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Betriebsfrieden

S
Sterni
Nov 2016 bearbeitet

Hallo, ich bin in der Zwickmühle!

Zum Problem: Wir haben einen neuen Dienstplan erhalten mit anderen Arbeitszeiten ohne das dieser vom Betriebsrat genehmigt / angehört wurde. Ich hab darauf aufmerksam gemacht das wir noch gar nicht darüber informiert wurden und auch das ich mit dem Plan nicht einverstanden bin und nicht danach arbeiten werde. In dem Zusammenhang soll auch unser Umschüler, 30 Jahre alt voll eingeplant werdne und auch regelmäßig alleine arbeiten. Auch da hab ich offen kund getan das das nicht in Ordnung ist, hab aber nichts weiter unternommen da es betrieblich leider nicht anders möglich ist und Personal fehlt. Jetzt hat sich der Umschüler schlau gemacht, weil ich das so gesagt habe und ihm ist bestätigt wurden das er so nicht alleine arbeiten darf. (Von der IHK Stade)

Auf Grund dessen hat er sich jetzt offiziell an den Betriebsrat gewandt. Zwar nicht an mich, da ich an diesem Thema gescheitert bin und auch die Notwendigkeit sehe das der Umschüler Personal Bedingt voll ein gesetzt werden muss. Es geht einfach nicht anders.

OK, dem Umschüler ist bei Einstellung versprochen wurden das er übernommen wird. Gleichzeitig ist in einer Betriebsversammlung mitgeteilt wurden das unsere Abteilung um Strukturiert wird und das es in dem Zusammenhang altersbedingt zum Stellenabbau kommt und keine Neuen Personen eingestellt werden. Unser Leiter ist da allerdings anderer Meinung was ich aber nicht nachvollziehen kann. Der Umschüler wird meiner Meinung nach ausgenutzt und ihm werden Sachen versprochen die niemals erfüllt werden. Auch das ist Fakt und das hab ich auch so erzählt.

Problem an der Sache:

  1. Ich bin Schuld das sich der Umschüler gegen den Abteilungs-Leiter stellt.
  2. Ich bringe Unruhe in die Firma und störe das Betriebsklima
  3. Ich bin nicht Kompromissbereit
  4. Man werde mich auf Grund meiner Negativen Einstellung und Verbreitung von nicht richtigen Sachen entlassen.

Es hat jetzt ein Gespräch gegeben wo unser Center.- und Abteilungsleiter darüber informiert wurde das der Umschüler nicht mehr alleine arbeiten will und auch nicht mehr darf. Von beiden ist mein Name gefallen und das ich Negativ auffalle und den Betriebsfrieden störe. Ich würde falsche Sachen kund tun und Mitarbeiter Demotivieren.

Jetzt soll es ein klärendes Gespräch mit dem Umschüler geben warum er so was macht und ob ich ihn dazu bewogen hätte.

Fakt aber ist:

  1. Ich hab den Umschüler geraten mit dem Leiter zu sprechen
  2. dem Umschüler wurde von anderen Personen gedroht, was ich erst jetzt erfahren habe
  3. er fühlt sich ausgenutzt und ihm komme es so vor das ihm nicht ganz die Wahrheit gesagt wird
  4. er ist von der Firma und alles andere mehr als enttauscht.

Und recht hat der Umschüler...

Nur wie verhalte ich mich denn jetzt richtig?? und kann ich wegen dieser Aussagen Probleme bekommen?

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Community-Antworten (3)

M
Moreno

02.10.2015 um 21:39 Uhr

Und wegen solchen Problemen hat der Gesetzgeber Betriebsräten einen besonderen Kündigungsschutz gegeben! Mein Tip Sterni arbeite nicht allein sondern immer im Gremium. Dann seid Ihr stärker!

S
seesee

03.10.2015 um 09:44 Uhr

Sterni, wie lange bist du BR Mitglied? Es ist das tägliche Brot von BRMs, sich im Spannungsfeld zwischen Unternehmenszielen und MA-Interessen zu bewegen. Du bist in die Schusslinie geraten. Das musst du aushalten. Es gibt BRMs, denen passiert das ständig.... Wenn du gefragt wirst, gib Antwort nach bestem Wissen und Gewissen. Was könnte denn passieren? Und wie oben schon gesagt wurde: sprich das in deinem BR Gremium an. Ich hoffe, deine Kollegen/-innen stehen zu dir. Wenn nicht, musst du es alleine ausbaden. Aber auch diese Situation geht vorüber.

G
gironimo

03.10.2015 um 12:24 Uhr

Der arme Umschüler muss jetzt Schläge einstecken, nur weil der BR seinen Job nicht gemacht hat.

Ihr hättet Euch umgehend an den AG wenden und ihm klar machen müssen, dass er nicht einseitig Dienstpläne ändern kann und nach seinem Ermessen bestimmte Arbeitnehmer zum Dienst einteilen kann. Ihr hättet Eure Mitbestimmung ggf. mit Rechtsmitteln geltend machen müssen (siehe auch § 23 Abs. 3 BetrVG). Aber das ist ja offenbar nicht geschehen.

Nun ist es zu einem Einzelproblem geworden. Rate dem Umschüler zu dem Gespräch ein BR-Mitglied seines Vetrauens mitzunehmen. Vorher sollte der BR noch einmal darauf hinweisen, dass das Problem überhaupt erst entstanden ist, weil der AG die Rechte des BR bei der Dienstplangestaltung nicht beachtet hat.

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