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Bitte um Hilfe, Kampf gegen BR und AG

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anelliemarie
Jan 2018 bearbeitet

Hallo liebe Leute, ich habe ein sehr sehr großes Problem. Ich arbeite in der Pflege als Pflegehelferin. Bin seit 7 Jahren in dem Heim und angefangen von 50% nun seit 5 Monaten auf 75%. Ich arbeite seit 5 Monaten ausschließlich in Nachtschicht und zwar 12 Tage a 10 Stunden. Je zweimal 6 Tage am Stück mit genug pause dazwischen. Nun zum Problem und das ist folgendes: Mit dem BR haben wir uns den Teufel in Person ins Heim geholt. Er vertritt nicht uns sondern den AG. Er macht nie Sitzungen, keine Seminare nichts, setzt aber alles um was der AG so will. Mit den ganzen Pflegegesetzen kenne ich mich nicht aus aber obwohl schon 15 Kollegen Verdi angerufen und das geschildert haben, interessiert Verdi das null. Ich persönlich bin nun durch meinen Mann ebenfalls zur IG Metall gegangen und beigetreten. Unsere Kollegen werden brutal durch den BR eingeschüchtert und vor die Wahl gestellt alles tun oder gegen. 5 Leute haben schon die Kündigung bekommen was alle anderen noch mehr eingeschüchtert hat. Es gibt nun Dienste wo einige paar Stunden morgens, paar mittags und paar stunden abends kommen müssen. Wie soll da das Familienleben funktionieren? Ich soll nun von 12 Tagen auf 20 Tage a 8 Stunden gehen, aber das kann ich nicht, habe auch Kinder. Bisher arbeitete ich je zweimal 6 Tage am Stück und hatte genug Freizeit zwischen durch. Nun sollen wir auch noch rufbereitschaft machen 24 Stunden am Tag wo wir nicht arbeiten. Viele müssen von spät direkt auf früh oder von früh auf Nacht. Wir sind alle so verzweifelt. Was können wir nur tun gegen dieses BR Monster?

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Community-Antworten (7)

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anelliemarie

28.04.2015 um 14:31 Uhr

Gerade was im Netz gefunden, dasteht doch der BR muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Und Anfang und Ende der Arbeitszeiten müssen mitbestimmt werden?! Wenn dem BR das alles ist sind wir doch nicht Sklaven oder doch?

K
Kölner

28.04.2015 um 14:32 Uhr

Es tut mir leid, Dir nicht wirklich viel Hoffnung machen zu können; zumal einige Dinge durchaus so sein können - auch wenn sie nicht schön sind.

Einiges...

  • Der BR besteht doch nicht aus einer Person, oder?
  • Dass Du der IGM beigetreten bist, wird Dir in diesem Fall nicht helfen
  • Geteilte Dienste sind nichts ungewöhnliches in der Pflege

Vielleicht hilft es, wenn man dem BR mal erzählt, dass es einen § 23 BetrVG gibt. Und auch ein MdK interessiert sich manchmal für Pflegefehler. Und erst die Gewerbeaufsicht...

W
Widder

28.04.2015 um 14:46 Uhr

Der BR hat da sicher etliches mitzubestimmen, aber nicht alles. Eine Erhöhung deiner Stunden stimmst du zu, oder auch nicht, da geht von Seitens des BR nichts.

Wenn wirklich alles so durcheinander läuft, rate ich dir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu kontaktieren, und den Klageweg zu gehen. Eine weitere Möglichkeit ( außer den von Kölner beschriebenen) wäre dir einen neuen Job zu suchen, ist in der Pflege sicher leichter als in anderen Job´s...

W
wölfchen

28.04.2015 um 15:57 Uhr

. . . bescheidene Frage: der BR wurde doch wohl gewählt? Wer hat ihn dann gewählt? Und da sind wir bei der klugen Aussage: jeder bekommt den BR, den er verdient. Zweite Frage - waren die Kolleginnen, die bei ver.di angerufen haben, auch ver.di - Mitglieder? Ver.di vertritt nämlich ausschließlich nur Mitglieder. Und google mal bitte wirklich den § 23 BetrVG, denn da steht Eure Lösung des Problems . . .

P
Pjöööng

28.04.2015 um 16:17 Uhr

Zitat (wölfchen): "Und da sind wir bei der klugen Aussage: jeder bekommt den BR, den er verdient."

Eine gar nicht so kluge Aussage, wenn man nur mal ein paar Minuten über sie nachdenkt. Es gibt vielfältige Möglichkeiten warum Arbeitnehmer mit Betriebsräten gesegnet sein können, die sie nicht verdient haben.

Und dem § 23 wird auch so ziemlich jedes Gremium geschmeidig ausweichen können. Wenn sich dieser BR nicht ziemlich blöde anstellt, dann gibt es die nächste Möglichkeit zur Korrektur erst in drei Jahren.

W
wölfchen

29.04.2015 um 11:33 Uhr

. . . okay, dann will ich den klugen Satz unmissverständlicher formulieren (weil der Einzelne tatsächlich nicht immer was dazu kann): "Jeder Betrieb bekommt den BR, den er verdient".

N
nicoline

29.04.2015 um 21:58 Uhr

angefangen von 50% nun seit 5 Monaten auf 75%. Ich gehe davon aus, dass das mit Deinem Einverständnis geschehen ist, denn einseitig kann der AG die Arbeitszeit nicht erhöhen. Also => rechtens.

Mit dem BR haben wir uns den Teufel in Person ins Heim geholt. Seit wann gibt es denn diesen Teufel im Heim?

Ich arbeite seit 5 Monaten ausschließlich in Nachtschicht und zwar 12 Tage a 10 Stunden. Je zweimal 6 Tage am Stück mit genug pause dazwischen. 10 Std. am Tag sind unter bestimmten Umständen erlaubt. Abgesehen von den Ausnahmen des § 7 fordert das ArbZG eine durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Std. tgl. innerhalb einer Zeit von 6 Monaten oder 24 Wochen. Ob das bei Dir so ist, hab ich jetzt nicht die Muße nachzurechnen. Sollte das nicht der Fall sein, hat der BR alles Recht dagegen vorzugehen. Mal ganz abgesehen davon, dass aus gesundheitlichen Gründen der Nachtdienst so kurz wie möglich dauern soll.

Er macht nie Sitzungen, keine Seminare nichts, setzt aber alles um was der AG so will. Woher weißt Du, dass der BR keine Sitzungen macht und keine Seminare besucht? Wenn das tatsächlich und beweisbar über einen längeren Zeitraum so war, oder immer noch ist, haben die Beschäftigten Deines Heimes folgende Möglichkeit:

Betriebsverfassungsgesetz § 23 Verletzung gesetzlicher Pflichten (1) Mindestens ein Viertel der wahlberechtigten Arbeitnehmer, der Arbeitgeber oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft können beim Arbeitsgericht den Ausschluss eines Mitglieds aus dem Betriebsrat oder die Auflösung des Betriebsrats wegen grober Verletzung seiner gesetzlichen Pflichten beantragen. Der Ausschluss eines Mitglieds kann auch vom Betriebsrat beantragt werden.

obwohl schon 15 Kollegen Verdi angerufen und das geschildert haben, interessiert Verdi das null. Was haben denn die Kollegen genau geschildert? Vielleicht ist ver.di ja anderer Meinung als die Beschäftigten und sieht rechtlich gar keine Handlungsmöglichkeit.

Ich persönlich bin nun durch meinen Mann ebenfalls zur IG Metall gegangen und beigetreten. Wie schon gesagt, dass wird Dir nicht helfen.

Unsere Kollegen werden brutal durch den BR eingeschüchtert und vor die Wahl gestellt alles tun oder gegen. Ich nehme mal an, Du meinst gehen und nicht gegen. Es ist mir unbegreiflich, wenn das denn tatsächlich so ist, wie erwachsene Menschen sich so etwas gefallen lassen können, ohne sich zu wehren. Wie genau sieht denn die Einschüchterung aus?

5 Leute haben schon die Kündigung bekommen Hat einer von denen Kündigungsschutzklage eingereicht?

  • Es gibt nun Dienste wo einige paar Stunden morgens, paar mittags und paar stunden abends kommen müssen.* Auch, wenn es leider in der Pflege nichts Ungewöhnliches ist, muss man sich das nur dann gefallen lassen, wenn es eine Rechtsgrundlage für geteilten Dienst gibt, z.B. im Arbeitsvertrag .

Ich soll nun von 12 Tagen auf 20 Tage a 8 Stunden gehen Wie hoch ist bei Euch die wöchentliche Arbeitszeit einer Vollzeitkraft? Willst Du denn Deine Arbeitszeit erhöhen?

Nun sollen wir auch noch rufbereitschaft machen 24 Stunden am Tag wo wir nicht arbeiten. Dann ist das kein freier Tag!

Wir sind alle so verzweifelt. Was können wir nur tun gegen dieses BR Monster? Das ist ein Gremium, was ihr gewählt habt und wenn einzelne Angst haben, solltet ihr Verzweifelten euch vielleicht mal zusammentun und dem BR sagen, was ihr von ihm haltet. Ansonsten bleibt nur: Fachanwalt für Arbeitsrecht oder einen neuen Job zu suchen Man kann hier noch so viel aufzählen, was bei Euch nicht richtig läuft, ihr müsst aktiv werden!!!!! Von alleine erledigt oder bessert sich das nicht!

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