Hallo,

wir haben eine Einstellung eines Kollegen (L) auf einer unbefristeten Stelle verweigert, da die Auswahlentscheidung zu einer Benachteiligung gegenüber einem anderen Kollegen (S) von uns führen würde.
Beide Kollegen haben bisher einen unbefristeten Arbeitsvertrag, der zu Ende des Jahres ausläuft. Beide Kollegen haben sich ebenfalls auf die unbefristete Stelle beworben. Nun soll aber Kollege L den Zuschlag erhalten und Kollege S nur eine weitere zweckbefristete Vertragsverlängerung. Das geht aber, wie bereits geschrieben, nicht, da mit dieser Entscheidung eine Benachteiligung gegenüber Kollegen S vorliegen würde (die Begründung hier auszuführen, würde hier den Rahmen sprengen, deshalb muss das so reichen).

Der normale Weg wäre ja nun, dass der AG sich die Zustimmung vom Arbeitsgericht ersetzen lassen würde. Diesen Weg geht der AG aber nicht, da er gesagt hat, entweder bekommt der Kollege L die Unbefristung, oder gar keiner der Beiden. So haben wir nun also die Mitteilung bekommen, dass die unbefristete Stelle nicht mehr vorliegt und der Vertrag des Kollegen L auch nur wieder zweckbefristet verlängert werden soll.

Ich empfinde das als Hintergehung der BR-Rechte.
Kann der AG einfach so agieren?
Entweder liegt ein Grund für eine Befristung vor, oder eben nicht. Dadurch, dass der BR entfristen wollte, ist doch ein Grund eigentlich nicht mehr gegeben, oder?

Wie kann man hier weiter vorgehen??