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Betrieb ohne Wirtschaftsausschuß

B
BRThalia
Jan 2018 bearbeitet

Wir sind ein kleiner Betrieb, ohne Wirtschaftsausschuß (wir sind knapp an die 100 Mitarbeiter aber eben nicht drüber)

Momentan haben wir eine sehr schlechte Auftragsauslastung. Es gibt die Aussicht, dass es sich im Laufe des Jahres bessern wird aber aufgrund der Branchen in welcher die Firma tätig ist wird es wohl unter den Erwartungen bleiben. Dies kann aufgrund einer Tendenz der letzten beiden Jahren (da war der Auftragseingang schon rückläufig) so erwartet werden. Die letzten beide Jahre über wurde schon unter der Zielsetzung das Jahr abgeschlossen, aber noch nicht gravieren. Dieses Jahr könnte es da ganz anders aussehen.

Das eigentliche Problem ist, dass unsere Geschäftsleitung das nicht wirklich wahr haben möchte, zumindest ist das meine Einschätzung. Diese hoffen das in den nächsten 3 - 4 Wochen die Auftragslage sich gravierend ändert, was aber nicht unbedingt abzusehen ist.

Aufgrund dieses "Hoffens" halten Sie auch an einem Neubau für das Firmengebäude fest. Dies sorgt aber bei mir und eingen in der Belegschaft für Bauchweh.

Meine Kollegen im Betriebsrat meinten jetzt ich mach mir zu viele Gedanken, die Geschäftsleitung würde schon wissen was sie tut. Seht ihr das auch so? Hab ich überhaupt eine Möglichkeit etwas zu tun?

Wir als Betriebsrat haben unsere Bedenken bereits geäußert und eben die Aussage bekommen, dass man davon ausgeht das die Auftragslage wieder besser wird.

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Community-Antworten (4)

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Pickel

26.01.2016 um 14:34 Uhr

Der Betriebsrat hat selbstverständlich keinerlei Befugnis zu entscheiden, welche Gelder der AG NICHT ausgeben darf. Und wenn der AG den Bau für richtig hält, ist dies seine Entscheidung, die sicherlich auf wesentlich besserem Hintergrundwissen beruht als deine bescheidene Meinung.

BR sollten sich nicht anmaßen zu glauben, in strategischen Fragen besser informiert zu sein als der AG....

P
Pjöööng

26.01.2016 um 14:46 Uhr

Ich denke auch nicht, dass der BR hier "entscheiden" will, welche Gelder nicht ausgegeben werden. Ein Recht auf Information und Beratung sehe ich hier aber sehr wohl.

Taktisch unklug könnte hier sein, den Neubau mit der legitimen Frage nach der Zukunft des Unternehmnes zu verbinden. Ich würde mich zuallererst einmal nur auf die Frage konzentrieren, wie der AG die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens sieht und wie der BR den Arbeitgeber dabei unterstützen kann, mehr Umsatz und Gewinn zu generieren.

Und wenn sich im Laufe der Gespräche herausstellt, dass Kosteneionsparungen notwendig sind, dann muss man darauf vorbereitet sein, dass nicht nur der Neubau auf dem Prüfstand stehen wird.

G
gironimo

26.01.2016 um 17:51 Uhr

Vielleicht habt Ihr nicht genügend Informationen. Selbst wenn Ihr keinen WA habt, habt Ihr dennoch einen Anspruch auf die im § 106 BetrVG genannten Informationen. Fordert sie über den § 80 Abs. 2 BetrVG ein.

G
Globus

26.01.2016 um 17:59 Uhr

"Und wenn der AG den Bau für richtig hält, ist dies seine Entscheidung, die sicherlich auf wesentlich besserem Hintergrundwissen beruht als deine bescheidene Meinung. "

Siehe dazu Pjöööng und gironimo... so "blauäugig" wie du sollte der BR nciht sein...

Auch kann es sein, dass der AG hier "seine letzte Kohle raushauen" will, um die Braut hübscher zu machen... Der BR sollte sich dringend alle nätigen Zahlen geben lassen und über Hinzuziehung eines Sachverständigen beraten...

Aber nciht nur die Zahlen sind wichtig... Warum möchte der AG denn in Zeiten schlechter Vertragslage zusätzlich expandieren? Ist das nvieleicht notwendig um Aufträge zu bekommen?

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