem damaligen Standortleiter (mittlerweile in Rente) hat sich ebenfalls als sehr schwierig ergeben. Seit Frühjahr letzten Jahres haben wir einen neuen Standortleiter, der Betriebsräte eigentlich auch nicht wirklich respektiert. Mitbestimmung wird eher als Hindernis gesehen, als das diese befolgt wird.

Nachdem die Situation vor einem Jahr drohte zu eskalieren, hatte sich die Situation eigentlich wieder beruhigt. Als Vorsitzender hatte ich mittlerweile auch wieder vor, von meiner Vollfreistellung (ca. 12 Monate) in die Teilfreistellung zu gehen, da ich aufgrund meines doch jüngeren Alters den Beruf nicht komplett an den Nagel hängen wollte.

Nachdem ich nun mehrere positive Gespräche mit dem Standortleiter im Hinblick auf die Rückkehr in meinen Job geführt habe, wurde mir gestern eröffnet, dass es für mich zwei Wege gibt:

1. das Unternehmen zu verlassen
2. mich solange als BR wählen und freistellen zu lassen, bis es nicht mehr geht.

Ich seie massiv betriebsstörend und dem Unternehmen nicht loyal, da mein Verhalten massive wirtschaftliche Nachteile auslöse (das Einzige was passiert ist in den letzten Wochen ist, dass wir als BR einigen Versetzungen nicht zugestimmt haben). Ich seie darüberhinaus verbrannte Erde und keine Führungskraft in diesem Unternehmen würde noch mit mir arbeiten wollen. Ich sei immer schon das Problem gewesen (Frau, emotional, Südländerin) und nicht der Standortleiter.

Das ist natürlich alles nur die Spitze des Eisbergs, aber ich brauche wirklich kluge Ratschläge. Hat einer von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Alles was passiert oder besprochen wird ist natürlich nicht nachweisbar.

Ich fühle mich psychisch langsam wirklich am Ende meiner Kräfte und weiß mittlerweile keinen Rat mehr. Aufgeben will ich nicht, dafür krank werden aber auch nicht.

HELP!