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Betriebsrats Beratung Sachverständiger extern?

N
Nordlicht
Nov 2016 bearbeitet

Abend,

folgende Frage, Wer kann mir Tipps geben, wen man am besten als externen Berater, für einen neuen Betriebsrat einlädt? Ich meine keinen Anwalt oder so, sondern einen Fachmann im BetrVG, und ja Ich lese es sehr aufmerksam ;-) Für allgemeine Fragen. Wir sind ein 7ner BRat, aber leider hab nur Ich Interesse an der Rechtseite des ganzen, den mit dem Mann von der Gewerkschaft bin Ich unzufrieden, Er versucht (gefühlt von mir) nur schnell den Manteltarivertrag durchzuboxen, und sieht gernervt aus, wenn Ich ihm Fragen stelle, zu diversen Themen. Auch auf meinen Hinweiss hin, das unser Betrieb, einen absolut kapitalistischen Chef hat, das wurde gekonnt ignoriert, aber wer kennt die Firma besser als unser BR? Mein Anliegen ist es, uns einfach rechtlich abzusichern, den die Konfrontation kommt früher oder später, und dabei hätte Ich gerne Hilfe. Wir sind als BR sehr bemüht, aber ihrgendwie doch alleine... Danke schonmal! Gruß Nordlicht

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Community-Antworten (4)

A
AlterMann

29.07.2016 um 01:10 Uhr

Ich glaube, Ihr braucht keinen Berater, Ihr braucht vor allem Schulungen. Dabei würden Deine BR-Kollegen sicher auch schnell merken, dass Rechtsfragen das A und O der BR-Arbeit darstellen. Alleine mit netten Argumenten wird man kaum weit kommen.

Für den Gew-Mann habe ich Verständnis: Einen ungeschulten BR zu beraten ist einfach nur nervig und bringt auch wenig, weil die Grundlagen fehlen. Und "den MTV durchboxen" ist ja wohl ein ambitioniertes Ziel und nebenbei die Kernaufgabe von Gewerkschaften. Für Dein "nur schnell" habe ich da nicht das kleinste Verständnis. Seid doch froh, dass Ihr einen engagierten Streiter für Eure Belange an der Seite habt. Ihr solltet mit ihm zusammen arbeiten, sonst wird das nix, schon gar nicht bei einem "absolut kapitalistischen Chef".

T
titapropper

29.07.2016 um 10:14 Uhr

Naja klar ist Euer Chef kapitalistisch. Was soll er denn sonst sein: feudalistisch? despotisch? kommunistisch? Sinn und Zweck eines Unternehmens ist nun mal die Gewinnmaximierung. Und da sind Chefs/ Unternehmer nun mal nicht zimperlich und verlassen an einigen Stellen gern mal die Werte der Sozialgesellschaft.

G
gironimo

29.07.2016 um 10:22 Uhr

Da kann ich auch nur empfehlen, macht zügig Grundlagen-Seminare. Siehe hierzu Paragraph 37.6 BetrVG

N
Nordlicht

29.07.2016 um 20:15 Uhr

Danke für Eure Antworten, ja ein Teil hat schon die Grundlagenseminare(BR1) gemacht. Mit kapitalistisch war gemeint, das die Firma 30 Jahre keine Gehaltserhöhung zugelassen hat. Bis auf den heutigen Tag, Mindestlohn staatlicherseits mal ausgenommen. Auch die Wahl und Bildung eines BR war sehr schwierig. Den jeder der nur ansatzweise versucht hat, etwas in diese Richtung zu bewegen, wurde direkt entlassen. Das war Gang und Gäbe! Und Ich könnte ganze Bücher füllen, mit diesem Thema. Aber darum gehts ja nicht. Meine Idee war mal einen anderen BRler einzuladen, was ja möglich ist, freie Wahl usw. Und zum MTV gehts mir um folgendes, Grundkonzept ansich sehr gut, aber jetzt lese Ich überall das noch viele andere Dinge darin geregelt werden können, wenn der MTV erstmal steht lässt er sich ja nicht andauernt ändern!? Wir müssen dem GWer ja trauen. Wir arbeiten weiter, und werden natürlich lernen. In diesem Sinne Carpe Diem :-)

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